Regen und Schneeschmelze Schifffahrt in Gefahr

Nach der 38-stündigen Zwangspause über Weihnachten droht die Schifffahrt wieder zum Erliegen zu kommen. Niederschläge und Schmelzwasser, besonders in Süddeutschland, verschärfen die Lage an Deutschlands Flüssen.
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Ein unpassierbarer vom Hochwasser des Rheins überfluteter Bootssteg am Rheinufer in Köln. Die Hochwasserlage in Köln hat sich am ersten Weihnachtsfeiertag entspannt. Doch weitere Regenfälle könnten die Lage verschärfen. Quelle: dapd

Ein unpassierbarer vom Hochwasser des Rheins überfluteter Bootssteg am Rheinufer in Köln. Die Hochwasserlage in Köln hat sich am ersten Weihnachtsfeiertag entspannt. Doch weitere Regenfälle könnten die Lage verschärfen.

(Foto: dapd)

DüsseldorfDer Schifffahrt auf dem Rhein droht eine erneute Zwangspause. Die Wasserschutzpolizei in Karlsruhe rechnet damit, dass die Schifffahrt am Oberrhein in den kommenden Tagen wieder unterbrochen werden muss. Schiffe können derzeit den Fluss langsamer befahren.

Bereits über Weihnachten hatte die Schifffahrt für 38 Stunden wegen der hohen Pegelstände pausieren müssen. Die Schiffe drohten die Deiche zu beschädigen, zum Teil kann es auch bei der Durchfahrt unter Brücken zu Problemen kommen. Nach dem Stillstand war die Schifffahrt auf dem Rhein zwischen Iffezheim und Germersheim in Rheinland Pfalz am Mittwoch wieder freigegeben worden.

Die Lastschiffe dürfen die Strecke derzeit aber nur mit einer Geschwindigkeit von 20 Kilometern pro Stunde befahren. Auch auf dem Mittelrhein in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen kommen sie nur langsam voran, weil sie nur noch auf in der Mitte der Flüsse fahren dürfen.

Beim Wiederanstieg des Hochwassers könnte es bei Koblenz um 20 bis 30 Zentimeter höhere Wasserstände als derzeit geben. Der Pegelstand im Maxau lag am Donnerstag bei 7,25 Metern. In Bayern waren insbesondere das obere Maingebiet, die Flüsse Regen, Naab und Altmühl betroffen, wie der Hochwassernachrichtendienst des Landesamtes für Umwelt mitteilte.

Wegen starken Regens herrsche in den kommenden Tagen in den Main-Zuflüssen und bei den nördlichen Donauzuflüssen Hochwassergefahr.

Während sich in Sachsen und Sachsen-Anhalt die Hochwasserlage entspannte, wurde auf dem Brocken im Harz vor schweren Sturmböen gewarnt. Der Deutsche Wetterdienst rechnete mit Geschwindigkeiten von mehr als 120 Kilometern pro Stunde.

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