Renommierte Auszeichnung Pulitzer-Preise für „New York Times“ und „Washington Post“

Die Pulitzer-Preise gelten als die Top-Auszeichnungen der Medienbranche in den USA. Doch in diesem Jahr steht auch ein US-Rapper im Rampenlicht.
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„Virtuose Liedersammlung“: Kendrick Lamar räumt Pulitzer-Preis ab

New YorkDie Pulitzer-Preise gehen in diesem Jahr unter anderem an die „New York Times“, die „Washington Post“ und die Nachrichtenagentur Reuters. Wie die Organisatoren des renommiertesten US-Journalistenpreises am Montag mitteilten, teilen sich die beiden Tageszeitungen die Auszeichnung für ihre Berichterstattung über die Rolle Russlands in der amerikanischen Präsidentenwahl 2016.

Die „New York Times“ wird zudem gemeinsam mit dem Magazin „New Yorker“ für Berichte über die Belästigungsvorwürfe gegen Hollywood-Produzent Harvey Weinstein geehrt. Reuters erhielt einen Preis für die Berichterstattung über die Verbindungen zwischen dem philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte und Hinrichtungskommandos der Polizei. Zudem wurde die Nachrichtenagentur für Fotos von der Rohingya-Flüchtlingskrise in Myanmar ausgezeichnet.

Zudem ist der US-Rapper Kendrick Lamar (30) mit einem Pulitzer-Preis geehrt worden. Lamar erhalte die renommierte Auszeichnung für sein 2017 veröffentlichtes Album „Damn“, sagte Dana Canedy, Vorsitzende der Verwaltung der Pulitzer-Preise, am Montag an der Columbia Universität in New York. Lamar ist der erste Rapper, der den Preis erhält, und der erste Musiker, der nicht aus der Klassik oder dem Jazz kommt.

Das Album sei eine „virtuose Liedersammlung, vereint von seiner umgangssprachlichen Authentizität und rhythmischen Dynamik“, sagte Canedy. Es biete „eindringliche Momentaufnahmen, die die Komplexität des modernen afro-amerikanischen Lebens einfangen“. Der 1987 in Kalifornien geborene Lamar gilt als einer der derzeit bedeutendsten und erfolgreichsten Rapper. Er hat unter anderem auch schon mehrere Grammys gewonnen. „Damn“ ist sein viertes Studioalbum.

Der Preis für den besten Roman ging an Andrew Sean Greer für sein Buch „Less“, als bestes Theaterstück wurde Martyna Majoks „Cost of Living“ ausgezeichnet. Jack E. Davis wurde für sein Geschichtsbuch „The Gulf“ geehrt, Caroline Fraser für ihre Biografie „Prairie Fires“. Frank Bidart bekommt den Pulitzer-Preis für seinen Gedichtband „Half-light“, James Forman Jr. für sein Sachbuch „Locking Up Our Own“.

Die Pulitzer-Preise werden seit 1917 vergeben. 14 der 21 Preiskategorien sind journalistischen Arbeiten vorbehalten, die restlichen Literatur, Musik und Theater. Die Preisträger bestimmt eine Jury, die an der New Yorker Columbia-Universität angesiedelt ist. Gestiftet wurden die Preise einst vom ungarisch-amerikanischen Zeitungsverleger Joseph Pulitzer (1847-1911). Gewinner bekommen eine Urkunde und 10.000 Dollar (etwa 8900 Euro) bei einem festlichen Mittagessen in einigen Wochen.

  • dpa
  • rtr
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