Royal Baby Prinz Namenlos von Cambridge

Er hat noch nicht einmal einen Namen und steht trotzdem schon im Interesse der Öffentlichkeit: der Sohn von William und Kate. Seine Eltern versuchen noch, ihn zu schützen. Doch lange wird das wohl nicht gelingen.
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James? George? Oder doch Louis?
Royal Baby entfacht britisches Wettfieber
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Die Briten wetten auf alles und jeden – natürlich auch rund um den bevorstehenden Nachwuchs von Prinz William und seiner Frau Kate. Die Einsätze steigen – und die Wetten treiben teils seltsame Blüten. Im Vorfeld wurde bereits auf das Geschlecht des Kindes spekuliert, doch das steht jetzt ohne Zweifel fest. Nun wird gerätselt, wie der Name des neuen Prinzen wohl lauten mag.

Warten auf das Royal Baby
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Das Interesse an der Geburt ist riesig. Im Vorfeld hatte auch die britische Presse auf einem Plakat vor dem St. Mary's Hospital in London auf den Geburtstermin getippt. Die Geburt des britischen Prinzen hat den Wettanbietern ordentlich Geld in die Kassen gespült. Zehntausende haben im ganzen Land Wetten rund ums royale Baby abgeschlossen.

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Die meisten Wetten werden auf den Namen des Kindes abgeschlossen. In den wenigen Stunden, nachdem Kate in die Londoner Klinik eigenliefert wurde, waren allein beim Wettbüro Ladbrokes 50.000 Wetten eingegangen, teilte der Wettanbieter mit. Dabei werden besonders kleine Beträge – wie etwa ein Pfund – gesetzt. Bei Ladbrokes gilt James den Quoten zufolge als der wahrscheinlichste Name, da das auch der Name von Kates Bruder ist. Aber auch der Name Harry wird in Anlehnung an Williams Bruder genannt. Ganz anders dagegen bei der Wett-Konkurrenz...

huGO-BildID: 32032602 A look-alike of Catherine, Duchess of Cambridge becomes the centre of attention for the assembled media outside the Lindo Wing
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... Paddy Power: Beim irischen Wettbüro ist der favorisierte Name George, gefolgt von James, Alexander und Louis. Dabei können sich die royalen Anhänger das Scherzen nicht verkneifen und schicken Doppelgänger los, um das Ereignis der Geburt zu promoten – wie auf dem Bild etwa die „Sun“.

Royal Baby entfacht britisches Wettfieber
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Auf einen Mädchennamen wettet nach der Geburt natürlich niemand mehr. Vorher stand der Name Alexandra am höchsten im Kurs. Bis sie erfahren, wie das Baby nun wirklich heißt, müssen sich die Briten noch in Geduld üben: Der Königshof hat verlauten lassen, dass der Namen des Babys „zu gegebener Zeit“ verkündet wird. Der genaue Termin der Bekanntgabe steht aber noch nicht fest. Kein Problem für die wetthungrigen Briten – die tippen mittlerweile auch auf den Tag der Verkündung. Und nicht nur darauf.

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Der Phantasie der Wettbüros sind offenbar keine Grenzen gesetzt: Es gibt bereits Wetten darauf, ob William oder Kate das Baby beim Verlassen der Klinik auf dem Arm trägt.

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Außerdem wird darauf gewettet, welche Farbe das Kleid von Pippa Middleton haben wird, das sie beim ersten Besuch des königlichen Nachwuchses im Krankenhaus tragen wird.

LondonKurz vor elf Uhr gestern morgen kam der Friseur der Herzogin – und wurde als untrügliches Zeichen genommen, dass der Höhepunkt der Royalen Geburt bevorstehen würde. Der erste Fototermin des Paares vor dem Krankenhaus, sozusagen die erste Preisgabe des kleinen Prinzen an die Öffentlichkeit. Aber dann wurden die Fotografen und Patrioten, die sich auf den Termin gefreut hatten, erst einmal enttäuscht: Vorerst, wurde verbreitet, sei mit dem Erscheinen des Paares nicht zu rechnen. Aus dem Krankenhaus hörte man nur, dass das Paar „nicht glücklicher sein könnte“ und dem Krankenhauspersonal für seine „wunderbare Pflege“ danke.

Vor dem Lindo Wing und seiner weltberühmten Backsteinfassade stellten sich Hunderte auf weiteres Warten ein. Zum Glück hatten die Temperaturen nachgelassen und man spannte die Regenschirme nun nicht gegen die Sonne, sondern wie gewohnt gegen den Regen auf. Am Montag war eine über Sechzigjährige in Ohnmacht gefallen, weil sie fünf Stunden in glühender Hitze auf Nachrichten von dem Baby gewartet hatte.

Dies ist die Doppelrolle, die der junge Prinz nun ausfüllen muss: Als Thronfolger und nationales Symbol ist er Eigentum einer begeisterten und neugierigen Öffentlichkeit. Als erster Sohn von William und Kate ist er aber auch Teil einer Kleinfamilie, die ein Recht auf Privatsphäre einfordert. Auch deshalb hat der Prinz wohl noch keinen Namen und nur einen Titel: „Seine Königliche Hoheit, der Prinz von Cambridge“. Auch Royals haben in Großbritannien 42 Tage Zeit, ein Kind amtlich zu registrieren. Wie mit dem Fototermin und der Benachrichtigung von der Geburt verlangsamen Prinz William und seine Presseberater den Informationsfluss. Auch die Ankunft des neuen Prinzen wurde ja erst vier Stunden nach der Geburt bekannt gegeben, um William und Kate Zeit zum „Baby Bonding“ zu geben.

Alles steht zunächst also im Zeichen der neuen Kleinfamilie. Catherine und Prinz William verbrachten die Nacht gemeinsam mit dem Baby im Krankenhaus und kümmerten sich wenig um das, was die weite Welt an Freudenfeiern und Gratulationen zu bieten hatte. Auch die ersten Gratulanten und Kommentare zielten aufs Familiäre. Der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, sprach von den „Millionen hier und rund um die Welt“, mit denen er die Freude dieser „besonderen Stunde“ teile. „Möge Gott diese Familie in ihrem gemeinsamen Leben mit Liebe, Gesundheit und Glück segnen“ – das hätte auch ein Republikaner sagen können. Prinz Charles, frischgebackener Großvater, strahlte bei seiner Tour durch York übers ganze Gesicht. Auf die Frage eines Gratulanten, ob er die Geburt auch mit Champagner begossen habe, antwortete er: „Ja, aber nur ganz wenig.“ Seine Frau Camilla, Herzogin von Cornwall, die selber schon mehrfach Großmutter ist, freute sich vor allem für ihren Mann. „Es ist wunderbar für den Großvater – er ist brillant mit Kindern.“ Und fügte hinzu: „Das hebt die Stimmung im ganzen Land.“

Ähnlich hatte Premierminister David Cameron gesprochen, als er noch am Abend der Geburt vor die Downing Street Number 10 trat: „Es ist ein wichtiger Moment im Leben unserer Nation. Aber ich denke, es ist vor allem ein wichtiger Moment für ein warmherziges, liebevolles Paar, das ein brandneues Baby bekommen hat.“ Eine der herzlichsten Gratulationen kam von US-Präsident Obama. Er sprach nicht nur von den „Segen der Elternschaft“, sondern wurde geradezu politisch: „Angesichts unserer speziellen Beziehung freut sich das amerikanische Volk, sich dem Volk des Vereinigten Königreichs bei seinen Feiern zur Geburt des jungen Prinzen anzuschließen.“

Aber die Briten schafften das Feiern auch allein. Überall im Land gab es kleine und größere Zeichen der Freude. In Bucklebury, Kates Wohnort, will man zwei Gedenktafeln aufstellen – eine für die Hochzeit, eine für die Geburt des Kleinen. Der Plan, mit einem echt englischen, melodiösen Glockengeläut zu feiern, scheiterte allerdings. Einer der „Bell Ringers“ in dem kleinen Dorf ist in die Ferien gefahren. Dafür läuteten in London die Glocken von Big Ben, im Green Park gab es 41 Schuss Salut für den Prinzen, an der Tower Bridge schoss die ureigene Armee Einheit des Finanzdistrikts, das „City of London’s Army Reserve Regiment“, gar 62 Schuss Salut ab. Fontänen am Trafalgar Square und anderen Brunnen der Stadt werden nun sieben Tage lang blau angestrahlt – bei einer Prinzessin wäre es rosa gewesen. Beim Wachwechsel vor dem Buckingham Palast, wo Scharen gekommen waren, spielte die Band gestern „Congratulations“. Vor allem amerikanische Touristen sind begeistert. „Meine Freunde werden neidisch sein, wenn sie erfahren, dass wir zur Geburt des Prinzen in London waren“, sagte eine Amerikanerin aus New York, Sarah, die mit ihren zwei Kindern von der BBC interviewt wurde.

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1 Kommentar zu "Royal Baby: Prinz Namenlos von Cambridge"

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  • Unwahrscheinlich. In der dritten Generation von Einwanderern in Industrieländer fällt die Geburtenrate auf den allgemeinen Durchschnitt, weil mehr Kinder das Säuglingsalter überleben. Und das aufgrund besserer medizinischer Versorgung. Das Aussterben und die Überfremdung sind ein Mythos der nur durch Furcht, Unwissenheit und Zweifel genährt wird.

    Sehen sie, die Ostpreußischen Flüchtlinge hatten im Schnitt auch mehr Kinder als heute. Das ist vorbei. Aber auch die wurden damals abgelehnt. Die Zeiten ändern sich, die Feindbilder auch. Die Gründe bleiben gleich.

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