Sailing Yacht A Verbotenes Tropenholz für Mega-Jacht verwendet

Nach Erkenntnissen der Kieler Staatsanwaltschaft wurde für die weltgrößte Segeljacht illegales Tropenholz verwendet. In der „Sailing Yacht A“ wurde Material verbaut, dass nicht von einer Plantage stamme.
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Die „Sailing Yacht A“ steht im Mittelpunkt der Kieler Staatsanwaltschaft. Quelle: dpa
Mega-Jacht

Die „Sailing Yacht A“ steht im Mittelpunkt der Kieler Staatsanwaltschaft.

(Foto: dpa)

KielFür die weltgrößte Segeljacht „Sailing Yacht A“ des russischen Milliardärs Andrej Melnitschenko ist nach Erkenntnissen der Kieler Staatsanwaltschaft illegales Tropenholz verwendet worden. „Wir haben ein Gutachten in Auftrag gegeben und das Ergebnis ist eindeutig“, sagte Oberstaatsanwalt Axel Bieler am Mittwoch in Kiel.

Es handle sich um Teakholz, das nicht aus einer Plantage stamme. Die Staatsanwaltschaft ermittle gegen unbekannt wegen des Verstoßes gegen das Holzhandels-Sicherungs-Gesetz, sagte Bieler. Zuvor hatten die „Kieler Nachrichten“ darüber berichtet. Ein Sprecher der Werft sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Wir haben nach wie vor ein großes Interesse daran, dass der Fall aufgeklärt wird“.

Andrei Igorewitsch Melnitschenko bekommt seinen Super-Dreimaster
Abfahrt der „Sailing Yacht A“
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Die größte Segelyacht der Welt hat Kiel verlassen und ist auf dem Weg nach Südspanien. Dort sollte das Schiff seinem Besitzer ausgehändigt werden.

Yacht A vor Gibraltar
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Doch dann hing die größte Yacht der Welt mehr als eine Woche im Hafen der britischen Enklave Gibraltar fest. Grund sollte eine unbezahlte Rechnung sein.

Einigung vor Gericht
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Doch nun ist der Streit zwischen dem russischen Milliardär Andrej Melnitschenko und der schleswig-holsteinischen Nobiskrug Werft beigelegt – vor einem Gericht in Gibraltar hatten sich die Parteien am Dienstag über die Zahlung von 15,3 Millionen Euro auf Treuhandkonten geeinigt.

Gibraltar verlassen
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Nach dem beigelegten Streit hat die größte Segeljacht der Welt Gibraltar verlassen. Nach Auskunft des Internet-Informationssystems Marine Traffic startete die Jacht mit ihren drei rund 90 Meter hohen Masten um 8.14 Uhr Ortszeit Richtung Cartagena. In dem spanischen Hafen wird sie am Donnerstag erwartet.

Der Besitzer
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Auftraggeber für den Bau ist der russische Milliardär Andrei Igorewitsch Melnitschenko. Nach Forbes-Angaben beträgt sein persönliches Vermögen 11,1 Milliarden US-Dollar. Damit gilt er als achtreichster Russe.

Schemenhaft zu erkennen
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Als die Mega-Segelyacht mit futuristischem Design Anfang Februar die Kieler Bucht verlassen hat, war sie nur schemenhaft in der Dunkelheit zu erkennen.

Die Namensgeberin
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Verantwortlich für das Schiff ist die Kieler Werft Nobiskrug: Anfangs firmierte die Yacht unter dem Namen „White Pearl“, seit Fertigstellung heißt es „Sailing Yacht A“. Das „A“ steht für den Anfangsbuchstaben von seiner Frau Aleksandra.

Der 143 Meter lange keilförmige Dreimaster mit seinen drei rund 90 Meter hohen Masten war auf der zur Rendsburger Nobiskrug Werft gehörenden Werft German Naval Yards in Kiel gebaut worden. Anfang Februar verließ das Schiff nach fünfjähriger Bauzeit die Förderstadt.

Ein Experte hatte im Auftrag der Staatsanwaltschaft Holzproben in einem Lager von Nobiskrug genommen. Anhand von Struktur und Jahresringen lasse sich feststellen, ob es sich um Plantagenholz handle oder nicht, erläuterte Bieler. Allerdings sei unklar, ob den Käufern des Holzes die illegale Herkunft bekannt war. „Wir sind jetzt auf der Suche nach dem verantwortlichen Händler.“ Das Holz dürfte aus Burma stammen. Informationen, wie es exportiert wurde, seien aber sehr schwer zu erhalten.

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  • dpa
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