Spott und Satire zum Hoeneß-Urteil Gefangenen-Abo, Knast-Bitch & Co.

Kaum wird Uli Hoeneß zu drei Jahren und sechs Monaten Gefängnis verurteilt, da muss er schon als unfreiwilliges Testimonial herhalten – und das ausgerechnet für die taz. Diese und weitere Web-Späße zum Hoeneß-Urteil.
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Uli Hoeneß war schon immer ein Mann klarer Worte. Verbale Standpauken und öffentliche Denunzierungen, wie im Fall Christoph Daum, waren nicht unüblich. Nach seiner Verurteilung folgt jetzt die Retourkutsche. Quelle: dpa

Uli Hoeneß war schon immer ein Mann klarer Worte. Verbale Standpauken und öffentliche Denunzierungen, wie im Fall Christoph Daum, waren nicht unüblich. Nach seiner Verurteilung folgt jetzt die Retourkutsche.

(Foto: dpa)

„Dreieinhalb Jahre Haft für Uli Hoeneß – ohne Bewährung. Auch wenn es andere nötiger hätten, hier geht’s zum taz-Knast-Abo“, schreibt die tageszeitung auf Facebook. Gemeint ist ein sogenanntes Paten-Abo, bei dem taz-Leser für einen Insassen die Kosten für ein Abonnement übernehmen können. Seit 28 Jahren sorgt der von der taz mitbegründete Verein Freiabos für Gefangene e. V. für Information und Bildung für Menschen in Haft. Die taz arbeitet nach eigenen Angaben noch heute eng mit diesem Verein zusammen.

Nicht nur die taz macht sich einen Spaß aus dem Hoeneß-Urteil. Auch die Titanic meldet sich zu Wort und zeigt Beate Zschäpe, die sich schon auf ihre „Knast-Bitch“ freut.

Der Postillon will derweil in Erfahrung gebracht haben, dass der FC Bayern München Umbaumaßnahmen an der Allianz Arena plant. „Angaben des Vereins zufolge soll ein Teil der Logenplätze einer Hochsicherheitszelle mit perfektem Blick aufs Spielfeld weichen“, heißt es auf der Satire-Seite.

Und einen besonders gemeines Szenario malt Extra 3 für Uli Hoeneß.

Twitterin Kerstin Brune dokumentierte mit dem Smartphone einen wunderbaren Zufall auf der Bild-Seite, der den verurteilten Würstchen-Unternehmer zusammen mit einer Weißwurst-Rückrufaktion von Netto zeigt.

Twitterer Sean Gyle macht aus der Eilmeldung von Hoeneß’ Verurteilung gleich eine Transfer-News

Die B.Z. recycelt derweil die Zeile „Der Runde muss ins Eckige“ für ihre morgige Ausgabe. Das Original zeigt Hoeneß als traurigen Dickkopf hinter Gittern.

Auch Late-Night-Urgestein Harald Schmidt ließ sich nicht den Spaß nehmen, das Hoeneß-Urteil in die letzte Ausgabe seiner Show einzubetten.

Und Schmidt legt nach.

Die taz hat auf ihrem Titelbild am Freitag den berühmten bayrischen „Mia san Mia“-Spruch leicht abgewandelt.

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