Studie Leute stehen weiter auf Junkfood

Obwohl Obst und Gemüse fast überall immer leichter verfügbar werden, greifen die Menschen weltweit im Zweifelsfall immer noch eher zum Junkfood – die Zahl der Konsumenten steigt sogar noch an.
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Gesündere Essgewohnheiten seien in der Mongolei, Lateinamerika und der Karibik verzeichnet worden. Quelle: AFP
Neue Studie

Gesündere Essgewohnheiten seien in der Mongolei, Lateinamerika und der Karibik verzeichnet worden.

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LondonObst, Gemüse und andere gesunde Lebensmittel scheinen vielerorts verfügbarer denn je - und dennoch greifen die Erdenbürger im Zweifel eher zu Junkfood. Das geht aus einer am Donnerstag im Online-Magazin „Lancet Global Health“ veröffentlichten Studie hervor. Das Projekt wurde von der Stiftung von Bill und Melinda Gates und dem medizinischen Forschungsrat Großbritanniens finanziert. Für die Studie hatte ein internationales Forscherteam die Essgewohnheiten in fast 190 Ländern unter die Lupe genommen.

Dafür pflügte es sich durch mehr als 320 Ernährungsumfragen aus den Jahren 1990 und 2010. Dabei gingen die Autoren der Frage nach, wie oft die Befragten sich von Früchten, Gemüse und Fisch ernähren und wie oft sie ungesündere Alternativen wie Salz, Fleischprodukte und zuckerhaltige Getränke bevorzugen.

Das Ergebnis: Die Menschen nehmen zwar mehr Gesundes wie Vollkorn und Fisch zu sich, doch gibt es einen weitaus größeren Anstieg bei der Menge an konsumiertem Junkfood. Zudem ernähren sich Ältere laut der Studie bewusster als junge Erwachsene und Frauen besser als Männer.

Das sind die größten Kalorienbomben
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Wurst

Der komplette Verzicht ist bestimmt nicht notwendig, aber wer etwas auf seine Ernährung achtet, sollte überlegen, zu welchem Fleisch er greift. Besonders Wurstprodukte können die Kalorienzahl eines Tages deutlich in die Höhe treiben. Als Beispiel: Eine Snackwurst, "Rucksackwurst" oder auch Landjäger genannt, kommt bei 100 Gramm schon auf rund 457 Kalorien.

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Marzipan

Ob als Kartoffel, Schweinchen oder Brot: Marzipan gehört zu den schwerwiegendsten Süßigkeiten, wenn es einmal im Magen gelandet ist. Rund 495 Kalorien kommen bei 100 Gramm zusammen. Kein Wunder: Die Süßware besteht üblicherweise aus Marzipanrohmasse, die sich aus gemahlenen Mandeln und Zucker zusammensetzt, und bis zu der gleichen Menge nochmal an Zucker...

«Käseköpfe» retten Parmesan
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Käse

Vor allem aufgrund seines hohen Fettgehalts gehört auch Käse zu den Kalorienbomben in deutschen Kühlschränken. Spitzenreiter ist der Parmesan. Der italienische Hartkäse aus Kuhmilch, der zumeist zur Würzung verwendet wird, kommt auf rund 440 Kalorien pro 100 Gramm. Zum Vergleich: Ein junger Gouda kommt auf rund 326 Kalorien.

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Nüsse

Sie sind lecker, gesund, aber enthalten trotzdem sehr viele Kalorien: Nüsse. Wer sich auf Kokosnussraspel stürzt, sollte mit 611 Kalorien pro 100 Gramm rechnen, Mandeln kommen auf 570 und die heftigsten Kalorienbomben unter den Nüssen sind die Walnüsse mit 654 Kalorien pro 100 Gramm. Dadurch zählt auch das allseits beliebte "Studentenfutter" zu den Dickmachern: 484 Kalorien pro Gramm sind es hier durchschnittlich.

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Kerne

Ähnlich wie bei den Nüssen, sollten Sie während einer Diät mit Kernen vorsichtig sein. Sonnenblumenkerne beispielsweise kommen auf 584 Kalorien pro 100 Gramm.

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Fette

Die Klassiker unter den Dickmachern, die jedem bekannt sein dürften, sind Butter und Margarine. Bei beiden liegt der Kalorienwert pro 100 Gramm über 700: Während man mit 100 Gramm Butter im Schnitt 741 Kalorien zu sich nimmt, sind es bei Margarine 710.

New Yorker Erdnussbutter-LadenErdnussbutter
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Süßes aufs Brot

Nuss-Nougat-Creme und Erdnussbutter sind die beiden nusshaltigen Brotaufstriche, die das Frühstück versüßen können. Bei beiden sind Genießer aber nicht vor einer enormen Kalorienzufuhr gefeit. Nuss-Nougat-Creme kommt durchschnittlich bei 100 Gramm auf 522 Kalorien, die Erdnussbutter sogar auf 598 Kalorien.

Gesündere Essgewohnheiten seien in der Mongolei, Lateinamerika und der Karibik verzeichnet worden. Zu den Ländern, die ihre Neigung zu Junkfood aus Sicht der Autoren eher zügeln sollten, gehören Bosnien, Armenien und die Dominikanische Republik. In einigen Ländern Afrikas und Asiens hätten sich die Ernährungsgewohnheiten in den vergangenen 20 Jahren jedoch nicht verbessert, hieß es weiter.

„Es liegt noch ein weiter Weg vor uns“, sagte denn auch einer der Autoren der Studie, Dariush Mozaffarian von der Tufts-Universität. Westler zählten zwar zu den größten Konsumenten von Junkfood. Doch China und Indien holten auf, weswegen die Regierungen dieser Länder eingreifen müssten, sagte Mozaffarian. „Wir können das nicht auf sich beruhen lassen.“

  • ap
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