Tarifkonflikt Flugausfälle wegen Streik in Hamburg und Köln

Der Streik des Sicherheitspersonals an deutschen Flughäfen geht weiter. In Hamburg und Köln/Bonn wurden etliche Flüge bereits gestrichen, schon am morgen bildeten sich Warteschlangen an den Personenkontrollen.
Update: 15.02.2013 - 08:35 Uhr 5 Kommentare
Passagiere warten am Donnerstag vor den Sicherheitskontrollen am Hamburger Flughafen. Die Streiks des Sicherheitspersonals werden am Freitag fortgesetzt. Quelle: dpa

Passagiere warten am Donnerstag vor den Sicherheitskontrollen am Hamburger Flughafen. Die Streiks des Sicherheitspersonals werden am Freitag fortgesetzt.

(Foto: dpa)

Hamburg/Köln/Bonn/RavensburgDie Sicherheitskräfte haben den Flugbetrieb an den Flughäfen Hamburg und Köln/Bonn am Freitagmorgen fast komplett zum Erliegen gebracht. Die Mitarbeiter des privaten Sicherheitsgewerbes legten mit dem Schichtbeginn um 3.45 Uhr und 4.00 Uhr ihre Arbeit für den gesamten Tag nieder.

Der Streik soll den ganzen Tag dauern und wird nach den Erwartungen der Flughäfen und Fluggesellschaften abermals zu vielen Ausfällen und Verspätungen führen. Damit setzten sie den Streik vom Donnerstag fort, der in Hamburg und Düsseldorf für zigtausende Reisende zu erheblichen Beeinträchtigungen geführt hatte. Den Passagieren wurde erneut geraten, engen Kontakt mit den Airlines zu halten und sich über Ausfälle und Verspätungen zu informieren.

Schon am Morgen zeigten die Anzeigetafeln an beiden Flughäfen zahlreiche gestrichene Flüge ins In- und Ausland. An den Personenkontrollen bildeten sich lange Warteschlangen. In Hamburg waren zwei der 20 Sicherheitsschleusen geöffnet.

Auch in Köln/Bonn ließ der Arbeitskampf die Kontrollen zum Nadelöhr werden. Dort sei nur eine von etwa 15 Kontrollschleusen besetzt, hieß es. In Köln/Bonn hatte die Verkehrszentrale insgesamt 39 Ankünfte und 54 Abflüge für Freitag gestrichen, sagte eine Flughafen-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur dpa. Das sind mehr als die Hälfte aller Verbindungen.

In Hamburg standen am Freitag 179 Flüge auf dem Plan. Bei regulärem Flugbetrieb wurden für Freitag rund 19 400 Passagiere im Hamburger Flughafen erwartet. Von Köln/Bonn sollten fast 100 Maschinen mit rund 10 000 Passagieren starten. Schon am Donnerstag hatten Zehntausende Reisende die Streiks zu spüren bekommen. Am drittgrößten deutschen Airport in Düsseldorf wurde jeder dritte, in Hamburg sogar jeder zweite Flug annulliert. Die Wartezeiten betrugen bis zu drei Stunden.

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5 Kommentare zu "Tarifkonflikt: Zahlreiche Flüge in Hamburg und Köln wegen Streiks gestrichen"

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  • 17.02.2013

    für Handelsblatt


    Verdi-Pauschale auf Flugscheine
    Da einige der betroffenen, zwangsweise Wartenden Verständnis für die maßlosen Forderungen von Verdi für die Flughafen-Sicherungsleute zum Ausdruck brachten, scheint es mir vertretbar, auf alle Flugscheine eine Sicherheits-Gebühr aufzuschlagen. Das sollte in erster Linie für die Billigflieger gelten, die offensichtlich völlig überflüssigen Shopping- Tourismus zwischen europäischen Hauptstädten propagieren. Um die Zweckbindung zu verdeutlichen, sollte man diese Aufschläge beim Ticketkauf als VERDI-PAUSCHALE kenntlich machen.Die Streiks belasten ausschließlich die Fluggäste und die Fluggesellschaften, die mit den meist völlig unqualifizierten Streikenden überhaupt nichts zu tun haben.

  • 17.02.2013

    für Handelsblatt


    Verdi-Pauschale auf Flugscheine
    Da einige der betroffenen, zwangsweise Wartenden Verständnis für die maßlosen Forderungen von Verdi für die Flughafen-Sicherungsleute zum Ausdruck brachten, scheint es mir vertretbar, auf alle Flugscheine eine Sicherheits-Gebühr aufzuschlagen. Das sollte in erster Linie für die Billigflieger gelten, die offensichtlich völlig überflüssigen Shopping- Tourismus zwischen europäischen Hauptstädten propagieren. Um die Zweckbindung zu verdeutlichen, sollte man diese Aufschläge beim Ticketkauf als VERDI-PAUSCHALE kenntlich machen.Die Streiks belasten ausschließlich die Fluggäste und die Fluggesellschaften, die mit den meist völlig unqualifizierten Streikenden überhaupt nichts zu tun haben.

  • Oh Gott, so mies wie meine Rechtschreibung im Netz ist, darf ich nicht mehr als 1 Euro verdienen ;-8

  • Die Leute haben keine Qualifikation, außer eine Scanner-Lehrgang von ein paar Tagen oder Wochen. Dafür ist der Lohn mehr als angemessen.

    Die sollen mal schauen was Menschen mit einer Richtigen Ausbildung verdienen wie z.B. Floristen oder Frisöre.

  • Verdi nimmt die Passagiere in Geiselhaft!

    Die Forderung nach 30% Lohnerhöhung ist unverhältnismäßig und das Verdi einen 15%igen Kompromiss abgelehnt hat, zeigt dass man auf Kosten der Fluggäste erpressen will.

    Niemanden schert offenbar der persönliche und volkswirtschaftliche Schaden der hier angerichtet wird, wenn Geschäftstermine platzen, Urlaubsreisen nicht angetreten werden können oder Väter am Wochenende nicht zurück zu den Familien kommen.

    Das Sicherheitspersonal hat sich den Job selbst ausgesucht und jeder wusste bei der Einstellung wo die Bezahlung dieser niedrig qualifizierten Tätigkeit liegt.

    Im Übrigen übersteigen bereits heute an einigen Flughäfen das dortige Entgeld die Höhe der Fluggebühren; man fragt sich also wo das Geld bleibt; offenbar doch bei den Sicherheitsunternehmen, welche ihre Mitarbeiter schlecht bezahlen. Ergo sind doch diese zu bestreiken und nicht der Flughafen.

    Schmeisst die Unternehmen raus! Es gibt mehr als genug Menschen die die Arbeit gern übernehmen würden.

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