Thailand Alle zwölf Jungen und Trainer aus thailändischer Höhle gerettet

Im Höhlendrama von Thailand haben die Helfer alle Jungen und ihren Trainer befreit. Sie saßen mehr als zwei Wochen in der Höhle fest.
Update: 10.07.2018 - 13:58 Uhr Kommentieren
Die Rettungskräfte versorgen die befreiten Jungen und ihren Trainer. Quelle: Reuters
Rettungswagen

Die Rettungskräfte versorgen die befreiten Jungen und ihren Trainer.

(Foto: Reuters)

Mae SaiNach mehr als zwei Wochen in der teilüberfluteten Höhle in Thailand sind alle Jungen und ihr Trainer befreit. Das teilte die thailändische Marine mit.

Die dritte und letzte Rettungsaktion begann am Dienstagmorgen, als Ziel gab Provinzgouverneur Narongsak Osottanakorn aus, bis zum Abend alle Eingeschlossenen herauszuholen. Zudem müssen auch vier Retter wieder aus der Höhle gebracht werden. Darunter ist ein australischer Mediziner, der dort ausharrte, um im Notfall Erste Hilfe leisten zu können.

Bei zwei vorherigen Einsätzen am Sonntag und am Montag waren jeweils vier Jungen aus der Höhle im Norden des Landes gerettet worden. Die bereits gerettete Jungen nach Behördenangaben haben das tagelange Ausharren in der Höhle gut überstanden. Sie seien „munter“ und als Jungfußballer mit einem starken Immunsystem ausgestattet, teilte Jesada Chokdumrongsuk vom Ministerium für Öffentliche Gesundheit am Dienstag mit. Vier Jungen im Alter von zwölf bis 16 Jahren, die am Sonntag mithilfe von Tauchern zuerst die Grotte in der Provinz Chiang Rai verließen, könnten inzwischen wieder normale Nahrung zu sich nehmen, aber nichts Scharfes.

Zwar hätten zwei der Jugendlichen womöglich eine Lungeninfektion erlitten, doch seien alle acht „gesund und lächelten“. Hinter einer Glasabsperrung konnten Angehörige zumindest einige der jungen Patienten sehen. Sie müssten noch mindestens sieben Tage in der Klinik bleiben, hieß es. Zudem sollen sie psychologisch betreut werden.

In der Nacht von Montag auf Dienstag erreichte der milliardenschwere Unternehmer Elon Musk den Höhlenkomplex. „Gerade zurück aus Höhle 3“, schrieb der Amerikaner auf Twitter. Er stellt den Rettern ein neu entwickeltes Mini-U-Boot zur Verfügung. Das U-Boot wurde nach Musks Angaben auf den Namen „Wild Boar“ („Wildschwein“) getauft. So heißt auch das thailändische Fußballteam.

Das Hilfsangebot des Unternehmers nahmen die Taucher nicht in Anspruch. Der Leiter der Höhlenrettung, Narongsak Osottanakorn, sagte laut BBC, dass Musk Ausrüstung zwar technisch ausgereift, aber mit der Mission nicht praktikabel sei.

Musk hatte für sein Angebot auch einige Kritik geerntet. Viele warfen ihm vor, Publicity machen zu wollen. Auf Instagram postete der Tech-Milliardär nun auch ein Video, das zeigt, wie sich Helfer entlang von Seilen den Weg durch eine überflutete Höhle bahnen. Am Freitag hatte Musk angekündigt, dass Ingenieure seiner Unternehmen SpaceX und The Boring Company auf dem Weg nach Thailand seien. Dass er selbst mitfliegen würde, verriet er nicht. Seinen Tweet beendete Musk mit den Worten: „Thailand ist so schön.“

Zwölf Jungen im Alter zwischen elf und 16 Jahren und ihr 25-jähriger Coach waren nach einem Trainingsspiel am 23. Juni bei einer Erkundungstour in der Höhle von plötzlichem Starkregen überrascht worden. Seitdem saßen sie im Inneren des Höhlenkomplexes fest. Seit Sonntag liefen auf mehrere Tage verteilte Rettungseinsätze.

  • ap
  • dpa
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