Treibstofflager-Brand Lastwagenfahrer könnte schuld an Großfeuer sein

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Nach fast 60 Stunden war es den Einsatzkräften am Dienstagabend gelungen, den durch mehrere Explosionen ausgelösten Großbrand in Hemel Hempstead zu löschen. In der Nacht zum Mittwoch war ein neues kleineres Feuer in einem der Tanks ausgebrochen. Die Feuerwehr konnte die Flammen jedoch schnell unter Kontrolle bringen. Die Explosionsgefahr sei gebannt, sagte ein Sprecher. Es könne aber bis zu zwei Tage dauern, bis das Feuer komplett ausgebrannt sei. „Würden wir das Feuer löschen, entstünde eine Wolke aus Öldampf. Und wir glauben, dass die Explosion ursprünglich von einer solchen Wolke ausgelöst wurde“, sagte der Sprecher.

Mittlerweile konnten die meisten Menschen aus den umliegenden Ortschaften wieder in ihre Häuser zurückkehren. Auch die meisten Schulen nahmen am Mittwoch ihren Unterricht wieder auf. Bei Tests seien in der Luft keinerlei gesundheitsschädliche Stoffe mehr festgestellt worden, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Dennoch rieten sie den Anwohnern, Türen und Fenster weiter geschlossen zu halten.

Bei dem nach Meinung von Experten größten Industriebrand Europas seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges war wie durch ein Wunder niemand getötet worden. 43 Menschen erlitten zumeist leichte Verletzungen und konnten die Krankenhäuser bis Mittwoch bis auf wenige Ausnahmen wieder verlassen. Der Schaden liegt nach ersten Schätzungen bei umgerechnet mindestens 100 Mill. Euro.

Neben der Rauchwolke kann nach Expertenmeinung auch mit Chemikalien versetztes Löschwasser die Umwelt gefährden, falls es nicht aufgefangen wird und im Boden versickert. Kritisch wäre vor allem die Verwendung von Perfluor-Tensiden (PTF) als Löschzusatz, teilte das Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit (GSF) in Neuherberg bei München mit. Studien deuteten zumindest bei einer PTF-Verbindung auf eine Krebs erregende Wirkung hin. Zudem machten Perfluor-Tenside andere Schadstoffe wie die ebenfalls Krebs erzeugenden Kohlenwasserstoffe löslicher, so dass diese in tiefere Bodenregionen transportiert würden und das Grundwasser gefährdeten.

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