Unesco Klosterjuwel könnte Weltkulturerbe werden

In der Nähe von Höxter könnte bald ein neues Weltkulturerbe stehen: Die Reichsabtei Corvey im Weserbergland steht auf der Liste der von der Unesco nominierten Kandidaten. Das Rennen ist eröffnet.
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Die Abteikirche des Schlosses Corvey bei Höxter (Nordrhein-Westfalen): Am 25. Juni trifft die Unesco ihre Entscheidung. Quelle: dpa

Die Abteikirche des Schlosses Corvey bei Höxter (Nordrhein-Westfalen): Am 25. Juni trifft die Unesco ihre Entscheidung.

(Foto: dpa)

Köln Die ehemalige Reichsabtei Corvey im Weserbergland war eines der bedeutendsten Klöster im mittelalterlichen Frankenreich - knapp 1200 Jahre nach ihrer Gründung könnte die frühere Benediktinerabtei nun zum Unesco-Weltkulturerbe aufsteigen. Denn das Kloster in unmittelbarer Nähe des ostwestfälischen Höxter ist in diesem Jahr als einziges Bauwerk in Deutschland für die Welterbeliste nominiert, über die das zuständige Unesco-Komitee von Sonntag an in Katars Hauptstadt Doha berät.

Insgesamt 40 Kultur- und Naturstätten aus aller Welt bewerben sich diesmal um die begehrte Aufnahme in die Liste, die aktuell 981 Stätten in 160 Ländern umfasst - 38 davon in Deutschland. Erstes deutsches Bauwerk auf der Welterbeliste wurde 1978 der Aachener Dom, dessen Kern die karolingische Pfalzkapelle Karls des Großen bildet. In die Zeit der Karolinger führt auch die Geschichte der Reichsabtei Corvey zurück: Der Bau verfügt über eine imposante Westfassade, das sogenannte Westwerk, die als eines der letzten Beispiele karolingischer Architektur des 9. Jahrhunderts gilt.

Wo die glücklichsten Menschen der Welt leben
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Syrien

Trauriges Schlusslicht des Rankings bleibt Syrien. Weniger als ein Drittel der befragten Syrer gab an, Wohlbefinden (31 Prozent), Lebensgenuss (31 Prozent) oder Interesse (25 Prozent) zu empfinden. Seit Ausbruch des Bürgerkriegs in Syrien im Jahr 2011 ist der Glücksindex des Landes konstant gesunken, von 60 Punkten im Jahr 2011 bis 36 im Jahr 2013.

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Tunesien

2011 stürzten sie bei der Jasminrevolution ihren Machthaber Ben Ali und lösten damit den Arabischen Frühling aus, 2013 gehören sie zu den traurigsten Menschen der Welt: Die Tunesier landen im Glücksranking auf dem 127. Platz, mit einem Glücksindex von nur 56 Punkten.

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Ruanda

Glücklichstes afrikanisches Land darf sich Ruanda nennen. Trotz der vielen Bürgerkriege zwischen den Volksgruppen der Hutu und Tutsi, die das „Land der tausend Hügel“ erschütterten, hat Ruanda einen Glücksindex von 77 Punkten - und ist damit glücklicher als Deutschland.

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Bhutan

Zum ersten Mal wurde 2013 auch Bhutan in das Ranking aufgenommen. Trotz positiver Grundstimmung fällt auf, dass weniger als die Hälfte der bhutanesischen Bevölkerung (47 Prozent) angab, sich von anderen Völkern respektiert zu fühlen. Trotzdem landeten die Bhutanesen im Gesamtranking auf dem 82. Platz. Bezogen auf Ruhe und Wohlbedingen wurde das Land sogar Spitzenreiter (88 Prozent).

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Indonesien

Die Bewohner des größten Inselstaats der Welt gehören zu den glücklichsten Menschen in Asien. Im weltweiten Vergleich landet das Land mit einem Glücksindex von 80 Punkten auf dem zwölften Platz. Ebenfalls 80 Punkte bekamen Thailand und die Philippinen.

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Deutschland

Deutschland liegt, was das Glück der Bevölkerung angeht, eher im Mittelfeld. Mit einem Glücksindex von 74 Punkten landet das Land nur knapp vor Sri Lanka und Vietnam. Traurigstes europäisches Land ist Kroatien, das mit einem Index von 57 im hinteren Drittel des Rankings landet.

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Guatemala

Obwohl Guatemala zu den weltweit gewalttätigsten Ländern gehört, landet es im Glücksranking auf dem dritten Platz. Offenbar stimmt die Mär der herzlichen, lebensfreudigen Latinos. Der ehemalige Direktor der Interamerikanischen Entwicklungsbank, Eduardo Lora, erklärt das so: „Latinos neigen dazu, positive Emotionen zu zeigen und negative zu verdrängen.“

Gegründet wurde Corvey im Jahr 822 von Ludwig dem Frommen auf dem damaligen Gebiet der Sachsen. Ludwigs Vater Karl der Große hatte zuvor in blutigen Feldzügen die Sachsen unterworfen und mit ihrer Christianisierung begonnen. Die Benediktinerabtei an der Weser entwickelte sich in der Folgezeit zu einem der geistigen und religiösen Zentren des Frankenreichs und der christlichen Missionierung bis weit hinauf nach Skandinavien.

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