USA Mann in Washington zündet sich an

Einen Tag nach der tödlichen Amokfahrt einer Frau am Kapitol in Washington hat sich ein Mann am Freitag in der Nähe des US-Kongresses in Brand gesteckt. Der Mann erlitt schwere Verletzungen.
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Ein Polizist vor dem Kapitol. Quelle: ap

Ein Polizist vor dem Kapitol.

(Foto: ap)

WashingtonNachdem eine Frau nach einer Verfolgungsjagd von der Polizei erschossen worden war, hat sich auf der National Mall in Washington ein Mann selbst angezündet. Wie der US-Sender CNN unter Berufung auf Zeugen berichtete, übergoss er sich mit Benzin und steckte sich selbst in Brand. Mehreren Männern sei es gelungen, die Flammen zu ersticken. Der lebensgefährlich Verletzte wurde mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar.

Die Frau hatte nach Medienberichten an Depressionen gelitten. Die 34 Jahre alte Zahnhygienikerin aus dem US-Staat Connecticut habe eine Reihe mentaler Probleme gehabt, berichtete der TV-Sender NBC am Freitag. Sie war am Donnerstag mit ihrem einjährigen Kind auf dem Rücksitz in eine Sicherheitsbarrikade vor dem Weißen Haus gefahren und dann quer durch die Innenstadt in Richtung Kapitol gerast. Dutzende Polizeiautos verfolgten das schwarze Auto.

Nach dem Zusammenstoß mit einem Polizeiwagen wurde die Fahrerin von Polizisten getötet. Dem Kind ging es Medienberichten zufolge gut. Im Internet häuften sich kritische Stimmen über das Vorgehen der Polizei, die die unbewaffnete Mutter nach der Fahrt erschoss.

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  • dpa
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15 Kommentare zu "USA: Mann in Washington zündet sich an"

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  • @Der ewige Spekulant

    Hier (zum Vorfall der von der Polizei getöteten Frau) von Fremann eine Übersicht mit Bildern des praktisch unbeschädigten Autos (und als Vergleich ein Bild eines zertrümmerten Polizeiautos, das die Sperre ebenfalls durchbrochen hat).

    http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2013/10/die-washington-verfolgungsjagd-stinkt.html?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed:+SchallUndRauch+%28Schall+und+Rauch%29

    Interessanterweise "verschwindet" dieser Artikel ziemlich schnell unter "ferner liefen" im HB, obwohl er schon ordentlich Kommentare gesammelt hat (14 bisher).

    Ist wohl ein bischen heiß - die "Elite" hat wohl Angst, daß sich aus einer derartigen Verbrennung so etwas wie in Tunesien entwickeln könnte ("Arabischer Frühling"). Keine Angst, liebes HB (und Nachrichtenagenturen) - der Aufstand in Tunesien aus dem damaligen Anlaß einer Selbstverbrennung war natürlich (Twitter-)organisiert und kein Zufall.

  • Beim Selbstverbrennen muss er aber ganz deutlich den Grund rüberbringen, sonst wird daraus leicht eine gehijackede Farbenrevolution wie in Algerien.

  • Das Polizeiauto ist ja auch in eine der vielen Sperren am Tag der überraschenden Straßensperren gerast die direkt auf ner Art Zebrasterifen lag. Meines wissens wurden die "Beamten" aber weder an noch erschossen oder für verrückt erklärt.

  • Lieber Vicario, Sie haben den Kern meiner Aussage nicht ganz verstanden. Im Vordergrund steht immer der Schutz des eigenen Lebens und der Auftrag, beispielsweise der Schutz einer bestimmten Person oder Personengruppe.
    Sie kennen weder die Beweggründe, noch die Person, die sie angreift. Ist das nur ein Betrunkener, ein Psycho, der sich umbringen lassen will, ein Terrorist, jemand, der sie nur umarmen möchte, . . . Auf jeden Fall ist er eine Bedrohung, die es aufzuhalten gilt. DER EINSATZ DER MITTEL OBLIEGT DEM SICHERHEITSPOSEN!
    Fakt ist jedoch, dass alles läuft so rasend schnell ab, dass man nicht all zu viele Auswahlmöglichkeiten hat. Dann laufen antrainierte Automatismen ab. Es geht leider nicht anders. Vermutlich waren Sie noch nicht in einer lebensbedrohlichen Kampfsituation oder wurden von einem völlig Fremden in der Öffentlichkeit angegriffen? Ich wünsche Ihnen sehr, dass es auch weiterhin so bleibt. Doch wenn es geschieht, glauben Sie mir, ist Ihnen völlig egal, ob Sie dem Gegner die Eier abbeissen, ihm die Augen ausstechen oder das Genick brechen. Sie wollen nur Eines, nicht verletzt werden und überleben. Viel Glück.

  • Zitat : Wenn man also weiß, dass sich die Amerikaner im Kriegszustand befinden

    Sogar im richtigen Krieg verschont man Zivilisten !

    Und in welchem Krieg befinden sich die Amis........gegen das eigene Volk ?

  • Heldentat der dämlichen Bullen: sie haben das Kind ja nicht erwischt !!!!!!

    AktionsNobelpreis wäre für den schiesswütigen Sauhaufen angemessen !

  • Warum schläft der Bläser um diese Zeit nicht ?

    Ach ja, er "BLÄST" !

  • Aus der Ferne ist es sehr schwer nachvollziehbar, was tatsächlich abgelaufen ist. Wer einmal im Sicherheitsgewerbe tätig war, betrachtet die Sache aus einem anderen Blickwinkel als der Pazifist auf dem heimischen Sofa. Wenn eine Sicherheitsabsperrung durchbrochen wird, heisst das Alarmstufe "ROT". Der vermeintliche Angreifer ist mit Rücksicht auf das eigene Leben und die eigenen Gesundheit schnellstmöglich kampfunfähig zu machen. Der Einsatz der Mittel obliegt immer dem Sicherheitsposten.
    Wenn man also weiß, dass sich die Amerikaner im Kriegszustand befinden und die innere Lage höchst angespannt ist, von Terrorphobien einmal abgesehen, dann solte man alles unterlassen, was die Nervosität des Sicherheitspersonals erhöht und letztendlich zur Eskalation treibt. Wer dem zuwiderhandelt, kann auch gleich Selbstmord begehen. Für das Opfer ist es höchst bedauerlich, doch was wäre, wenn . . . erinnert sei an Boston.
    Ich war selbst Personenschützer unter scharfen Waffen und mir blieben ähnliche Situationen erspart. Trotz allem befand auch ich mich einige Male in kritischen Situationen und zog den Gebrauch der Schußwaffe in Erwägung.
    Solange man das eigene Leben und das derjenigen , die man beschützen soll bedroht sieht, muss man einkalkulieren, dass der vermeintliche Angreifer sein Leben verlieren kann. Das ist eine schwierige Gratwanderung. Die Tatsache, dass heutzutage nahezu jeder Viertkläßler mit einer Pumpgun durch die Gegend rennen kann, macht das Ganze nicht gerade einfacher und führt immer auch wieder zu übereiltem Schußwaffengebrauch. Dahinter steckt neben dem Schutzauftrag vor allem auch die Angst um das eigene Leben. Im Nachhinein ist man immer schlauer. Und selbst dann , wenn man dem Angreifer nur alle Knochen gebrochen hat, so hat man doch einem anderen einen gesundheitlichen Schaden zugefügt. Es gibt auch Sicherheitskräfte mit Moral. Das darf man bei alledem nicht vergessen.

  • Irgendwie stimmt das zwar, aber es ist ein Armutszeugnis für einen Staat, der alles zusammenballert, was ihm nicht passt.

    Milliarden für Waffensysteme, aber nicht im Stande, einen PKW aufzuhalten, ohne den Fahrer zu erschiessen. Das kann man nur genauso verurteilen, wie den Abschluß des nackten Störers im Berliner Neptunbrunnen.

    Die Bilder zeigen sehr deutlich, dass ein nahezu unbeschädigter Infinity von Polizisten mit Faustfeuerwaffen beschossen wird. Ein Fahrzeug,mit dem ernsthaft eine Blockade attackiert wurde, sieht definitiv anders aus! Die Sicherheitsbehörden haben hier schlicht bewiesen, dass Washington eine Kriegszone ist und hier Zustände herrschen, wie im übelsten Polizeistaat.

  • "Wo gibt es solche Autos zu kaufen."

    In Hollywood-Filmen kommen solche speziellen Fahrzeuge zum Einsatz. Dort wird auch zuerst geschossen, bevor jemand nachschaut was los ist.

    Gerüchten zufolge soll einigen Polizisten bekannt gewesen sein, dass im Auto eine junge Frau und ein kleines Kind sitzen. Allerdings konnten diese Polizisten - sie hatten die Frau umstellt, aber die konnte aus der Blockade ausbrechen - diese Information nicht weiter geben, weil sie kein Funkgerät hatten - ob nun wegen Sparmaßnahmen oder wegen eigener Blödheit!

    ABER: Jetzt sind alle beteiligten Polizisten mächtig stolz auf sich. Denn sie konnten eine vermeintliche Sexbombe in letzter Sekunde entschärfen.

    Auch das Kind hätte in den Windeln eine Atombombe versteckt haben können.

    Ach so und ja. Das was bei dem Kind unten rauskommt, das haben einige beteiligte Polizisten in der Birne.
    Sogar die Proportionen stimmen - 300-600 Gramm.

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