USA Streit um Schwulen-Ehe erfasst Fast-Food-Kette

Der Unternehmer Dan Cathy sagt, er habe seine Brathähnchen-Kette an der „biblischen Definition der Familie ausgerichtet“. Gegner der Homo-Ehe klatschen Applaus, Befürworter protestieren - in den Läden der Kette.
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Plakat einer Befürworterin der Schwulen-Ehe: „Hey Chick-fil-A, Hass ist kein Familienwert.“ Quelle: AFP

Plakat einer Befürworterin der Schwulen-Ehe: „Hey Chick-fil-A, Hass ist kein Familienwert.“

(Foto: AFP)

WashingtonEine Hähnchenbrater-Kette in den USA ist in den Mittelpunkt eines bizarren Streits um die Homo-Ehe gerückt. Die Fastfood-Kette erlebte am Mittwoch (Ortszeit) einen enormen Ansturm von Gegnern und Befürwortern der Schwulenehe, nachdem ihr Präsident eine Kontroverse zu dem Thema ausgelöst hatte.

In vielen Städten bildeten sich lange Schlangen vor den Filialen von „Chick-fil-A“, einem Restaurantunternehmen, das sich auf Hähnchen spezialisiert hat. Tausende waren gekommen, um dem Chef Dan Cathy mit ihrer Essenbestellung symbolisch zu unterstützen, nachdem er jüngst offen gegen die Ehe gleichgeschlechtlicher Partner gewettert hatte. Politiker und Prominente kritisierten ihn heftig dafür.

Zugleich demonstrierten Befürworter der gleichgeschlechtlichen Ehe vor vielen der rund 1600 Restaurants, die vor allem im Süden des USA beheimatet sind. Seine Firma sei schon immer nach „der biblischen Definition der Familie“ ausgerichtet gewesen, hatte Cathy einer christlichen Nachrichtenagentur gesagt.

Später hatte er in einem Interview ergänzt: „Ich glaube, dass wir Gott dazu einladen, über uns zu richten, wenn wir unsere Faust ihm gegenüber schütteln und sagen ,Wir wissen besser als du, was eine Ehe ausmacht'.“

Debatte der Politik überlassen
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