Weitere Ermittlungen nach Tornadoabsturz Ursachen für Tornado-Absturz weiter unklar

Am Donnerstag gehen die Ermittlungen an der Absturzstelle mit Hochdruck weiter. Die Ermittler von Polizei und Bundeswehr hoffen auf weitere Erkenntnisse durch den geborgenen Flugschreiber. Möglicherweise wird sich erst mit Hilfe der dort aufgezeichneten Daten endgültig klären, ob menschliches Versagen, ein technischer Defekt oder Fremdverschulden das Unglück auslöste.

HB BERLIN. Die Suche Nach den Ursachen für den Tornado-Absturz am Mittwoch werden nun intensiviert. Am Donnerstag wurde der Flugschreiber geborgen, der weiteren Aufschluss über Ablauf und Grund für das Unglück geben soll. Bisher ist nicht klar, ob menschliches Versagen oder ein technischer Defekt den Zusammenprall der beiden Bundeswehr-Jets auslöste.

Ein Untersuchungsteam der Generalflugsicherheit der Bundeswehr machte sich auf den Weg nach Garding, um die Untersuchungen in dem großräumig abgesperrten Gebiet mit Hochdruck fortzusetzen. Dabei werde auch geprüft, ob möglicherweise ein Fremdverschulden als Ursache in Frage komme, erklärte ein Polizeisprecher der Kriminalpolizei in Flensburg. Denn die Piloten beider Jets galten als sehr erfahren.

Die Auswertung der vom Flugschreiber aufgezeichneten Daten werde allerdings noch Tage dauern, sagte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums am Donnerstag in Berlin.

Die beiden Tornados, die nach Angaben der Luftwaffe in Berlin zum Aufklärungsgeschwader 51 „Immelmann“ in Jagel (Kreis Schleswig- Flensburg) gehörten, waren am Mittwoch über der nordfriesischen Halbinsel Eiderstedt verunglückt.

Die beiden Maschinen befanden sich zum Zeitpunkt des Unglücks als so genannte Sichtflieger auf einem Formationsflug in zeitweilig gesperrtem Luftraum. Die Deutsche Flugsicherung gibt an, dass die beiden Maschinen gegen 10.15 Uhr zusammenstießen, als sie in 5000 m Höhe eine Kurve flogen.

In der Nähe der Orschaft Garding stürzten die beiden Flugzeuge ab. Die Besatzung einer Maschine, die jeweils aus einem Waffensystemoffizier und einem Piloten bestand, kamen bei dem Zusammenstoß ums Leben. Die Leichen konnten bereits geborgen werden. Die beiden Insassen des anderen Jets konnten sich hingegen rechtzeitig mit dem Fallschirm retten und wurden verletzt in umliegende Krankhenhäuser eingeliefert. Nach Angaben der Ermittler gibt es zwei Hauptabsturzstellen, an denen die Wracks schließlich niedergingen.

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