Zweite Landebahn Flughafen Leipzig Halle wird zum Fracht-Drehkreuz

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Leipzig/Halle dagegen ist der Teil geblieben, der für ein Logistik-und Frachtdrehkreuz unverzichtbar ist: Frachtmaschinen können rund um die Uhr auf beiden Bahnen starten und landen. „Das ist das Wichtigste“, sagt IHK-Präsident Topf. Und DHL-Projektleiter Michael Reinboth ergänzt: „Damit ist die volle Funktionalität des Drehkreuzes sichergestellt. Wir begrüßen die Entscheidung sehr.“ Auch Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) war die Erleichterung deutlich anzumerken, wenngleich er das Verbot für die nächtlichen Passagierflüge als „bedauerlich“ bezeichnete.

Angesichts einer Arbeitslosenquote von 14,2 in Sachsen und etwa 16 Prozent in Leipzig ist die Rechnung jedoch einfach: DHL will 3 500 Arbeitsplätze bis 2012 schaffen, weitere 7 000 sollen im Umfeld entstehen. Rund 300 Millionen Euro investiert die Posttochter für ihren neuen europäischen Hauptumschlagplatz. In wenigen Tagen soll der Testbetrieb starten und Mitte 2008 die Arbeit offiziell beginnen. Statt Brüssel wird Leipzig/Halle dann neben Hongkong und Wilmington (USA) eines von drei zentralen Drehkreuzen für Luftfracht sein.

Reinhardt Jünemann, Gründer des Fraunhofer Instituts für Materialfluss und Logistik, sieht die Chance für rund 100 000 Jobs bis 2015. „Das Potenzial ist vorhanden“, führt er in einer Studie aus und verweist auf die gute Schienen- und Straßeninfrastruktur rund um das Schkeuditzer Kreuz unmittelbar am Flughafen. „Außerdem hat die EU-Osterweiterung Mitteldeutschland ins Zentrum des europäischen Wirtschaftsraums gerückt“, führt Jünemann aus.

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