Das Ende des ARD-Flops Thomas Gottschalk sagt zum Abschied „Ciaociao“

Thomas Gottschalk plauderte sich auch in seiner letzten „Gottschalk live“-Show flott und nett durch ein recht absurdes Inhalte-Pensum. Auch wenn es am Ende des ARD-Flops karitativ statt prominent-boulevardig zuging: Gut, dass endlich Schluss ist.
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Moderator Thomas Gottschalk hat seine letzte Ausgabe von „Gottschalk Live“ präsentiert. Quelle: dpa

Moderator Thomas Gottschalk hat seine letzte Ausgabe von „Gottschalk Live“ präsentiert.

(Foto: dpa)

Jugendlich im Jeansanzug, aber ziemlich abgespannt im Gesicht - so saß Thomas Gottschalk am frühen Mittwochabend noch einmal vor immer wieder euphorisiert applaudierendem Publikum. Und für einen Moment schien es, als würde der Titelstar der gescheiterten ARD-Show „Gottschalk live“ im eng angefüllten Studio in eigener Sache ausholen.

Wie im Märchen, in dem es ja heißt: „Als er seine letzte Stunde kommen fühlte...“, so fühle er sich, sagte er - zumindest ein gewaltiger Kontrast zu den längst tragikomisch anmutenden Werbesprüchen zum Showstart à la „Er ist in der ganzen Welt zu Hause. Er hat einfach alles gemacht...'Fast', sagt Thomas Gottschalk, 'denn das war alles nur Warm-Up. Jetzt geht's erst richtig los'“. 

Doch dass die letzte Ausgabe der vom öffentlich-rechtlichen WDR und der Bertelsmann-Firma Grundy Light Entertainment herstellten Show im Juni vor der Fußball-EM gesendet werden würde, das hatte die ARD schon im April beschlossen. Es ist längst überall kommentiert worden, auch von Gottschalk selbst. Er legte also einen heiteren Gag nach („Ich bin einer der wenigen Moderatoren, die es geschafft haben, sich zweimal in einem halben Jahr von seinem Publikum zu verabschieden“), und begann dann mit dem, was er seit Januar montags bis donnerstags immer gemacht hat: das absurd angefüllte Pensum seiner aktuellen Sendung durchzuhecheln. 

Seit Anfang Mai besteht das Programm nicht mehr darin, mit möglichst prominenten Gästen zu plaudern und dazu irgendwas mit Internet anzustellen, sondern im diametralen Gegenteil darin, unprominente Menschen vorzustellen, die karitative Projekte verfolgen und dafür Geld gebrauchen können. Solches Geld verteilte „Gottschalk live“ unter dem Titel „66 Träume“. Ein paar Projekte wurden im Schnelldurchlauf vorgestellt. 

Ein behinderter Schauspieler bekam eine kleine Rolle in einer ARD-Vorabendserie und freute sich, ein Verein, in dem nichtbehinderte und behinderte Menschen gemeinsam trommeln, bekam einen Wunsch erfüllt und freute sich. Viel Freude, Jubel und Dank war in schnell geschnittenen, aufwändig produzierten und mit Radiohits unterlegten Einspielfilmchen zu sehen und zu hören. 

Doch noch eine Prominente
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2 Kommentare zu "Das Ende des ARD-Flops: Thomas Gottschalk sagt zum Abschied „Ciaociao“"

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  • Die ARD reagiert. Wie die ARD in einer Pressemitteilung bekannt gab, soll der gescheiterte Gottschalk Talk durch eine neue Serie ersetzt werden. "Hertha vor Gericht - ein Verein klagt an", so der Sender, sei ein völlig neuartiges zielgruppenübergreifendes Konzept der Vorabendunterhaltung. Der Sportdirektor des Hauptstadtvereins, Michael Preetz, war kürzlich eingeladen, um seine Ideen für neue Klagen gegen den DFB vorzustellen. Wie ein Sprecher der ARD mitteilte, zeigten sich die anwesenden Programmdirektoren beeindruckt. Insider berichten, dass Preetz insbesondere mit Themen wie 'Unabsteigbarkeitsgarantie', 'Zwei-Tore-Vorsprung für alle Pflichtspiele' sowie 'Diplomatenstatus für Hertha-Profis' überzeugen konnte. Die Sendung soll bereits nach der EM ausgestrahlt werden. Für die Moderation des anspruchsvollen Formats konnte das einstige Schlachtschiff der deutschen Fernsehunterhaltung… Eigentlich gar nicht lustig, oder?

  • Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei.

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