Disco-Ikone Gloria Gaynor groovt in Hamburg

Glitzer, Gospel, Gloria: Mit Welthits und Gospelsongs heizte Gloria Gaynor ihren Fans in Hamburg ordentlich ein. Auch wenn die Disco-Queen älter geworden ist - ihre Stimme bleibt unverändert gewaltig.
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Die US-Sängerin Gloria Gaynor wurde 1978 mit ihrem Hit „I will survive“ weltberühmt. Quelle: dpa
Gloria Gaynor

Die US-Sängerin Gloria Gaynor wurde 1978 mit ihrem Hit „I will survive“ weltberühmt.

(Foto: dpa)

HamburgWürdevoll mit Glitzerrobe und im Disco-Stil: Das kann nicht jeder – Gloria Gaynor aber beherrscht diese Kombination in Perfektion. Bei ihrem Konzert am Sonntag versetzte die Disco-Ikone das anfänglich etwas kühle Hamburger Publikum in der Barclaycard-Arena in Groove-Laune.

Die große Veranstaltungshalle war mit 3500 Gästen nicht übermäßig gut gefüllt, der Innenraum bestuhlt – nicht die besten Voraussetzungen für Partystimmung im Stil Gaynors. Auch Vorgruppe „Alphaville“ gelang es zunächst nicht, die Stimmung anzuheizen. Obwohl Frontsänger Marian Gold in weißem Sakko, mit Disco-Kugel und Lichtshow alles daran setzte, die 80er-Jahre wieder aufleben zu lassen, erzielte selbst Welthit „Forever Young“ nur verhaltene Publikumsreaktionen.

Das änderte sich schlagartig, als nach kurzer Unterbrechung alte Videoaufnahmen von Gloria Gaynor über die Bildschirme flackerten. Kurz darauf schritt die Disco-Queen selbst unter lautem Jubel und begleitet von Posaune, Saxofon und Trompete auf die Bühne. Mit „Goin' Out of My Head“ verwandelte sie das zurückhaltende Publikum in eine wogende Partymenge.

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Spätestens bei der ersten Ansage jedoch fiel auf, dass der 67-Jährigen der Auftritt einiges abverlangt haben muss. Mit etwas schwerem Atem und leicht gebücktem Rücken erzählte sie den Fans von ihrer jüngst aufgenommenen Gospelplatte. Den Eindruck machte die Frau in pinkglitzernder Robe aber sofort wieder wett, als sie mit kraftvoller Stimme einen ihrer neuen Songs vorstellte. Die Fans waren von der gefühlvollen Gospelsängerin Gloria ebenso angetan wie von Disco-Gaynor.

Zweimal verschwand der Star während der Show – und machte die Bühne kurzfristig für ihre versierten Bandmitglieder frei. Posaunist Jonathan Arons unterhielt das Publikum bei einer Cover-Version von Pharrell Williams' „Happy“ mit akrobatischen Tanzeinlagen und nach einer Interpretation von Beyoncés „Crazy in Love“ gab es groovige Soli der anderen Bandmitglieder – das war weit mehr als bloße Pausenüberbrückung.

Die Technik allerdings spielte am Sonntagabend nicht immer mit – mehrmals quietschten Mikros oder waren zu leise eingestellt. Das Publikum zeigte sich davon ungestört – als gegen Ende „I Will Survive“ zweimal in verschiedenen Versionen durch die Halle schallte, war die 80er-Jahre-Nostalgie perfekt.

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