Fotografie Denkmal für den Konsumenten

Rudolf Holtappel betrachtete das Warenhaus als eine Bühne des Lebens. Mit liebevollem Blick porträtierte er Menschen, die vor den Vitrinen stehen, in Körben mit Sonderangeboten wühlen, die vergleichen, prüfen und abwägen. Als Auftragsfotograf reiste er durch die Kaufhäuser der Republik. Heute begeistert er mit seinen Bildern Museumsbesucher und Sammler.
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Karsten Fricke: Rudolf Holtappel im Museum Wiesbaden, 2011. (Ausschnitt) Quelle: Karsten Fricke, Rudolf Holtappel

Karsten Fricke: Rudolf Holtappel im Museum Wiesbaden, 2011. (Ausschnitt)

(Foto: Karsten Fricke, Rudolf Holtappel)

WiesbadenDie Grenze zwischen angewandter und künstlerischer Fotografie ist zerfasert und bisweilen alles andere als deutlich erkennbar. Oft verschieben sich auch die Wahrnehmungen, wie etwa im Fall des Oberhausener Fotografen Rudolf Holtappel, der 1950 seine Meisterprüfung in Düsseldorf machte, nachdem er ein zusätzliches Studiensemester an der Staatslehranstalt für Lichtbildwesen in München eingelegt hatte.

Bekannt ist Holtappel für seine Bilder aus dem Revier. Sie gelten heute als Klassiker und sind inzwischen auch auf deutschen Auktionen präsent: Arbeiten eines Fotografen, der lange Jahre als Theaterfotograf bei den Städtischen Bühnen Oberhausen arbeitete, für die Unternehmen Thyssen und Henkel – und seit Mitte der sechziger Jahre auch als Kaufhaus-Fotograf bei Karstadt. Schon 1976 wurde Holtappel beim Handelsblatt-Wettbewerb „Das andere Wirtschaftsfoto“ für seine Fotoarbeiten ausgezeichnet.

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