Hape Kerkeling wird 50 Der Mann, der Beatrix war

Er habe „den Soundtrack zur Bundesrepublik Deutschland geschrieben“, sagte Hape Kerkeling zum 80. von Udo Jürgens. Und Kerkeling selbst, der heute 50 wird? Der hat die Republik zum Lachen und Nachdenken gebracht.
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Hape Kerkeling
Hape Kerkeling wird 50
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Verkleidet als Königin Beatrix der Niederlande posierte der deutsche Komiker und Showmaster Hape Kerkeling am 1991 vor Schloss Bellevue in Berlin. Am Dienstag feiert Kerkeling seinen 50. Geburtstag.

Vor 20 Jahren: Rosas großes Skandal-Outing
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Die Entertainer Hape Kerkeling (links) und Alfred Biolek wurden vor mehr als 20 Jahren von Rosa von Praunheim als homosexuell geoutet - ein Skandal der deutschen Gesellschafts- und TV-Geschichte.

Vor 20 Jahren: Rosas großes Skandal-Outing
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Regisseur Rosa von Praunheim outete die beiden in der RTL-Show „Explosiv - Der heiße Stuhl".

Hape Kerkeling
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“Sensiblere Naturen als ich hätten sich in einer Kurzschlusshandlung womöglich mit dem Fön in die Badewanne gelegt“, sagte Kerkeling nach seinem ungewollten Outing.

Hape Kerkeling wird 50
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Den Job als Moderator für das bekannteste deutsche Fernsehformat lehnte Hape Kerkeling zwei Mal ab.

BerlinWenige Worte reichen und unvergessliche TV-Momente mit Hape Kerkeling tauchen bei fast jedem in Deutschland im Kopf auf. „Lecker Mittagessen“ zum Beispiel - mit holländischem Akzent von ihm als vermeintliche Königin Beatrix am Schloss Bellevue gesagt.

Oder „Hurz“ - ausgerufen von ihm als angeblicher Neue-Musik-Sänger aus Polen. Oder „Schätzelein“ - gegrunzt von ihm als Zeitungsjournalist Horst Schlämmer. Millionen haben auch Kerkelings Jakobsweg-Bestseller „Ich bin dann mal weg“ gelesen oder vertiefen sich zurzeit in seine Autobiografie „Der Junge muss an die frische Luft“.

Der Komiker Hape Kerkeling gehört zu Deutschland wie Heino, Thomas Gottschalk, Herbert Grönemeyer, Angela Merkel oder die Altkanzler Helmut Schmidt oder Kohl. Er scheint eine Institution geworden zu sein. An diesem Dienstag wird er 50.

Mit der Showbühne soll jetzt Schluss sein. Das hat er mehrmals betont. „Ich habe viele Pläne, aber nichts Konkretes in der Pipeline“, sagte Kerkeling im „Hörzu“-Interview vor kurzem. „Keinen Film, keinen Bühnenauftritt. Jetzt mache ich wirklich erst mal gar nichts. Irgendwann setze ich mich wieder an den Schreibtisch.“

Er freue sich sehr auf den runden Geburtstag, weil er „ganz glücklich“ auf 30 Jahre Bühnenkarriere zurückblicken könne. Rund um das eigentliche Geburtsdatum wollte Kerkeling demnach verreisen. „Zwei, drei Wochen irgendwohin, wo es warm ist.“

Er mache sich nicht rar, um begehrter zu sein, sagte Kerkeling. „Ich mache mich rar, weil ich mich rarmachen will.“ Im Frühling brachte er das Schlageralbum „Ich lasse mir das Singen nicht verbieten“ heraus, die Erfüllung eines Kindheitstraumes. 2014 war für ihn ein Jahr voller Nostalgie: Anfang Oktober erschienen seine Memoiren, in denen er viel aus seiner Kindheit im Ruhrgebiet erzählt, von seinen prägenden Omas, der bunten Verwandtschaft, lieben Schulfreunden, aber auch bewegenden Begegnungen als Erwachsener, etwa mit dem Dalai Lama.

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