Nach Todesmeldung Vielseitigkeit Dirk Bachs bleibt in Erinnerung

Als Moderator beim RTL-„Dschungelcamp“ hatte Komiker Dirk Bach zuletzt Millionen von Zuschauern, doch sein Gesamtwerk war vielseitig. Am Montag wurde der 51-Jährige tot in seiner Berliner Wohnung gefunden.
Update: 01.10.2012 - 20:50 Uhr 13 Kommentare

Trauer um Dirk Bach

BerlinDer Schauspieler und Fernsehmoderator Dirk Bach ist überraschend mit 51 Jahren in Berlin gestorben. Der Entertainer hätte dort am Samstag als Hauptdarsteller in dem Stück „Der kleine König Dezember“ Premiere feiern sollen. Einem Millionenpublikum wurde der kugelrunde Komiker mit der RTL-Dschungelshow „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“ bekannt. Mit Tropenhelm und schreiend bunten Hemden fiel er dort an der Seite von Sonja Zietlow in sechs Staffeln mit bissigen Kommentaren über die Promis im australischen Dschungel auf.

„Dem Schlosspark Theater obliegt die traurige Pflicht, Ihnen mitzuteilen, dass Dirk Bach für uns völlig unerwartet heute verstorben ist. Wir haben Dirk Bach als lebenslustigen und sehr liebenswerten Kollegen kennengelernt, um so mehr schmerzt der Verlust“, teilten der Intendant Dieter Hallervorden, der Regisseur Lorenz Christian Köhler und die Theaterleitung am Montag in Berlin mit. Die Todesursache blieb zunächst unklar.

Ein Polizeisprecher sagte, ein 51-Jähriger sei gegen 17 Uhr tot in einer Wohnung in Berlin-Lichterfelde gefunden worden. Den Namen aber wollte er nicht nennen. Hinweise auf Fremdverschulden gebe es nicht.

„Wir sind zutiefst schockiert, bestürzt und fassungslos“, sagte Markus Küttner, der Chef bei RTL für Comedy-Formate. Bei dem Kölner Privatsender hatte Bach mit dem Dschungelcamp großen Erfolg. Doch die Lästershow mit B-Promis war bei weitem nicht sein einziges Standbein.

So spielte der schwergewichtige Entertainer auch leidenschaftlich Theater, etwa zuletzt beim Musical „Kein Pardon!“ in Düsseldorf, das auf dem gleichnamigen Film des Komikers Hape Kerkeling beruhte. Bach mimte dort den TV-Unterhalter Heinz Wäscher. Bach war in den vergangenen Jahren auch bei den Nibelungen-Festspielen in Worms zu sehen.

Im Fernsehen hatte der kugelrunde Kölner, der eng mit Hella von Sinnen befreundet war, Erfolg mit der ZDF-Sitcom „Lukas“ (1996-2001) oder der „Dirk-Bach-Show“ bei RTL (1992-1994). Als Zauberer Pepe begeisterte er kleine Zuschauer im Kinderklassiker „Sesamstraße“ zwischen 2000 und 2007. Er wirkte auch in TV-Formaten wie „Schillerstraße“ (Sat.1) oder „Frei Schnauze“ (RTL) mit.

Ein vielseitiger Künstler
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13 Kommentare zu "Nach Todesmeldung: Vielseitigkeit Dirk Bachs bleibt in Erinnerung"

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  • @kenilej: Du bist ja ganz ein mutiger: Unter Pseudonym einen Toten beleidigen, wow! Geh doch mal zu Hella von Sinnen in die Show, sie wird dich in der Luft zerreißen, du Held!

  • @Kenilej Dann können Sie sicherlich erläutern, was ein "normaler Mensch" ist. Meines Erachtens ist doch jeder Mensch ein Individium, welcher sich von anderen unterscheidet. Ihre Äußerung hört sich eher nach einer EU-Verordnung an, die entsprechende Normen vorgibt. Übrigens, Normal ist langweilig und uninteressant.

  • Find es auch Schade das er so plötzlich gestorben ist.
    Wenn es das Herz war, zeigt es einmal mehr, wie die Schauspieler unter Strom stehen. Permanente Adrenalinschübe sind auf Dauer einfach Gift.
    Meine Kinder werden ihn auch vermissen, denn gerade im Kinderfernsehen war er ein echt sympatischer "Onkel".

    @kenilej: ist ihn schon mal aufgefallen das die krativsten Köpfe meist aus ihrer sicht"gesellschaftsunkonform" waren oder sind und das ist auch gut so.

    Jeder normale Mensch ist so humanistisch das er betroffen ist, weil es diesen netten kleinen Mann nicht mehr gibt. Was wenn es sie träfe? Ob man sich dann im positiven an Sie erinnert?

  • Schade für Bach und herzliches Beileid an die Familie. Und trotzdem verstehe ich nicht warum man so viel Wind um eine Person macht. (Eilmeldungen in alles Medien)

    Der Fokus sollte ehr bei den vielen tausenden liegen, die jeden Tag sterben. Und dessen sterben wir beeinflussen können.

  • Ein überflüssiger Kommentar an dieser Stelle, den es sich lohnt zu löschen.
    Die Todesursache ist letzlich irrelevant.

  • @kenilej
    sie müssen christ sein, oder nazi. nur weil jemand anders denkt, heißt das nicht, dass er abnormal ist. vielleicht ist das in ihrer kleinen welt noch nicht angekommen. aber ich drück ihnen die daumen, dass ihr herr oder führer ihnen etwas hirn schenkt. ich denke mal, in ihrem umfeld wird's auch homosexuelle geben. nur traut sich's da keiner zu sagen. hey, jetzt hab ich's sie sind fussballspieler in der bundesliga...

  • +++ Beitrag von der Redaktion editiert +++

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  • @Kenilej: leider zahlen die mit den wirklich "abnormalen Neigungen" nicht mit ihrem Leben. Wenn dem so wäre, würde dieser Planet um viele Millionen Menschen leerer sein, und der "normale" Rest der Bevölkerung hat kein Problem mit Schwulen und Lesben. Wie schon so oft erwähnt: "willkommen im Tal der Ahnungslosen und Bildungsabstinenzler:der Letzte macht das Licht aus...Gute Nacht Deutschland!."

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  • Ruhe in frieden.

    Ich fande ihn witzig. Auch wenn Dschungelcamp nicht mein fall ist. Aber er hat ja viel mehr gemacht als Dschungelcamp.

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