Toter Popstar Prince Gericht stoppt Veröffentlichung neuer Songs

Es sollte ein Trost sein für Prince-Fans: Ein Jahr nach dem Tod der Pop-Ikone wollte dessen ehemaliger Produzent bislang unveröffentlichte Songs auf den Markt bringen. Doch daraus wird offenbar nichts.
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Die geplante Veröffentlichung neuer Songs am Todestag des Popstars ist gerichtlich gestoppt worden. Quelle: dpa
Prince

Die geplante Veröffentlichung neuer Songs am Todestag des Popstars ist gerichtlich gestoppt worden.

(Foto: dpa)

MinneapolisDie geplante Veröffentlichung von bisher unveröffentlichten Songs des verstorbenen Popstars Prince ist gerichtlich gestoppt worden. Wie das US-Promiportal „TMZ.com“ unter Berufung auf Gerichtsdokumente am Mittwochabend berichtete, erließ ein US-Bundesrichter auf Antrag des Nachlassverwalters eine einstweilige Verfügung, wonach das Kurzalbum mit dem Titel „Deliverance“ (etwa „Erlösung“ oder „Befreiung“) nicht wie geplant am Freitag auf den Markt gebracht werden darf.

Der Produzent George Ian Boxill wollte am ersten Todestag des Künstlers sechs neue Songs veröffentlichen. Das Gericht allerdings stellte fest, Boxill habe augenscheinlich nicht das Recht dazu. Der Richter bezog sich nach dem Bericht auf eine Vertraulichkeitsvereinbarung, die der Produzent unterschrieb, als er vor mehr als zehn Jahren mit Prince zusammenarbeitete.

Die fraglichen Songs sind zwischen 2006 und 2008 entstanden. Damals arbeitete die Pop-Ikone ohne Plattenlabel. Die neue EP (EP steht für Extended Play) sollte bei dem kanadischen Musiklabel RMA erscheinen. „Prince sagte mir einmal, dass er nachts im Bett ständig darüber nachdenkt, wie er seine Musik an den großen Labels vorbei direkt an die Öffentlichkeit bringen könne“, so Boxill in einer Pressemitteilung. Die Songs bei einem unabhängigen Label zu veröffentlichen, hätte Prince wohl gutgeheißen, mutmaßte Boxill. „Ich hoffe, dass es den Menschen Trost spenden wird, wenn sie Prince diese Songs singen hören“, so Boxill weiter.

Diese Stars verdienen auch nach ihrem Tod noch Millionen
Platz 13: Elizabeth Taylor
1 von 13

Verdienst pro Jahr: 8 Millionen US-Dollar

Die Schauspielerin Elizabeth Rosemond Taylor wurde am 27. Februar 1932 in London geboren und floh mit ihrer Familie aufgrund des Zweiten Weltkriegs nach Kalifornien. Sie wurde während ihrer Filmkarriere mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter zweimal mit dem Oscar. Sie war insgesamt achtmal verheiratet und hat drei leibliche Kinder und eine Adoptivtochter. Im Jahr 2000 wurde Taylor von Königin Elisabeth II. in den Adelsstand erhoben. Sie starb am 23. März 2011 in Los Angeles an einem Herzleiden. Ihre Einnahmen generieren sich überwiegend aus Filmlizenzen.

Platz 12: Steve McQueen
2 von 13

Verdienst pro Jahr: 9 Millionen US-Dollar

Schauspieler und Rennfahrer Steven Terrence McQueen wuchs bei seinem Onkel in Missouri und später bei seiner Mutter in Indianapolis und Los Angeles auf. Nach einer schweren Kindheit gelang McQueen der schauspielerische Durchbruch mit dem Film „Cincinnati Kid“. Neben seiner Filmkarriere fuhr er leidenschaftlich Motorrad- und Autorennen, unter anderem war er mehrmals Teilnehmer am 12-Stunden-Rennen von Sebring. McQueen starb am 7. November 1980 in Ciudad Juarez (Mexiko) an einem Herzinfarkt. Zuvor war bei ihm eine Krebserkrankung festgestellt worden.

Platz 11: David Bowie
3 von 13

Verdienst pro Jahr: 10,5 Millionen US-Dollar

David Robert Jones, wie Bowie bürgerlich hieß, wurde 1947 in London geboren. Bereits als Kind begeisterte er sich für Musik und brachte mit 20 Jahren sein Debütalbum heraus. Mit dem Album „The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars“ gelang ihm der internationale Durchbruch. Danach folgten zahlreiche weltbekannte Hits. Auch als Schauspieler war Bowie aktiv, unter anderem in dem Film „The Man Who Fell to Earth.“ Bowie war zweimal verheiratet und hatte zwei Kinder. Er starb am 10. Januar 2016 an Leberkrebs.

Platz 10: Bettie Page
4 von 13

Verdienst pro Jahr: 11 Millionen US-Dollar

Aktmodell Betty Page war in den 1950-er Jahren eine der meistfotografierten Frauen. Als Pin-up-Girl und Fotomodell verdiente sie Millionen und galt als eine der Hauptfiguren der sexuellen Revolution. Sie war Inspiration für diverse Filmproduktionen und Comicfiguren. Nach ihrer aktiven Karriere wandte sich Page dem christlichen Glauben zu und war Mitglied einer Baptistengemeinde. Sie starb am 11. Dezember 2008 im Alter von 85 Jahren an den Folgen eines Herzinfarktes in Los Angeles.

Platz 9: Albert Einstein
5 von 13

Verdienst pro Jahr: 11,5 Millionen US-Dollar

Der im Jahr 1879 in Ulm geborene Physiker Albert Einstein ist vor allem wegen seiner Relativitätstheorie weltbekannt. Er lieferte bahnbrechende Erkenntnisse im Bereich der theoretischen Physik und wird als einer der bedeutendsten Physiker der Welt angesehen. Im Jahr 1921 erhielt er den Nobelpreis in Physik. Einstein war mit seiner Frau Mileva verheiratet und hatte zwei Kinder. Er starb am 18. April 1955 an einem geplatzten Aneurysma in Princeton.

Platz 8: John Lennon
6 von 13

Verdienst pro Jahr: 12 Millionen US-Dollar

Der britische Sänger John Lennon wuchs in Liverpool auf. Mit der Band „The Beatles“ wurde er weltberühmt. Er war zweimal verheiratet, zuletzt seit 1969 mit der japanischen Künstlerin Yoko Ono. Lennon hatte zwei Kinder. Zusammen mit Yoko Ono betätigte er sich neben seiner Künstlerlaufbahn auch als Friedensaktivist. Lennon wurde am 8. Dezember 1980 vor einem Hotel in New York erschossen. Seine Einnahmen generieren sich vor allem durch Lizenzen seiner Songs. Eigentlich wären diese Lizenzen 2010 ausgelaufen, da das letzte Studioalbum vor 30 Jahren erschien. Doch die EU verlängerte den Urheberschutz vor Jahren auf 70 Jahre.

Platz 7: Theodor Geisel
7 von 13

Verdienst pro Jahr: 20 Millionen US-Dollar

Der US-Amerikaner Theodor Seuss Geisel, der auch als „Dr. Seuss“ bekannt wurde, war der Autor von diversen bekannten Kinderbüchern, darunter „How the Grinch Stole Christmas“ oder „The Cat in the Hat“. Geisel war zweimal verheiratet und starb am 24. September 1991 in La Jolla, Kalifornien.

Das Album sollte neben dem Titeltrack „Deliverance“ noch ein vierteiliges Medley und eine Langversion des Songs „I Am“ enthalten. Es ist schon von mehreren Millionen Fans vorbestellt worden, kann zurzeit allerdings nicht mehr geordert werden. Die betreffende Internetseite ist aus dem Angebot von iTunes verschwunden. Mit der Vorbestellung war allerdings automatisch der Titelsong „Deliverance“ zum Download bereitgestellt worden, was viele genutzt haben dürften. Auch bei Amazon war „Deliverance“ am Donnerstag nicht mehr zu finden.

Der Musiker war am 21. April 2016 leblos im Aufzug seines Anwesens Paisley Park in der Nähe von Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota gefunden worden und kurz darauf für tot erklärt worden. Als Todesursache wurde eine Überdosis des sehr starken Schmerzmittels Fetanyl festgestellt. Prince starb im Alter von 57 Jahren.

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