Buchpreis

Wirtschaftsbücher gibt es viele. Die besten Bücher haben wir für Sie zusammengestellt.

(Foto: Imago)

Deutscher Wirtschaftsbuchpreis 2018 Das sind die zehn besten Wirtschaftsbücher des Jahres

Zehn Bücher, zehn Themen: Handelsblatt, die Frankfurter Buchmesse und Goldman Sachs präsentieren die Shortlist des Deutschen Wirtschaftsbuchpreises 2018.
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DüsseldorfStößt unsere liberale Weltordnung an ihre Grenzen, ist die Globalisierung gescheitert? Begrenzt der wachsende Populismus in vielen Ländern den freien Handel und fördert eine Renaissance des Protektionismus? Und wie soll man die Entwicklung in der Volksrepublik China einschätzen, die sich immer stärker in Europa einkauft?

Wie geht die Gesellschaft mit Robotics um? Begreift sie Digitalisierung als Chance oder als Bedrohung? Oder sind wir gar technologisch schon abgehängt oder haben uns abhängen lassen? Und was ist mit der Zukunft unserer Arbeit und mit dem neuen Megathema künstliche Intelligenz?

Die zehn Wirtschaftsbücher, die es auf die Shortlist für den Deutschen Wirtschaftsbuchpreis 2018 geschafft haben, widmen sich den großen Themen. Sie sind eine präzise Blaupause der gesellschaftlichen und ökonomischen Debatten der Gegenwart. In ihnen wird analysiert, dokumentiert und vertieft, was seit zwölf Monaten die Topthemen der Gesellschaft sind.

Nicht nur die Finalisten, alle Einsendungen für den mit 10.000 Euro dotierten Deutschen Wirtschaftsbuchpreis waren in diesem Jahr qualitativ und inhaltlich von hochstehendem Niveau. Die Güte der Arbeiten belegt zweierlei: dass die Wirtschaftsbuchverlage und die Publikumsverlage das Interesse der Leser an den großen Themen spüren und aufnehmen – und dass die Buchbranche in Deutschland nicht so leidet, wie es oft den Anschein hat.

Gerade hat der Börsenverein des Deutschen Buchhandels neue Zahlen veröffentlicht: Der Umsatz der Branche ist 2017 demnach zwar um 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken, liegt aber mit 9,13 Milliarden Euro auf einer stabilen Linie, die sich seit 15 Jahren kaum ändert. Genau 72.499 neue Bücher gab es in Erstauflage.

Für den Wirtschaftsbuchpreis, der zum zwölften Mal verliehen wird, geht es um Titel, die seit September 2017 erschienen sind. Aus den zehn Finalisten, von denen die Hälfte der aktuellen Herbstproduktion vor der Buchmesse entstammt, wählt eine hochkarätige Jury (siehe „Die Jury“) das beste Wirtschaftsbuch des Jahres.

Die Bücher haben eine Klammer: Zehn Jahre nach dem Ausbruch der großen Wirtschaftskrise ist eine enorme Unsicherheit geblieben. Sie begann damals mit dem Gefühl, nur zu reagieren statt zu agieren. Es gab viele Aufarbeitungen der Krise, gute Bücher, aber bis heute ist das Unbehagen beim Blick auf die Zukunft geblieben.

Die besten Wirtschaftsbücher des Jahres
David Graeber: Bullshit-Jobs. Vom wahren Sinn der Arbeit
1 von 10

Klett-Cotta, Stuttgart 2018, 464 Seiten, 26 Euro.

Hans-Werner Sinn: Auf der Suche nach der Wahrheit. Autobiografie
2 von 10

Herder, Freiburg 2018, 672 Seiten, 28 Euro.

Nassim Nicholas Taleb: Das Risiko und sein Preis
3 von 10

Penguin, München 2018, 384 Seiten, 26 Euro.

Stefan Baron, Guangyan Yin-Baron: Die Chinesen. Psychogramm einer Weltmacht
4 von 10

Econ, Berlin 2018, 448 Seiten, 25 Euro.

Michael Hüther, Matthias Diermeier, Henry Goecke: Die erschöpfte Globalisierung. Zwischen transatlantischer Orientierung und chinesischem Weg
5 von 10

Springer, Berlin 2018, 423 Seiten, 19,99 Euro.

Julian Nida-Rümelin, Nathalie Weidenfeld: Digitaler Humanismus. Eine Ethik für das Zeitalter der Künstlichen Intelligenz
6 von 10

Piper, München 2018, 224 Seiten, 24 Euro.

Achim Wambach, Hans-Christian Müller: Digitaler Wohlstand für alle. Ein Update der sozialen Marktwirtschaft ist möglich
7 von 10

Campus, Frankfurt 2018, 222 Seiten, 28 Euro.

Dagegen hilft Information durch Lektüre. „Wenn es einen Überlebenden im Trudel unserer Umwälzungen auszumachen gälte – es wäre entgegen allen Unkenrufen, die seinen Untergang vorhersagten, das Buch, sei es in Print oder anderen Erscheinungsformen und Geschäftsmodellen“, sagte Jury-Mitglied Ann-Kristin Achleitner im vergangenen Jahr in ihrer Keynote bei der Preisverleihung.

Der Sieger von 2017, der israelische Universalgelehrte Yuval Noah Harari, hat mit seinem Buch „Homo Deus – eine Geschichte von Morgen“ exakt die Denkanstöße vorgegeben, die die Wirtschaftsbuchautoren in diesem Jahr aufgegriffen haben. Er hat die Folgen des technisch-zivilisatorischen Umbruchs vermessen und „eine Debatte gestartet, die von uns allen fortgeführt werden muss“, so urteilte die Jury.

Was passiert, wenn künstliche Intelligenz unsere eigenen kognitiven Fähigkeiten überholt, wenn Google und Facebook unsere politischen Einstellungen besser kennen als wir selbst? Was wird aus dem Wohlfahrtsstaat, wenn Computer die Menschen vom Arbeitsmarkt verdrängen, fragte Harari. Und: Kommen aus dem Silicon Valley am Ende nicht nur neue Geräte, sondern auch neue Religionen?

Die Autoren suchen Antworten. Jedes der zehn Bücher wird in den kommenden Wochen bis zur Buchmesse auf der Literaturseite des Handelsblatts ausführlich vorgestellt. Die Rezensionen sowie alle weiteren Infos zum Preis sind unter www.deutscher-wirtschaftsbuchpreis.de zu finden.

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