Shortlist Gegen den Strom

Für Rainer Hank ist "mehr Staat" nicht die Lösung, sondern die Ursache unserer Probleme.
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Berlin.Der Titel führt in die Irre. "Die Pleite-Republik" klingt wie nach der Bestandsaufnahme eines Insolvenzverwalters. Rainer Hank wickelt aber nicht die deutsche Republik ab, sondern rüttelt mutig an ihrer Staatsgläubigkeit. Sein Buch ist eine liberale Streitschrift gegen den Mainstream eines politischen Denkens, das in "mehr Staat" stets die Lösung der Probleme und nicht das Problem selbst erkennt.
Wenn ein parteiübergreifender Konsens heute die Lösung der Euro-Krise "in mehr und nicht weniger Europa" sieht, dann übersetzen das die politischen Eliten meist mit mehr und nicht weniger Staat. Der Leiter der Wirtschaftsredaktion der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" zeigt aber, dass "mehr Staat" meist die Ursache unserer heutigen Probleme ist - inklusive der Schuldenberge.
"Dieses Buch ist ein Versuch, die Theorie des Staates wieder vom Kopf auf die Füße zu stellen. Nicht der Staat steht am Anfang, sondern die menschliche Freiheit", schreibt Hank. Ein guter Kompass für die folgende Expedition durch den Dschungel des Wohlfahrtsstaats. Dort entdeckt der Autor unter anderem staatlich geförderte Solardächer, Krippen- und Studienplätze sowie Helmpflicht und Rauchverbote, alles Dinge, die zumindest den meisten Deutschen als Selbstverständlichkeit staatlicher Fürsorge erscheinen. Hank stellt sie jedoch als Freiheitsberaubung eines "Nanny-Staats" infrage.

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Schwäche von Hanks grenzenlosem Freiheitsbegriff
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