Chaos am Flughafen München Schneefälle lähmen Berufs- und Flugverkehr

Kilometerlange Staus und immer wieder Unfälle - der Wintereinbruch hat Autofahrern am Montagmorgen schwer zu schaffen gemacht. In Bayern krachte es nach heftigen Schneefällen mehr als hundert Mal. Aber auch der Flugverkehr wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. Auch in den kommenden Tagen soll es schneien und frostig bleiben.
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Fahrzeuge stauen sich am Montag auf allen Fahrspuren der A4 am Dreieck Dresden-West in Richtung Chemnitz. Quelle: DAPD

Fahrzeuge stauen sich am Montag auf allen Fahrspuren der A4 am Dreieck Dresden-West in Richtung Chemnitz.

HB MÜNCHEN/BERLIN. Wie die Polizeieinsatzzentralen mitteilten, ging auf vielen Bundesstraßen und Autobahnen teilweise nichts mehr voran. Räum- und Streufahrzeuge waren im Dauereinsatz. Autos rutschten in Straßengräben, viele Fahrzeuge stießen zusammen. An vielen Stellen blieben Lastwagen wegen der Schneeglätte liegen. Mehr als 30 Lastwagen blockierten allein auf der Autobahn A 93 zwischen Marktredwitz und Pechbrunn im oberfränkischen Kreis Wunsiedel in der Nacht zum Montag die gesamte Fahrbahn in Richtung Regensburg. In der Folge kam es Polizeiangaben zufolge zu etlichen Folgeunfällen. Hunderttausende Euro Schaden entstanden, zwei Lastwagenfahrer wurden schwer verletzt. Räumfahrzeuge hatten erhebliche Schwierigkeiten, sich einen Weg durch den Stau zu bahnen.

Am Flughafen München fielen bis zum frühen Mittag wegen starker Schneefälle 125 Flüge. Wie ein Airport- Sprecher sagte, seien die beiden Start- und Landebahnen seit Sonntagabend im Wechsel geräumt worden, dadurch stehe nur noch die Hälfte der Kapazität zur Verfügung. Für Montag waren in München insgesamt gut 1100 Starts und Landungen geplant.

Die Behinderungen würde sich voraussichtlich über den Tag hinziehen, sagte der Sprecher. Solange es schneie, bleibe das Problem der Engpässe bestehen. Auch wenn die Schneefälle aufhörten, würden sich die Verschiebungen im System wohl noch für den Rest des Tages auswirken. Teilweise seien die Flugausfälle und Verspätungen auch auf Probleme an anderen Flughäfen zurückzuführen, sagte der Sprecher.

Auch in Nürnberg kam es zu Behinderungen. Die Start- und Landebahn werde kontinuierlich geräumt, zudem müssten die Flugzeuge aufwendig enteist werden, sagte Flughafensprecher Reto Manitz. Dort kam es vor allem zu Verspätungen. Vereinzelte Ausfälle seien darauf zurückzuführen, dass Flugzeuge an anderen Orten nicht hätten starten können. Für den Lauf des Tages erwarte er eine Verbesserung, sagte Manitz. Das stärkste Verkehrsaufkommen sei am Morgen, da wirkten sich die Schneefälle am stärksten aus.

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