Dryuary – Trockener Januar Was ein alkoholfreier Monat alles bringt

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Mediziner: Jede Woche zwei Tage Alkoholpause!
Diese Dinge sollten wir nur in Maßen genießen
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Vitamin C ist wichtig für einen gesunden Körper. Manche greifen aus Sorge um einen Mangel zu Nahrungsergänzungsmitteln. Doch hier kann zu viel des Guten schädlich sein.
Die regelmäßige Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln mit hoch dosiertem Vitamin C ist riskant: Sie kann zu Nierensteinen führen. Das gilt nach Angaben des Berufsverbands Deutscher Internisten in Wiesbaden vor allem für Patienten mit Bluthochdruck oder Diabetes sowie diejenigen, die sich nicht bewegen oder zu wenig Flüssigkeit zu sich nehmen.

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Selbst zu viel Wasser zu trinken, kann dem Körper schaden. Dabei heißt es ja immer, man solle - gerade bei Hitze - sehr viel trinken. Wer aber mehr als fünf Liter Flüssigkeit in kurzer Zeit zu sich nimmt, kann daran sogar sterben. Dringt zu viel Wasser in die Zellen ein, verringert sich die Salzkonzentration, die Nieren quittieren ihren Dienst. Außerdem kann es zu Herzrhythmusstörungen und zu Atemnot kommen, weil auch die Lungenbläschen volllaufen.

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Kaffee gilt zwar nicht per se als ungesund, stand aber durchaus schon im Verdacht, dem Körper Flüssigkeit zu entziehen oder an Herz-Kreislauf-Erkrankungen schuld zu sein. Diese Gesundheitsmythen sind mittlerweile von zahlreichen Studien widerlegt - Kaffee in Maßen ist für den menschlichen Körper überhaupt kein Problem.

Allerdings ist Koffein, also das, was uns morgens wach macht, an sich ein Gift, das die Kaffeepflanze vor Insektenfraß schützt. Es verhindert, dass die Nervenzellen ihre Aktivität drosseln und verstärkt die Ausschüttung des Stresshormons Adrenalin. Wer ein Gramm Koffein - das sind 30 Tassen Espresso - zu sich nimmt, kann deshalb nicht nur nicht schlafen, er muss auch mit Herzrasen, Herzrhythmusstörungen sowie Sehstörungen rechnen. Tödlich ist Kaffee beziehungsweise Koffein allerdings erst ab einer Dosis von zehn Gramm. Das entspräche 300 Tassen Espresso.

WETTER MESSE
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Wer statt Kaffee zu trinken lieber schläft, wenn er müde ist, sollte wissen, dass auch zu viel Schlaf nicht gut für den Körper ist. Wer regelmäßig zehn, zwölf oder mehr Stunden schläft, hat ein höheres Krankheitsrisiko. Warum das so ist, hat die Forschung aber noch nicht herausgefunden.

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Weniger überraschend dagegen ist, dass zu viel Schokolade nicht nur dick machen, sondern auch schlecht für die Zähne sein kann. In Maßen genossen ist Schokolade allerdings völlig in Ordnung: Je mehr Kakao in der Nascherei enthalten ist, desto mehr hebt sie unsere Laune.

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Das wird der Chef gar nicht gern hören: Wir definieren uns zwar häufig über unsere Arbeit und brauchen das Gefühl, etwas Nützliches zu tun. Doch zu viel Arbeit macht krank. Dafür muss es gar kein Burnout sein. Wer mehr als acht Stunden am Tag arbeitet, hat ein um 40 bis 80 Prozent höheres Risiko für koronare Herzkrankheiten.

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Doch auch vom Gegenteil - dem süßen Nichtstun - sollten wir uns nicht zu viel gönnen. Wer immer nur auf dem Sofa gammelt und fernsieht, büßt tatsächlich an Gedächtnisleistung ein. Unsere grauen Zellen wollen gefordert sein.

Über die Wirkung der Januar-Abstinenz sind Ärzte uneins. Zwar lassen sich verbesserte Leberwerte ebenso messen wie eine geringere Kalorienzufuhr, eine Langzeitwirkung aber nicht so leicht. Deshalb raten viele Mediziner dazu, nicht einmal im Jahr wochenlang keinen Alkohol zu trinken, sondern der Leber jede Woche zwei bis drei Tage am Stück eine Pause zu gönnen.

Manche befürchten obendrein, ein Dryuary führe nur dazu, dass die Teilnehmer sich in den verbleibenden elf Monaten des Jahres ins Koma saufen. Der Zeitrahmen für den alkohlfreien Januar kommt allerdings nicht von ungefähr. 1960 schrieb der amerikanische Schönheitschirurg Maxwell Maltz in seinem Buch „Psycho-Cybernetics“, es brauche 21 Tage, bis neues Verhalten zur Gewohnheit wird.

Seither geistern durch die Ratgeberwelt Zahlen, die sich auf etwa einen Monat eingependelt haben. Und dabei bleibt es, auch wenn eine britische Studie von 2009 zeigt, dass die Bildung neuer Gewohnheiten viel länger braucht – zwischen zwei und acht Monaten. Dennoch sieht es so aus, als könnte der gesundheitliche Wert eines Dryuary sich über den Kater am 2. Februar hinwegretten.

In einer 2016 in „Health Psychology“ veröffentlichten Umfrage unter 857 britischen Januar-Abstinz-Interessierten stellte sich nicht nur heraus, dass 64 Prozent bis zum Ende des Monats durchhielten. Auch sechs Monate später tranken sie noch signifikant seltener und dann auch weniger als zuvor. Eine positive Wirkung zeigte sich selbst bei denjenigen, die nicht den ganzen Monat durchgehalten hatten. Und nur wenige schauten nach ihrer Abstinenzphase erst mal so richtig tief ins Glas.

In New York geht ausgerechnet ein Deutscher auf Nummer Sicher: Tobias van Schneider nahm sich Ende 2014 vor, auf Alkohol und Kaffee zu verzichten. Zwei Jahre später schrieb der bärtige Designer auf, was daraufhin geschah. Sein Punkt 1: Er spare etwa 1000 Dollar im Monat. Nicht nur in New York geht die Blaue Stunde nämlich auch ganz schön ins Geld.

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3 Kommentare zu "Dryuary – Trockener Januar: Was ein alkoholfreier Monat alles bringt"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

    @ Herr Hoffmann

    ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
    Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

    "Herr Fritz Porters23.12.2016, 12:25 Uhr
    Liebe komödiantische Kommentatorengemeinde,

    es ist mal wieder ein Fest wie lustig hier kommentiert wird ...was wäre mein Tag ohne diese wunderbaren Geistesblitze, die hier gepostet werden. Herrlich :-)"


    @Porters

    VIELEN DANK Herr Porters,
    es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
    Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
    Schön das Sie das zu schätzen wissen.

    Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
    Paff, von Horn, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke, Eibel,Ebsel,Grande, Dirnberger,Trautmann....

    ohne sie wäre ich hier sehr einsam !

    Aber besonders erwähnen möchte einen, der wirklich den ganzen Tag, und damit meine ich von morgens bis abends, aber auch wirklich jeden Artikel kommentiert (er ist fleisiger als ich), und auch die meisten Artikel mehrmals kommentiert.....

    das ist unser geliebter

    SPIEGEL

    Danke

  • Das wäre nicht tragisch.

    Ein Veggyday fehlt noch.

    Cannabis funktioniert jetzt auch in Deutschland. <http://www.boerse-frankfurt.de/aktie/Deutsche_Cannabis-Aktie>

    Deutsche Cannabis mit 123% im Plus.

    Jetzt fehlt noch durch die Grünen gefordert Sexassistentin für Pflegebedüftige und dann noch eine Aktie von einem mobilen Puffanbieter aus der Erosszene aus Frankfurt a.M.

    Oder anders ausgedrückt. Mit Scheiße wird man Millionär.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

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