Ernährung in der Zukunft Insekten und Algen auf den Tisch

Wie wird die Industriegesellschaft sich in Zukunft ernähren? Auf diese Frage hat Nestle eine Antwort gesucht. Das Ergebnis: Die Pizza kann man sich demnächst ausdrucken und Algen werden nach Zucker schmecken.
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Algen könnten bald zu einem Grundnahrungsmittel werden. Quelle: dpa - picture-alliance
Das Essen der Zukunft

Algen könnten bald zu einem Grundnahrungsmittel werden.

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FrankfurtDie Ernährung und die Essgewohnheiten der Menschen in Deutschland werden sich einer Studie zufolge in den nächsten 15 Jahren deutlich wandeln. „Algen und Insekten sind als Proteinlieferanten akzeptiert und bilden eine Symbiose zwischen Genuss und Ressourcenschonung.“ So lautet eines der wichtigsten Ergebnisse der repräsentativen Befragung mit dem Titel „Wie is(s)t Deutschland 2030?“, die am Donnerstag in Frankfurt vorgestellt wurde.

Außerdem: „Essen wird eine Frage der Weltanschauung und des Sozialprestiges.“ Das Marktforschungsinstitut TNS Infratest hat im Auftrag des Nestlé Zukunftsforums 1029 Verbraucher zu zuvor entwickelten Szenarien befragt.

Die Erwartungen der Konsumenten an individualisierte Ernährungskonzepte zu Hause, in Kantinen und Restaurants werden der Studie zufolge größer. Präventive Ernährung bekommt einen hohen Stellenwert, unterstützt von Hilfsmitteln wie Gesundheits-Apps.

Die hartnäckigsten Gesundheitsmythen
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Obst und Gemüse schützt vor Krebs

Wer sich gesund ernährt und mehr Gemüse als Fleisch isst, der tut seinem Körper etwas Gutes. Doch ein konkreter Schutz vor Krebs ist das nicht. Das ergab eine Studie von Hsin-Chia Hung und Walter Willet, Harvard University Boston/"Journal of the National Cancer Institute". Die Probanden, die mehr Obst und Gemüse aßen, hatten jedoch ein geringeres Herzinfarktrisiko.

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Salat hat viele Vitamine

Das stimmt nicht. Salat hat viel Folsäure, die der Körper braucht, aber Vitamin C etwa findet sich in der doppelten bis achtfachen Menge in Tomaten oder Paprika.

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Salz ist ungesund

Das stimmt nur, wenn Sie zu den so genannten salzsensitiven Menschen zählen. Bei denen kann der häufige Genuss von stark gesalzenen Speisen zu einem Anstieg des Blutdrucks führen. Da die Mehrheit der Menschen aber nicht salzsensitiv isst, müssen sie auch nicht auf Salz verzichten.

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Dunkle Schokolade macht weniger dick

Das stimmt leider nicht. Egal, wie dunkel die Schokolade ist, sie besteht in erster Linie aus Kakaobutter, Zucker und Kakaomasse. Im Gegensatz zu Milchschokolade enthält dunkle Schokolade keine Milch, folglich auch keinen Milchzucker. Die Kalorienzahl ist aber vergleichbar mit der der Milchschokolade.

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Kaffee trocknet den Körper aus

Nein, Kaffee entzieht dem Körper kein Wasser. Koffein wirkt allerdings harntreibend: Wer viel Kaffee trinkt, muss also öfter die Toilette aufsuchen. Das bedeutet aber nicht, dass er dabei mehr Flüssigkeit verliert, als er mit dem Bürokaffee aufgenommen hat.

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Mehrere kleine Mahlzeiten sind besser

Immer wieder hört man, es sei besser fünf kleine Mahlzeiten zu sich zu nehmen, als die drei großen Klassiker Frühstück – Mittag – und Abendessen. Im Grunde ist es völlig egal, wann man isst. Wer mit fünf „kleinen“ Mahlzeiten am Tag abnehmen möchte, läuft jedoch schnell Gefahr, zu viele Kalorien aufzunehmen. Wer sich an feste Mahlzeiten hält, behält besser den Überblick über die Gesamtmenge der aufgenommenen Kalorien.

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Pro Tag zwei Liter Wasser trinken

Es ist richtig, dass der Mensch "ausreichend" Flüssigkeit braucht. Er muss aber nicht zwangsläufig zwei Liter in Form von Wasser trinken. Auch Obst, Gemüse und Milchprodukte enthalten Flüssigkeit. Außerdem hängt der Flüssigkeitsbedarf davon ab, wie heiß es ist, wie viel der Mensch wiegt und ob man sich körperlich stark anstrengt. Pauschal eine Menge von zwei Litern zu empfehlen ist wenig sinnvoll. Zu viel Wasser kann dem Körper auch schaden. Wer ein normales Durstgefühl hat, nimmt automatisch genug Flüssigkeit zu sich.

Und der Einkauf? „Im stationären Lebensmitteleinzelhandel lassen wir uns inspirieren, die Grundversorgung kaufen die Deutschen online“, lautet ein anderes Ergebnis. Neben der kleinen Versorgungsküche zu Hause gibt es in der Stadt große Küchen, die sich für ein gemeinsames Kocherlebnis mieten lassen.

„Ressourcenschonende Ernährung in einer werteorientierten Gesellschaft“ halten die Befragten für das wahrscheinlichste der fünf vorgegebenen Zukunftsszenarien.

Dazu gehört eine von ethischen Aspekten beeinflusste Einstellung zum Essen inklusive Algen, Insekten und aus Stammzellen in Reagenzglas gezüchteten Fleisch- und Fischprodukten. Bio- und regionale Produkte sind dabei angeblich selbstverständlich.

Sind Algen die Rohstoffquelle der Zukunft?


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  • dpa
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