Neue Kolumne: Jürgens Weinlese Schnellkurs zum Weinexperten

Ihr Chef ist ein Weinkenner und hat Sie zum Essen eingeladen. Doch Sie haben keine Ahnung von Wein? Hier lernen Sie die Grundbegriffe, mit denen Sie garantiert punkten werden.
8 Kommentare
Weinliebhaber Jürgen Röder.

Weinliebhaber Jürgen Röder.

DüsseldorfEine Einladung beim Chef: Fürchten Sie, dass Sie diesen Abend nicht ohne Abstriche in Ihrer Karriereplanung überstehen werden? Keine Sorge, ich zeige Ihnen, wie Sie mit nur wenigen Nachfragen oder Feststellungen als Weinexperte auftrumpfen. (Anmerkung für Weinexperten, die diesen Artikel lesen: Schmunzeln Sie mit und legen Sie nicht jeden Satz einschließlich der Erläuterungen auf die Goldwaage).

Erste Hürde: Der Wein wird Ihnen ins Glas geschüttet. Merken Sie sich einfach: Für die Verkostung von Weinen stehen uns drei Sinne zur Verfügung: Sehen, riechen und schmecken. Und in der Reihenfolge wird auch der Wein verkostet. Nehmen Sie das Glas (am Stiel) in die Hand und halten Sie es zuerst etwas schräg (dadurch können Experten die Farbe beurteilen und erkennen, ob es ein junger oder älterer Wein ist). Dann halten Sie das Glas an die Nase und riechen (so riechen Fachleute die verschiedenen Aromen im Wein).

Wenn Sie jetzt auch noch das Glas ein wenig schwenken, wirkt das schon sehr professionell, denn der Wein bekommt dadurch etwas mehr Luft (weitere Erklärungen dazu siehe unter „dekantieren“). Anschließend trinken Sie - aber langsam! - halten Sie den Wein ein weniger länger auf der Zunge, um die verschiedenen Geschmacksnoten aufzunehmen.

Wer es ausführlicher mag, es gibt im Internet zahlreiche Videos zum Thema „Wie verkoste ich einen Wein richtig“. Eines davon hat beispielsweise Michael Liebert, ein langjähriger Weinexperte, drehen lassen.

Und nun etwas zu den (Standard-)Aussagen. Sie müssen sich nicht alle einprägen. Schließlich können Sie immer noch Ihren Chef fragen und ihn den Wein kommentieren lassen.

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Die (Standard-)Aussagen
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8 Kommentare zu "Neue Kolumne: Jürgens Weinlese: Schnellkurs zum Weinexperten"

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  • Genau das war doch die Pointe des Artikels, oder hab ich da einfach nur mehr gelesen, als andere Kommentatoren?

  • wenn man sich einige Zeit mit dem Thema Wein beschäftigt wird man feststellen, dass die meisten "Spezialisten" relativ wenig Ahnung vom Wein haben. Deswegen lieber dem Chef den Vortritt lassen und sich über seine "Kenntnis" amüsieren.

  • an I.Klement: Vielen Dank für Ihren zweifelsohne lesenswerten sachlichen Beitrag, ein Hoffnungsschimmer auf gewolltes Niveau im HB Forum. Mögen die CO-Kommentatoren sich daran orientieren.

  • Peinlich dieses Expertengetue bei völliger Ahnungslosigkeit - Sie sollten ein paar Politiker coachen, die nehmen das sicher dankbar an.
    Es ist viel sympathischer fehlendes "Weinwissen" zuzugeben und die Kenner am Tisch brillieren zu lassen - dabei kann man/frau dann auch was lernen.

  • Man muss kein Liebhaber sein, um Respekt zeigen zu können. Leider halten sich die Vorredner nicht an diesen Grundsatz.

    An Herrn Jürgen Röder, Kompliment für die einfache und sachliche Kommunikation eines solch komplexen Sachverhaltes. Meiner Meinung nach haben sie das Ziel eines solchen Artikels erreicht, in dem sie es geschafft haben, die wichtigsten Grundlagen zusammenzufassen.

  • Ist doch ganz einfach...
    Es gibt genau 2 Weinsorten: "Schmeckt mir!" und "Schmeckt mir nicht!". Mehr muß ich nicht wissen und diese affige Getue selbsternannter Weinexperten geht mir mit Verlaub auf den Keks. Andererseits, während die quasseln, habe ich schon eine halbe Flasche für mich: Weniger reden, mehr genießen! :-)

  • Fachwissen heucheln bei gleichzeitig völliger Ahnunglosigkeit. Offensichtlich die wünschenswerte Kernkompetenz in Politik und Wirtschaft.

  • Ich habe zunehmend das Gefühl, daß das Handelsblatt sich seit der Abspaltung vom ursprünglichen Holtzbrinckverlag zunehmend zum Lifestyle-Magazin umdefiniert. Handelt es sich dabei um den tyischen Rückzug auf die Kernkompentenzen?

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