Luftverkehr-Chaos Zapatero beruft Krisensitzung ein

Der massive Ausfall von Fluglotsen hat am Freitagabend zu chaotischen Zuständen auf Spaniens Flughäfen geführt. Ein Großteil der Mitarbeiter protestiert gegen eine Regierungsmaßnahme, mehrere Hunderttausend Reisende sitzen fest. Auch deutsche Airlines sind betroffen. Am Samstagmorgen berief Spaniens Ministerpräsident Zapatero eine Krisensitzung ein.
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Warten in Madrid: Der spanische Luftraum ist offenbar dicht. Quelle: DAPD

Warten in Madrid: Der spanische Luftraum ist offenbar dicht.

HB MADRID/BERLIN. Ein wilder Streik von Fluglotsen hat den Luftverkehr in Spanien am Freitag so gut wie vollständig zum Erliegen gebracht. Die Flughäfen von Madrid, Barcelona, Mallorca, Menorca, Ibiza und auf den Kanarischen Inseln wurden geschlossen. Weite Teile des spanischen Luftraums wurden gesperrt. Nach Angaben der Fluggesellschaft Iberia saßen etwa 200 000 Reisende fest. Auf den Flughäfen bildeten sich lange Warteschlangen vor den Schaltern.

Die spanische Regierung versuchte, die Fluglotsen per Dekret zu ihrem Dienst zu verpflichten und forderte die Streikenden "ultimativ" auf, zu ihren Arbeitsplätzen zurückzukehren. Andernfalls würde das Militär formal die Kontrolle über die Tower übernehmen und damit die Fluglotsen militärischem Kommando unterstellen. Sich dem Militär zu verweigern, hätte eine schwerwiegendere Strafe zur Folge. Spaniens Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero berief sein Kabinett für Samstagmorgen zu einer Krisensitzung ein.

Nach Angaben des staatlichen Rundfunks RNE durften bis zum Freitagabend nur noch einige wenige Flugzeuge landen, die sich bei Beginn der Protestaktion bereits in der Luft befunden hatten.

Auf dem Flughafen von Mallorca protestierten Tausende von festsitzenden Passagieren gegen das Chaos. Die spanischen Airlines bezeichneten die Lage als kritisch. Sie äußerten die Erwartung, dass das Chaos wenigstens bis um 01.00 Uhr in der Nacht andauern würde.

Die Lufthansa strich nach eigenen Angaben zunächst sechs Flüge nach Spanien. Andere Maschinen verspäteten sich. Auch Flüge der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft Air Berlin waren stark betroffen. Man beginne, die Fluggäste in Hotels unterzubringen, sagte ein Sprecher. Er sagte, der Ausstand solle bis Mitternacht dauern.

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  • Wir sollten uns auch mal alle für vier Wochen arbeitsunfähig melden - schwere Euro-Psychose mit Kanzlerinnen-Allergie.

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