Oktoberfest-Knigge Auf zu viel Dekolleté besser verzichten

Auf dem Oktoberfest lassen sich gut geschäftliche Kontakte knüpfen. Beim Trachten-Tragen gibt es jedoch einige Stolperfallen, die Frauen und Männer vermeiden sollten. Zu viel nackte Haut gehört auf jeden Fall dazu.
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Eine Frau legt einer anderen ein Trachten-Halsband an. Zu viel nackte Haut ist bei geschäftlichen Terminen auf dem Oktoberfest nicht angemessen. Quelle: dpa

Eine Frau legt einer anderen ein Trachten-Halsband an. Zu viel nackte Haut ist bei geschäftlichen Terminen auf dem Oktoberfest nicht angemessen.

(Foto: dpa)

In wenigen Tagen heißt es auf dem Oktoberfest wieder „O'zapft is!“. Hoch im Kurs stehen auch in diesem Jahr Dirndl und Lederhosen. Sie eignen sich selbstverständlich für Geschäftstreffen. Handelsblatt.com hat hilfreiche Tipps, worauf es beim Wiesn-Dress ankommt.

Das Oktoberfest ist längst keine reine Spaßveranstaltung mehr. Das größte Volksfest der Welt wird immer stärker zum Knüpfen von neuen Kontakten und zum Abschluss von Geschäften genutzt. „Die lockere Stimmung in den Festzelten schadet einer guten Geschäftsbeziehung auf keinen Fall”, weiß Ronald Iberl, Geschäftsführer des Oktoberfest-Modelabels Alpenflüstern.

„Die Tracht an sich ist heutzutage so alltagstauglich geworden, dass sie auch für geschäftliche Treffen bestens geeignet ist”, sagt er. Männern rät er zu modischen Trachtenanzügen, die einem klassischen Anzug mittlerweile nicht nachstehen. Bei den Damen liegt man mit einem Dirndl zwar nie daneben, wichtig ist hier allerdings die richtige Länge. Ein Rock, der über dem Knie aufhört, gilt bei Geschäftstreffen als ungeeignet. Das Dekolleté sollte durch eine Bluse umrahmt werden. 

Das trägt man auf der Wiesn
Oktoberfest 2012 - Frauen in Dirndl
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Kurz bevor es losgeht präsentieren Models Dirndl auf dem Gelände des Oktoberfestes.

Oktoberfest 2012 - Frauen in Dirndl
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Nicht ganz stilecht - inzwischen aber immer häufiger zu sehen - sind Absatzschuhe auf den Wiesn. Traditionalistinnen tragen flache, einfache Schuhe und gehäkelte Strümpfe.

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Ob verspielt, klassisch oder modern. Bei den aktuellen Dirndl-Modellen sollte jeder sein Lieblingsmodell ausmachen können.

Foto: ENA Trachten

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Ein Edelweiß blüht auf diesen Socken. Turnschuhe sollte man zu Lederhosen meiden. Boss Black bietet mit diesen Stiefeln das perfekte Paar für die Wiesn.

Foto: Boss Black

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Schlichtes Dirndl, aber knalliges optisches Highlight: Beerentöne gehören zu den Trendfarben in diesem Jahr.

Foto: Alpenflüstern

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„Schatzl“: Wer auf ein Dirndl verzichten möchte - sich aber trotzdem wiesenzugehörig zeigen will - kann beispielsweise zu so einem Shirt mit besonderem Druck greifen.

Foto: Balbina

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Verspielte Details wie Schleifen und kleine Herzchen werten jedes Outfit auf.

Foto: Falke

Festgelegte Kleidungs-Etikette gibt es auf der Wiesn übrigens nicht. „Generell gilt, dass man den Arbeitskollegen nicht zu aufreizend gegenübertritt. Stil und Klasse zeigen sich durch Geschmack“, rät Verena Brock, Designerin des Münchner Labels ENA Trachten. „Bei mancher Wiesn-Gängerin muss man schon sehr schmunzeln, wenn sie um jeden Preis auffallen will.“ Als Trends der diesjährigen Trachtenmode kristallisieren sich heraus: Knallige Farben sind bei den Frauen angesagt. Zudem sind viele Vintagestoffe zu sehen. Bei den Herren bleiben Lederhosen im Used-Look angesagt, die häufig über mehrere Generationen vererbt werden.

Eine wichtige Rolle spielen bei beiden Geschlechtern Details: Stickereien, Applikationen und Schmuck. Absolute No-Gos sind zu viele bunte Farben in einem Outfit und ein zu üppiges Dekolleté. Männer meiden Turnschuhe zur Lederhose. Haferl-Schuhe sind Pflicht. 

In traditionellen Dirndln und Lederhose sitzen drei Damen und ein Herr auf einer Wiese. Quelle: dpa

In traditionellen Dirndln und Lederhose sitzen drei Damen und ein Herr auf einer Wiese.

(Foto: dpa)

Für ein hochwertiges Wiesn-Outfit sollte man daher mindestens 500 Euro investieren. Nach oben verlaufen die Grenzen offen. „Man muss sich fragen, wie oft man das Outfit anziehen möchte und sich ein dementsprechendes Limit beim Einkaufen setzen”, rät Alpenflüstern-Chef Iberl.

Ein hoher Preis steht jedoch nicht immer für gute Qualität weiß Verena Brock. „Ich kenne leider die Margen einiger Läden”, sagt die Designerin, die auch Inhaberin des Münchner Concept Stores Meschugge45 ist, „da wird einem als Käufer manchmal schwindelig, wie wenig die Produkte im Einkauf kosten und wie teuer sie in den Geschäften verkauft werden.” Sie rät deshalb zu Dirndln von Jungdesignern, da bei diesen häufig das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Hier kann zudem man sicher sein, ein individuelles Stück zu tragen.

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