Partnersuche im Social Web „Tinder macht richtig süchtig“

Smartphones machen es möglich: Immer mehr suchen ihren Partner über soziale Netzwerke – und das immer und überall. Besonders gut geht das mit Tinder, der erfolgreichsten Dating-App. Ein Erfahrungsbericht.
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Flirtwüste Deutschland: Nur jeder Dritte ist offen für einen Flirt. Dies ergab eine Studie der Online-Partnervermittlung ElitePartner. Quelle: obs

Flirtwüste Deutschland: Nur jeder Dritte ist offen für einen Flirt. Dies ergab eine Studie der Online-Partnervermittlung ElitePartner.

(Foto: obs)

Düsseldorf„It’s a Match!“ leuchtet auf Saras Display auf. Der sympathisch aussehende junge Mann mit den blauen Augen und den netten Grübchen, den Sara vorhin noch auf ihrem Display auf die „Interessant“-Seite geschoben hat, hat anscheinend auch Gefallen an ihrem Profil gefunden.

Ein Dialog-Fenster öffnet sich und Sara kann mit ihm schreiben. Der junge Mann ist für Sara kein Unbekannter: „Er studiert mit Freunden von mir, ich hab ihn schon auf einigen Partys gesehen“. Gesprochen hat sie aber noch nie mit ihm, da musste erst die Dating-App Tinder nachhelfen.

Das Geschäft mit der Liebe ist kein Neues. Schon seit der Etablierung des Internets wirtschaften Online-Dating-Portale mit dem Wunsch nach der großen Liebe und Zweisamkeit. Ob Parship, Friendscout24 oder Elitepartner – im Internet mangelt es nicht an Möglichkeiten für Singles, den perfekten Partner zu suchen.

Mit der Verbreitung des Smartphones hat sich das Dating-Geschäft vor einigen Jahren dann auch auf mobile Apps ausgeweitet. Eine der bekanntesten Datingapplikationen für mobile Geräte ist inzwischen Tinder (engl. für „Zunder“), das es erst einige Jahre gibt.

Im Jahr 2012 von dem Amerikaner Jonathan Badeen gegründet, stieg Tinder in den vergangenen drei Jahren zur erfolgreichsten Dating-App der Welt auf. Mehr als 30 Millionen Menschen weltweit suchen über Tinder die große Liebe. Im vergangenen Jahr verdoppelte sich die Zahl der User alle drei Wochen.

Auch Sara ist Single und nutzt Tinder. Sie ist 25 Jahre alt, hat das Studium gerade abgeschlossen und schnell einen gut bezahlten Job gefunden. Trotzdem fehlt etwas: „Wenn ich nach der Arbeit nach Hause komme, hätte ich gerne jemanden, mit dem ich die Erlebnisse meines Tages teilen kann“, sagt sie und lächelt schüchtern.

Die besten Filme gegen Liebeskummer
Titanic
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Schippern gemeinsam dem Untergang entgegen: Jack Dawson, gespielt von Leonardo DiCaprio und Rose DeWitt Bukater, gespielt von Kate Winslet. Das Drama „Titanic“ lockte mehr als 16 Millionen Zuschauer ins Kino. Drei Stunden Taschentucheinsatz ohne Happy End – wer sich im Herzschmerz suhlen will, ist willkommen.

Quelle: „freundin“

Wie ein einziger Tag
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Mit dem Klassiker kann es an großen Gefühlen und Schmalz nur „Wie ein einziger Tag“ nach dem Roman von Nicholas Sparks aufnehmen. In den Hauptrollen: Rachel McAdams als Allie und Ryan Gosling als Noah.

Blue Valentine
3 von 13

Ein weiterer Gosling: Auch „Blue Valentine“ verzichtet auf ein Happy End und zeigt, wie Dean (Ryan Gosling) und Cindy (Michelle Williams) gekonnt ihre Ehe vor die Wand fahren.

Drive
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Wer sich zwar gern Ryan Gosling anschaut, Herzschmerz aber eher dezent genießt, kann sich mit dem US-Thriller „Drive“ gut ablenken. Das Meisterwerk des dänischen Regisseurs Nicolas Winding Refn setzt auf Action mit schonungsloser Härte, in deren Zuge schon mal in der Stripperumkleide mit dem Hammer gefoltert wird. Und erzählt zugleich eine stille Liebesgeschichte von ungemeiner Zartheit.

(500) Days of Summer
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Im Independent-Liebesfilm „(500) Days of Summer“ leidet Tom, gespielt von Joseph Gordon-Levitt, 210 Tage lang unter der Trennung von Summer (Zoey Deschanel). Für alle, die nicht die einzige Heulboje sein wollen.

Soloalbum
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Matthias Schweighöfer und Nora Tschirner zu Beginn ihrer Karrieren: Die deutsche Liebeskomödie „Soloalbum“ von 2003 basiert auf dem gleichnamigen Roman von Benjamin Stuckrad-Barre. Ben (Schweighöfer) kommt nicht mit der Trennung von Katharina (Tschirner) klar und gerät in einige Fettnäpfchen, bevor die beiden ihr Happy End bekommen.

Sex and the City
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Sarah Jessica Parker: Bei all den Tränen mal kurz auf den Boden der Tatsachen zurückfinden – das muss auch in den schlimmsten Phasen des Liebeskummer auch sein. „Sex and the City“ hilft dabei wunderbar.

Nach Feierabend ist oft wenig Zeit für Unternehmungen und auf Partys traut sie sich nur selten, Männer anzusprechen. Vor einiger Zeit hat sie deswegen Tinder ausprobiert und nutzt die App nun regelmäßig. Die einsamen Feierabende auf dem Sofa verbringt Sara oft damit, sich die von Tinder vorgeschlagenen Profile anderer Singles in ihrer Umgebung anzuschauen.

Die Funktion von Tinder ist simpel. Über den GPS-Standort erkennt die App andere User, die in der direkten Umgebung des Benutzers zuletzt eingeloggt waren. Wenn die Angaben zu denen von dem Benutzer passen, werden sie ihm vorgeschlagen.

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3 Kommentare zu "Partnersuche im Social Web: „Tinder macht richtig süchtig“"

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  • Das ist ein Super-Artikel, trifft genau die Probleme unserer Zeit. Das sollte uns zu denken geben!!

  • Flacher Artikel! Zuhause wartet das Smartfon - aber hallo..... wer lässt das denn zu hause? Die Dinger werden mit ins Bettgenommen, liegen neben der badewanne oder auch zwischen den Schenkeln. Was ist denn das für ein Author? Ein Smartfon scheint er nicht zu haben. Und wenn dann hat er es nicht aktivieren können.

  • Merkt diese Generation(en) nicht, welche DATEN man fremden (keine Freunde) übergibt ???

    WER diese Art Partnerschaft sucht, sollte mal darüber nachdenken, ob er diese sensiblen Daten am öffentlichen Aushang, egal wo, preis geben würde ???

    LIEBE passive ELTERN, liebe betroffene NAIVEN, denkt nach, bevor IHR eure Daten an Fremde, keine FREUNDE weitergibt !

    Die VERBLÖDUNG muss gestoppt werden !!!

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