Tourismus Palma de Mallorca führt Obergrenze für Touristen ein

Mallorcas Hauptstadt wehrt sich gegen den Ansturm der Reisenden: Die Zahl der Gästebetten soll von 80.000 auf bis zu 63.000 reduziert werden.
  • Volker ter Haseborg
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Urlauber tummeln sich auf der Mittelmeerinsel am Strand von Arenal. Quelle: dpa
Mallorca

Urlauber tummeln sich auf der Mittelmeerinsel am Strand von Arenal.

(Foto: dpa)

Palma de MallorcaWeil Palma de Mallorca vor allem in den Sommermonaten von Touristen regelrecht überrannt wird, will Bürgermeister Antoni Noguera die Zahl der Gästebetten in Hotels, Ferienwohnungen und Kreuzfahrtschiffen auf 63.000 bis 65.000 drastisch reduzieren. Bis zum vergangenen Jahr war diese Zahl auf rund 80.000 gestiegen. „Ich möchte nicht, dass die Stadt an ihrem Erfolg zugrunde geht“, sagte der Grünenpolitiker der „WirtschaftsWoche“.

2017 besuchten mehr als zehn Millionen Touristen Mallorca - fast die Hälfte davon kam aus Deutschland. Palma verzeichnete im vergangenen Jahr sechs Millionen Gäste. Die Einwohner klagen über Staus, eine überfüllte Altstadt, Lärm, Müll und steigende Lebenshaltungskosten. Die Mieten sind seit 2013 im Schnitt um 40 Prozent gestiegen.

Bürgermeister Noguera macht für diese Entwicklung vor allem Vermietungsplattformen wie Airbnb verantwortlich, deren Geschäftsmodelle „eine Waffe gegen unsere Wohnungspolitik“ seien, da Touristen Immobilienunternehmen mehr Rendite brächten als Mieter.

Deshalb geht die Verwaltung von Palma jetzt vor allem gegen die Ferienwohnungsvermittler vor. Das Vermieten von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern ist verboten. Darüber hinaus darf kein Wohnhaus in der Stadt mehr einem Hotel weichen. „Diese beiden Maßnahmen werden uns helfen, eine Obergrenze für Touristen zu schaffen“, sagte Noguera der „WirtschaftsWoche“.

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