Tourismusbranche reibt sich die Hände Die Deutschen gönnen sich mehr Urlaubsreisen

Wenn einer eine Reise tut, dann kann man was verdienen. Die Tourismusbranche blickt derzeit freudig auf die Sommerreisezeit. Die Buchungsanfragen laufen auf Hochtouren, einzig die Örtlichkeiten verschieben sich.
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Die Buchungszahlen von deutschen Sommerurlaubern sind wieder gestiegen. Quelle: dpa
Sommer 2017

Die Buchungszahlen von deutschen Sommerurlaubern sind wieder gestiegen.

(Foto: dpa)

FrankfurtDas Sommerreisegeschäft läuft auf Hochtouren - zur Freude der Tourismusbranche. Hatten im Frühjahr 2016 viele Urlauber wegen der Anschläge in Paris, Istanbul und Brüssel mit Buchungen lange gezögert, melden Tui und Co. nun eine steigende Nachfrage nach Urlaubsreisen.

„Die Lust der Urlauber, diesen Sommer ins Ausland zu reisen, ist in allen unseren Märkten gut, trotz der politischen und wirtschaftlichen Unsicherheit“, berichtete Thomas-Cook-Chef Peter Fankhauser jüngst bei der Vorlage der Quartalsbilanz. Die Buchungen für den Sommer lägen derzeit insgesamt zehn Prozent höher als vor einem Jahr. Auch der weltgrößte Reisekonzern Tui und DER Touristik berichten von einer wachsenden Nachfrage.

Nach Einschätzung der GfK-Konsumforscher stehen die Chancen gut, dass die diesjährige Sommersaison besser als die vorherige ausfällt. Bis einschließlich März lag der Umsatz der klassischen Reisebüros für die schönsten Wochen des Jahres zusammengerechnet 5 Prozent über dem schwachen Vorjahr.

Die beliebtesten Reiseziele Europas
Platz 12: Berlin
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Anfang Juni kommt die weltoffene Seite der deutschen Hauptstadt beim Karneval der Kulturen zum Tragen. Die mittlere Hotelrate liegt bei 136 Euro. Eine Streetart-Tour, auf der sich die Berliner Straßenkunst erleben lässt, kostet ab 39 Euro. Unter die Top 10 schafft es Berlin nicht.

Quelle: TripAdvisor

Das Ranking wurde mithilfe von Erfahrungsberichten und Meinungen von Millionen Reisender und dem Buchungsinteresse auf TripAdvisor ermittelt. Die mittleren Hotelwerte beziehen sich auf den Reisezeitraum zwischen März und August.

Platz 11: Budapest
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Die ungarische Hauptstadt schafft es ganz knapp nicht in die Top Ten, aber auf Platz zehn. Im Schnitt kostet eine Nacht im Hotel 142 Euro, in der Stadt können Touristen sich diverse Sehenswürdigkeiten anschauen: zum Beispiel den Burgpalast, den Heldenplatz oder die Matthiaskirche.

Platz 10: Amsterdam
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Ein Hotel kostet im Mittel 215 Euro. Das TripAdvisor-Forum empfiehlt: Hering, im Brötchen mit Essiggurken und Zwiebeln – angeblich besonders gut zwischen Mai und Juli.

Platz 9: Lissabon
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153 Euro zahlt man hier in der mittleren Hotelrate. Der Klassiker für Nostalgiker: Die Stadt am Tejo und das sagenumwobene Sintra im Cabrio-Käfer abfahren.

Platz 8: St. Petersburg
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Von Ende Mai bis Ende Juli findet das Musikfestival „Stars der Weißen Nächte“ statt. Dann dürfte eine durchschnittliche Nacht im Hotel, sonst 142 Euro, wohl mehr kosten.

Platz 7: Istanbul
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Auf dem siebten Platz landet Istanbul, die Stadt, die sich in einen europäischen und einen asiatischen Teil aufteilt. Im April findet hier das International Film Festival statt, eine Nacht im Hotel kostet durchschnittlich 90 Euro.

Platz 6: Prag
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Die tschechische Hauptstadt hat neben günstigem Bier auch viel Kunst, Kultur und Geschichte zu bieten. Eine Hotelnacht in der Millionenstadt kostet im Schnitt 139 Euro.

Ende März waren bereits 64 Prozent der Sommerbuchungen des Vorjahres erreicht, wichtige Wochen insbesondere im Last-Minute-Geschäft stehen aber noch aus. „Der Juli ist ein wichtiger Buchungsmonat, weil sich dann Kurzentschlossene entscheiden“, sagt GfK-Tourismusexpertin Dörte Nordbeck.

Ob die Branche an das Rekordjahr 2015 anknüpfen kann, lässt sich derzeit aber noch nicht absehen. Der Branchenverband DRV rechnete zuletzt im Gesamtjahr mit einem moderaten Plus gegenüber 2016.

Gefragt ist diesen Sommer vor allem Griechenland mit bisher hohen zweistelligen Buchungszuwächsen in den Reisebüros. Schon vergangenes Jahr profitierte das Land davon, dass viele Sonnenhungrige nach Anschlägen und politischen Turbulenzen die Türkei mieden.

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