Erfolgreichster Film in den USA „Star Wars“-Fortsetzung erobert Einnahmerekorde

Der Erfolg ist galaktisch, die Einnahmen sind es auch: In nur 20 Tagen spielte der siebte Teil der Filmreihe in den USA bereits mehr als 707 Millionen Euro ein – ein neuer Rekord an den US-Kinokassen.
Mit Einnahmen in Höhe von 707 Millionen Euro in den ersten 20 Tagen hat der neue „Star Wars“-Film einen Rekord an den US-Kinokassen aufgestellt. Quelle: ap
„Star Wars“ erobert Kinokassen

Mit Einnahmen in Höhe von 707 Millionen Euro in den ersten 20 Tagen hat der neue „Star Wars“-Film einen Rekord an den US-Kinokassen aufgestellt.

(Foto: ap)

Los AngelesDer siebte Teil der „Star Wars“-Filmreihe ist an den US-Kinokassen der bisher erfolgreichste Streifen der Filmgeschichte. „Das Erwachen der Macht“ überrundete nach Mitteilung des Disney-Studios den bisherigen Spitzenreiter, James Camerons Fantasy-Film „Avatar“. Demnach übertraf die Science-Fiction-Produktion am Mittwochnachmittag (Ortszeit) an den nordamerikanischen Kinokassen die mit 760 Millionen Dollar (umgerechnet 707 Millionen Euro) veranschlagten „Avatar“-Einnahmen. Diesen Wert erreichte die im Dezember angelaufene Sternenkriegersaga in einer Rekordzeit von nur 20 Tagen.

Zudem hat der neue Film von Regisseur J.J. Abrams außerhalb der USA und Kanadas schon mehr als 800 Millionen Dollar eingespielt. Disney bezifferte die weltweiten Einnahmen bis Dienstagabend auf über 1,5 Milliarden Dollar. Der Film kommt erst am kommenden Wochenende in China in die Kinos. Dort würden weitere Rekordeinnahmen erwartet, berichtete das Branchenblatt „Variety“.

Der Erfolg des Streifens führt laut Disney zu einer Reihe einzelner Rekorde, darunter die höchsten Einnahmen eines Filmes im Dezember (fast 248 Millionen Dollar) sowie Rekordverkaufszahlen am Weihnachtstag (49,3 Millionen Dollar) und Neujahrstag (34,39 Millionen Dollar). „Wir sind stolz auf diese Rekorde, aber wir wissen, dass sie ohne die Begeisterung und Unterstützung der Fans nicht möglich wären“, hieß es in der Disney-Mitteilung weiter.

Den weltweiten Verkaufsrekord hält nach Angaben des Fachblatts „Hollywood Reporter“ weiterhin „Avatar“.

Das war das Kinojahr 2015
„Fack Ju Göhte 2“
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Dieser Film dominiert das zurückliegende Kinojahr ganz klar: Die Schulkomödie „Fack Ju Göhte 2“ mit Elyas M'Barek und Karoline Herfurth brach zahlreiche Rekorde und zog innerhalb weniger Wochen mehrere Millionen Menschen ins Kino. Doch das war natürlich längst nicht alles - über die Sadomaso-Romanze „Fifty Shades of Grey“ etwa erhitzen sich die Gemüter, das Actionspektakel „Jurassic World“ holte weltweit so viele Zuschauer in die Kinos wie kaum ein anderer Film bisher, und im Dezember machte sich „Star Wars“ auf Rekordjagd.

Drohungen
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So etwas gab es in der Filmgeschichte wohl noch nie: Eine eher klamaukige Komödie führt zu politischen Spannungen und beherrscht damit tagelang die internationalen Nachrichten. Der Medienkonzern Sony zog schließlich die Reißleine und stoppte den geplanten US-Start der Satire „The Interview“, der von einem fiktiven Attentat auf den nordkoreanischen Diktator Kim Jong Un erzählt. Angeblich hatte es Terrordrohungen aus Pjöngjang gegeben. Die Aufregung legte sich aber bald wieder, und in Deutschland kam der Film mit James Franco und Seth Rogen dann wie geplant in die Kinos.

Erotik
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Auch „Fifty Shades of Grey“ sorgte für einigen Wirbel, war es doch die erste, langerwartete Verfilmung der weltweiten Bestseller-Reihe mit einigen Sexszenen. Eine junge, naive, bildschöne Frau trifft da auf einen emotionskalten, erfolgreichen Geschäftsmann, der auf Sadomaso-Praktiken steht. Trotz aller Klischees und der überraschend wenigen SM-Sequenzen entwickelte sich das Werk schnell zum Publikumserfolg mit über vier Millionen Zuschauern allein in Deutschland - und machte die laszive Hauptdarstellerin Dakota Johnson (Tochter von Melanie Griffith und Don Johnson) quasi über Nacht zum Star.

Kinder
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Kleine gelbe Wesen bevölkerten als „Minions“ die Leinwände und eroberten nicht nur die Herzen der Kinder. Schließlich verbreiten sie überall ein herrliches Chaos, plappern in einem überdrehten Kauderwelsch und sehen bei all dem auch äußerst putzig aus - damit stand der 3D-Animationsfilm wochenlang auf Platz eins der Kinocharts. Auch andere Geschichten feierten vor allem bei den Jüngeren große Erfolge, so etwa die britischen Knetfiguren um „Shaun das Schaf“ und der Pixarfilm „Alles steht Kopf“ mit der wunderbaren Innenansicht aus dem Kopf eines Mädchens.

Oscars
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Gleich vier Oscars gingen an die Hollywoodsatire „Birdman oder Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit“ von Regisseur Alejandro G. Iñárritu, darunter der Preis für den besten Film. Auch Wes Andersons Groteske „Grand Budapest Hotel“, eine deutsche Ko-Produktion, heimste vier Oscars ein - jedoch in Nebenkategorien. Als beste Hauptdarsteller konnten der Brite Eddie Redmayne (für seine Darstellung des Physikers Stephen Hawking in „Die Entdeckung der Unendlichkeit“) und die Amerikanerin Julianne Moore (für das Alzheimer-Drama „Still Alice - Mein Leben ohne Gestern“) jubeln.

Deutschland
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Für Erfolge in Deutschland sorgten vor allem mehrere Männer: Matthias Schweighöfer führte bei „Der Nanny“ einmal mehr Regie und gab darin auch gleich noch einen fiesen Berliner Baulöwen, der seine Kinder von einem Nanny (Milan Peschel) beaufsichtigen lässt. David Wnendt verfilmte einen Bestseller und feierte mit der Hitlersatire „Er ist wieder da“ einen Publikumserfolg. Til Schweiger zeigte in „Honig im Kopf“ Dieter Hallervorden als Alzheimerkranken und zog damit mehr als 7 Millionen Zuschauer an, wofür es im Juni den Deutschen Filmpreis für den „besucherstärksten Film des Jahres“ gab. Und bei der Gala gewann der Echtzeit-Thriller „Victoria“ von Sebastian Schipper die Goldene Lola als bester Spielfilm - eine von sechs Trophäen des Abends.

Neuauflagen
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Für alte Heldenfiguren war es ebenfalls ein gutes Jahr. So durfte Arnold Schwarzenegger gut 30 Jahre nach dem ersten „Terminator“ erneut die muskelbepackte Kampfmaschine geben und rettete in „Terminator: Genisys“ einmal mehr die Welt. Auch ein anderer Action-Klassiker wurde neu aufgelegt: In „Mad Max: Fury Road“ rasten Tom Hardy und Charlize Theron durch ein apokalyptisches Inferno, und Regielegende George Miller bewies, dass man mit 70 noch einen der spektakulärsten Actionfilme eines Jahres vorlegen kann.

Nach Angaben des Branchenblatts „Variety“ hat eine Reihe von Filmen jedoch noch mehr Geld eingenommen, wenn man steigende Ticketpreise der vergangenen Jahrzehnte einbezieht. Nach dieser Rechnung gehören „Vom Winde verweht“ (1939), der allererste „Star Wars“-Film aus dem Jahr 1977 sowie „E.T.“ (1982) und „Titanic“ (1997) weiterhin zu den größten Verdienern der Kinogeschichte, „Star Wars - Das Erwachen der Macht“ läge demnach erst an 21. Stelle. Zu heutigen Ticket-Preisen hält laut Branchenseite „InsideKino.de“ immer noch „Vom Winde verweht“ aus dem Jahr 1939 mit weltweit 2,4 Milliarden Dollar Einspiel den Rekord.

  • dpa
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