Kinostarts der Woche „Der Wein und der Wind“

Cédric Klapisch, Macher der Komödienerfolge rund um die „L'auberge espagnole“, legt in „Der Wein und der Wind“ einen Film über junge Leute auf Selbstfindungstrip vor. Seine Geschichte spielt in der Winzerregion Burgund.
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Spätsommer im Burgund – verlorener Sohn kämpft um Familienerbe

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BerlinCédric Klapisch ist ein französischer Erfolgsregisseur des Jahrgangs 1961, der seine Filme vorzugsweise in Großstädten ansiedelt. So etwa die romantische Studentenkomödie „L'auberge espagnole“ in Barcelona sowie deren Nachfolger „Wiedersehen in St. Petersburg“ und „Beziehungsweise New York“ in der nordamerikanischen Metropole.

Doch nun hat es den Pariser hinaus aufs Land gezogen - ins agrarisch geprägte, für seine Spitzenweine weltberühmte Burgund (Bourgogne) im Herzen Frankreichs. Dort geht es Klapisch abermals, wenn auch im Ton gesetzter, um junge Leute, die ihren Weg in die Zukunft finden müssen.

Die zehn erfolgreichsten Filme aller Zeiten
Platz 10: Die Schöne und das Biest
1 von 10

Als Liebes-Fantasy-Musical-Mischung stürmte Beauty and the Beast 2017 die internationalen Kinocharts und spielte in den ersten fünf Monaten bereits 1,3 Milliarden US-Dollar ein. Somit ist das alte Kindermärchen der erfolgreichste Film dieses Jahres.

Platz 9: Die Eiskönigin - Völlig unverfroren
2 von 10

Ein Disney-Film unter den Top-10 Kinofilmen aller Zeiten scheint nichts Ungewöhnliches mehr. Mit Frozen hat es jedoch ein Animationsfilm unter die erfolgreichsten Filme aller Zeiten geschafft. 1,3 Milliarden US-Dollar in den weltweiten Kinokassen machen ihn außerdem zum erfolgreichsten Animationsfilm aller Zeiten. Verschiedene Kurzfilme und angekündigte Fortsetzungen heizen den Elsa-Hype weiter an und treiben nicht nur Grundschulkinder in die Kinos. Zwei Oscars, Golden Globes und zahlreiche weitere Auszeichnungen bescheinigen ihm ein allgemeines Erfolgspotenzial bei Zuschauern aller Altersklassen.

Platz 8: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2
3 von 10

In einer Rekordzeit von 19 Tagen erreichte der vorerst letzte Teil der Harry-Potter Saga die eine Milliarde Dollar Marke – schneller als jeder andere Film vorher. Mit 1,3 Milliarden Dollar Einnahmen ist er der erfolgreichste der insgesamt acht Buchverfilmungen, bei 250 Millionen Dollar Produktionskosten aber auch einer der teuersten.

Platz 7: Avengers: Age of Ultron
4 von 10

2015 stürmte ein weiterer Teil der Avengers-Reihe die internationalen Kinocharts. In Avengers: Age of Ultron kämpfen die Superhelden um Loki's Zepter, gleichzeitig führte ein Streit um Verleihkonditionen zwischen dem Produktionsstudio und zahlreichen Kinobetreibern zu einem vorrübergehenden Boykott in zahlreichen deutschen Städten. Trotzdem sahen 2,4 Millionen Kinobesucher den Film, wodurch das Action-Spektakel 1,4 Milliarden Dollar erzielte.

Platz 6: Fast & Furious 7
5 von 10

Premiere feierte die siebte Fortsetzung der The Fast and the Furious-Reihe im März 2015 – nur wenige Monate nach dem Unfalltod des Hauptdarstellers Paul Walker. Nicht zuletzt dieser Umstand trieb allein in den ersten 14 Tagen rund 3,5 Millionen Zuschauer in die Kinos und setzte den Film vorrübergehend auf Platz 4 der erfolgreichsten Filme aller Zeiten – mit Einnahmen von 1,5 Milliarden Dollar. Der Titel-Song See you again von Whiz Kalifa und Charlie Puth hielt sich wochenlang auf Platz eins der Singel-Charts und ist mit fast drei Milliarden Klicks das bislang meistgeklickte Video auf Youtube.

Platz 5: Marvel's The Avengers
6 von 10

Ein Superheldenfilm, der es in sich hat: Marvel's The Avengers vereint die größten Comichelden wie Captain America, Thron, Iron Man und viele weitere - und spülte seit 2012 etwa 1,6 Milliarden US-Dollar in die Kinokassen. Der US-Umfragen zufolge von Männern am sehnlichsten erwartete Film spielte allein am ersten Abend 18,7 Millionen Dollar ein.

Platz 4: Jurassic World
7 von 10

22 Jahre nachdem Steven Spielberg mit Jurassic Park eine der erfolgreichsten Science-Fiction-Reihe seiner Zeit auf die Leinwände brachte, eroberte die Fortsetzung Jurassic World 2015 erneut die Kinocharts. 1,7 Milliarden US-Dollar brachte der Trilogie-Auftakt ein und landet somit auf Platz 4 der erfolgreichsten Kinofilme.

Dem Regisseur, der das Drehbuch für „Der Wein und der Wind“ mit seinem Jugendfreund Santiago Amigorena verfasst hat, gelingt allerdings die Schilderung von Natur und Weinbau im Verlauf eines Erntejahres beeindruckender als das Beziehungs- und Entwicklungsgeflecht der Geschwister Jean, Juliette und Jérémie: Nach Jahren der Abwesenheit kehrt hier der ältere Jean auf das einst von ihm fluchtartig verlassene Weingut der Familie zurück, auf dem der Vater im Sterben liegt.

Neben der Klärung mancher alter Probleme sowie ihrer jeweiligen Selbstfindung müssen die drei Hauptpersonen schließlich entscheiden, wer das Traditionsgut weiterführen wird. Juliette, die noch keine Gelegenheit hatte, sich in der von Männern dominierten Branche zu behaupten?

Der jüngere Jérémie, der mit der Tochter schick-mondäner Winzernachbarn liiert ist, die ihn nach ihren Vorstellungen ummodeln wollen? Jean, der in Australien mit einer Weinbäuerin Vater eines kleines Sohns ist? Oder etwa alle drei Geschwister zusammen?

Klepisch lässt sich bei der Darstellung seiner Themen spürbar Zeit. So als wolle er zeigen, dass echte Entwicklung ihre Zeit brauche. „Der Film schrie direkt danach zu zeigen, dass Dinge mit der Zeit besser werden. Das ist beim Wein so und bewahrheitet sich auch in der Freundschaft“, erklärt der Filmemacher in einem Interview im Presseheft.

Die eher konventionellen Persönlichkeitsbilder der drei Helden geben jedoch so viel Sorgsamkeit nicht her - am Ende entkommt Klepisch trotz sympathischer Akteure nicht der Klischeefalle.

Aus langer Weile wird da leicht mal Langeweile für die Zuschauer. Weinfreaks dürften aber ihre Freude daran haben zu sehen, wie man in der Unesco-Weltkulturerberegion Burgund noch immer roten und weißen Rebensaft produziert: auf kleinen Parzellen, mit mühevoller Hand- (und Fuß-)arbeit sowie viel altem Wissen.

Gedreht wurde auf dem Gut des Schauspielers Jean-Marc Roulot, der im Film den langjährigen Mitarbeiter Marcel verkörpert. Dessen malerische Domaine bewirtschaftet die Familie seit 1830. Und Klapisch ist nicht nur sein Regisseur und Freund - sondern eigenen Angaben zufolge auch seit 1991 sein Kunde.

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  • dpa
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