„Moonlight“ schlägt „La La Land“ Peinliche Panne bei der Oscar-Verleihung

Das Drama „Moonlight“ triumphiert als bester Film bei den Oscars. Und schlägt damit den Favoriten „La La Land“. Bei der Bekanntgabe passiert eine peinliche Panne: Zunächst wird der falsche Gewinner bekanntgegeben.
Update: 27.02.2017 - 06:40 Uhr Kommentieren
„Moonlight“ gewinnt überraschend den Oscar für den besten Film. Die Gewinner freuen sich - zumal sie zunächst gar nicht als Gewinner bekanntgegeben worden waren. Quelle: Reuters
Freude pur

„Moonlight“ gewinnt überraschend den Oscar für den besten Film. Die Gewinner freuen sich - zumal sie zunächst gar nicht als Gewinner bekanntgegeben worden waren.

(Foto: Reuters)

Los AngelesDas Drama „Moonlight“ von Barry Jenkins ist mit dem Oscar als bester Film ausgezeichnet worden. Das gab die Filmakademie in Hollywood bekannt. Zuvor war fälschlicherweise verkündet worden, dass das Musical „La La Land“ gewonnen habe.

„Moonlight“ über das Heranwachsen eines jungen Schwarzen gewann insgesamt drei Oscars. Noch mehr Auszeichnungen gingen allerdings an „La La Land“. Das nostalgische Werk von Regisseur Damien Chazelle gewann sechs Oscars, darunter in den Kategorien für Regie, Filmmusik und Kamera.

Seine Hauptdarstellerin Emma Stone wurde ebenfalls ausgezeichnet. Mit 14 Nominierungen war „La La Land“ als großer Favorit ins Rennen gegangen. Chazelle ist mit 32 Jahren der jüngste Regisseur, der je mit einem Oscar ausgezeichnet wurde.

Die deutschen Hoffnungen hingegen wurden enttäuscht: Maren Ade ging mit ihrer Tragikomödie „Toni Erdmann“ leer aus. Der Auslands-Oscar ging stattdessen an den iranischen Beitrag „The Salesman“ von Asghar Farhadi. Auch für den deutschen Dokumentarfilmer Marcel Mettelsiefen und den Komponisten Hauschka gab es keine Oscars.

Als bester Darsteller wurde Casey Affleck für seine Rolle im Drama „Manchester by the Sea“ ausgezeichnet. Darin spielt er einen traumatisierten Mann, der nach dem Tod seines Bruders in seine Heimatstadt zurückkehrt.

In den Schauspielerkategorien wurden als beste Nebendarsteller zwei Schwarze ausgezeichnet: Mahershala Ali gewann für seine Leistung in dem Drama „Moonlight“. Darin spielt der 43-jährige US-Amerikaner einen Drogenhändler und Ersatzvater für einen jungen schwarzen Heranwachsenden.

Bei den Frauen wurde Viola Davis ausgezeichnet. Die 51-Jährige gewann für ihre Leistung in dem Drama „Fences“ von Regisseur Denzel Washington, der auch in dem Film selbst die Hauptrolle spielt. Das Drama „Fences“ erzählt von einem afroamerikanischen Paar in den USA der 1950er Jahre.

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