Oscars 2015 Zwei Wirtschaftsprüfer kennen die Gewinner

Brian Cullinan und Martha Ruiz sind die Hüter der Oscar-Geheimnisse: Sie kennen schon jetzt die Namen der diesjährigen Gewinner. Auf Computern werden die Resultate nicht gespeichert – aus Angst vor Hackern
Kommentieren
Die Moderatoren erfahren erst beim Öffnen der Umschläge, wem sie den Preis überreichen dürfen. Quelle: AFP
Oscar-Statue vorm Dolby Theatre

Die Moderatoren erfahren erst beim Öffnen der Umschläge, wem sie den Preis überreichen dürfen.

(Foto: AFP)

Los AngelesIm wirklichen Leben arbeiten sie als Wirtschaftsprüfer, doch bis Sonntagabend sind Brian Cullinan und Martha Ruiz die Hüter der Oscar-Geheimnisse. Die beiden Mitarbeiter der Firma PriceWaterhouseCoopers haben zusammen mit einigen wenigen Helfern die Stimmen der mehr als 6000 Mitglieder der Oscar-Akademie ausgezählt, die über Sieger und Verlierer bei der Gala entscheiden. Damit die Namen bis zur letzten Minute geheim bleiben, wird grundsätzlich von Hand ausgezählt. Keiner der Helfer darf eine der 24 Kategorien allein auszählen – nur Cullinan und Ruiz kennen das Gesamtergebnis.

Auf Computern werden die Resultate nicht gespeichert – aus Angst vor Hackern. „Wir drucken alles aus“, sagte Cullinan der Nachrichtenagentur AFP. Beide bekommen dann jeweils einen kompletten Satz Karten, auf die sie per Hand die Namen der 24 Sieger schreiben. Dann stecken sie die Karten in Umschläge und kleben diese zu. In zwei Aktenkoffern werden die Umschläge bis zum Beginn der Gala von Sicherheitsleuten bewacht.

Um ganz sicher zu gehen, lernen Cullinan und Ruiz die Namen der 24 Sieger aber auch noch auswendig. Am Sonntagabend werden sich die beiden dann getrennt auf den Weg zum Dolby Theatre in Hollywood machen. Die Moderatoren erfahren erst beim Öffnen der Umschläge, wem sie den Preis überreichen dürfen.

Von Mafiosi, Serienkillern und Sklaven
Million
1 von 12

Clint Eastwood führte in dem Box-Drama nicht nur Regie, sondern spielte selbst auch mit. In seiner Rolle als Box-Trainer coachte er eine aufstrebende Anfängerin (gespielt von Hilary Swank), die sich bei einem Kampf schwer verletzt. Neben dem Preis für den Besten Film bekamen Eastwood und Swank auch noch die Auszeichnungen für die Beste Regie und für die beste Hauptdarstellerin.

L.A. Crash (2006)
2 von 12

Regisseur Paul Haggis heimste im Jahr zuvor bereits eine Nominierung für das beste adaptierte Drehbuch für „Million Dollar Baby“ ein. Im Jahr 2006 konnte er für sein Regiedebüt „L.A. Crash“ dann gleich den Oscar für den Besten Film und für das Beste Original-Drehbuch abräumen.

Departed – Unter Feinden (2007)
3 von 12

Mit Mafia-Filmen kennt sich Martin Scorsese aus. Er produzierte bereits das Gangster-Epos „Goodfellas“. In Scorseses „Departed“ brilliert Jack Nicholson als selbstherrlicher Mafiaboss in Boston. Dazu kommen fantastische Leistungen von Leonardo DiCaprio, Matt Damon und Mark Wahlberg. Für die Academy Grund genug, das Werk als Besten Film zu ehren.

No Country for Old Men (2008)
4 von 12

Joel und Ethan Coen wagten sich mit „No Country for Old Men“ an ihre erste Literaturverfilmung. Nach dem Roman von Cormac McCarthy inszenierten sie einen Western-Thriller mit Josh Brolin, Tommy Lee Jones und Javier Bardem (Foto). Die Academy zeichnete das Werk mit vier Oscars aus: Nicht nur der Preis für den Besten Film ging an die Coen-Brüder, sondern auch die Auszeichnung für die Beste Regie und das Beste adaptierte Drehbuch. Bardem erhielt für die Rolle als Serienkillers ebenfalls einen Oscar – als bester Nebendarsteller.

Slumdog Millionaire (2009)
5 von 12

Der Preis für den Besten Film war nur eine der sieben goldenen Statuen, die der Film von Regisseur Danny Boyle abräumen konnte. Er erzählt die Geschichte eines Jungen, der in den Slums von Mumbai groß geworden ist und die Chance seines Lebens in der indischen Version von „Wer wird Millionär?“ bekommt.

The Hurt Locker (2010)
6 von 12

Regisseurin Kathryn Bigelow überraschte mit ihrem Triumph im Jahr 2010 die Fachwelt. Favorit war eigentlich ihr Ex-Mann James Cameron. Jener ging mit „Avatar“ zwar nicht leer aus, musste aber in der wichtigsten Kategorie – Bester Film – Bigelow den Vortritt lassen. Mit ihrem Film über ein Bombenentschärfer-Team im Irak erhielt sie zudem als erste Frau überhaupt den Oscar für die Beste Regie. Auch in diesem Jahr ist die Regisseurin mit „Zero Dark Thirty“, einem Film über die Suche nach Osama bin Laden, wieder für den Besten Film nominiert.

The King's Speech (2011)
7 von 12

Die Geschichte vom stotternden britischen König George VI. und seinem radikalen Sprachtrainer gewann 2011 den Preis für den Besten Film. König-Darsteller Colin Firth wurde zudem als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. Helena Bonham-Carter war in ihrer Nebenrolle als Queen Elizabeth ebenfalls nominiert, ging jedoch leer aus.

Die Oscars werden am Sonntagabend (Montag 02.30 MEZ) zum 87. Mal in Los Angeles verliehen. Besonders gute Chancen auf einen der begehrten Filmpreise haben die Showbiz-Satire „Birdman“ und die britisch-deutsche Komödie „Grand Budapest Hotel“ mit je neun Nominierungen. Als aussichtsreicher Kandidat für den besten Film des Jahres gilt zudem das Langzeitprojekt „Boyhood“.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • afp
Startseite

Mehr zu: Oscars 2015 - Zwei Wirtschaftsprüfer kennen die Gewinner

0 Kommentare zu "Oscars 2015: Zwei Wirtschaftsprüfer kennen die Gewinner"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%