RTL-Dschungelcamp Teurer Wahnsinn in der Wildnis

Das Dschungelcamp ist wieder da. Zwei Wochen lang leben zwölf Ex-Stars und Möchtegern-Prominente in der australischen Wildnis. Ständig beobachtet von RTL-Kameras. Was Sie über das Ekel-Spektakel wissen müssen.
Sonja Zietlow und Daniel Hartwich moderieren die RTL-Show. Quelle: dpa
RTL-Dschungelcamp

Sonja Zietlow und Daniel Hartwich moderieren die RTL-Show.

(Foto: dpa)

DüsseldorfMaden auf dem Teller, ein Sarg voller Kakerlaken oder ein Teich mit Schlangen. Die Zutaten für das „Dschungelcamp“, das der Privatsender RTL alljährlich im Januar für eine Handvoll schwieriger TV-Existenzen einrichtet, sind ebenso ekelerregend wie vorhersehbar. „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“, wie die erfolgreiche TV-Sendung offiziell heißt, startet zum zehnten Mal in Deutschland.

Medienexperten gehen davon aus, dass es dieses Mal eine recht unterhaltsame Staffel wird – im Gegensatz zum Vorjahr. Hier eine Kurzeinführung für neue und alte Dschungelcamp-Fans.

Die Regeln

Zwölf Menschen, die von sich behaupten, Promis zu sein, werden von RTL in den australischen Dschungel geschickt. Das Essen wird rationiert, die Überlebensspiele von Tag zu Tag garstiger, und überall laufen die Kameras. Zwei ganze Wochen lang. Das Publikum, das sich davon prächtig unterhalten fühlt, darf nach einigen Tagen beginnen, seinen Dschungelliebling zu unterstützen.

Dafür müssen die Zuschauer Geld einsetzen, denn die Telefonanrufe sind kostenpflichtig. Wer als letzter im Dschungel ist, darf sich Dschungel-König nennen. Sein bis dato leerer Terminkalender füllt sich ab dem Tag der Krönung wie von Geisterhand mit zahlreichen Gastauftritten in TV-Sendungen. Oder mit Gigs bei Kirmesveranstaltungen. Ein Wahnsinn.

Wer freiwillig flüchtet, verdient weniger
Dschungelcamp
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Im RTL-Dschungelcamp, moderiert von Sonja Zietlow und Daniel Hartwich, kämpfen noch immer sieben mehr oder minder prominente Mitspieler um den Titel des „Dschungelkönigs“. In der Nacht zum Dienstag musste keiner der Teilnehmer das Pritschenlager von „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“ verlassen - weil Rolf Zacher und Gunter Gabriel das Camp in den vergangenen Tagen bereits vorzeitig geräumt hatten. Für Zacher (74) war wegen gesundheitlicher Gründe Schluss gewesen. Gabriel (73) war freiwillig gegangen – und der Auszug wird teuer für ihn. Denn Gabriel war vor seinem Auszug einer der Topverdiener. Insgesamt mehr als 1,2 Millionen Euro versprach RTL den zwölf Kandidaten. Vier davon sind absolute Spitzenverdiener mit Honoraren weit über 100.000 Euro.
Quelle für die versprochenen Gagen: "Bild" vom 23. Januar 2016

Sophia Wollersheim (28)
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Das It-Girl und Model, Gattin des nur unwesentliche 36 Jahre älteren Bordellbetreibers Bert Wollersheim, hat eine klare Motivation für ihre Zeit im Camp: „Ich möchte den 'Mensch Sophia' zeigen. Die Leute sehen ja immer nur die äußere Fassade“. Das gelingt ihr gut und die versprochene Busen-Show blieb bisher aus.

Gage: 40.000 Euro

David Ortega Arenas (rechts, 30)
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Eines ist sicher: In Sachen Trash-TV besitzt Arenas reichlich Erfahrung. Von 2013 bis 2015 spielte er die Rolle des „Diego Cortez“ in der Scripted-Reality-Serie Köln 50667 und wurde so einem breiteren Publikum bekannt, bereits 2011 hatte er einen Monat im Big-Brother-Container verbracht. Es folgten einige Engagements als Model und ein erfolgloser DSDS-Auftritt. Auch im Dschungel war es für Camp-Philosophen nach sieben Tagen Schluss.

Für das einwöchige Abenteuer zahlt RTL Ortega eine Gage von 55.000 Euro – 7.100 Euro pro Tag.

Menderes Bagci (31)
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Der „DSDS-Kultkandidat“ ist bekannt dafür, bei jeder neuen Staffel der Castingshow wieder auf der Matte zu stehen – um dann von der Jury aus Bohlen und Kollegen auch mangels jeglichen Talents direkt wieder nach Hause geschickt zu werden. Doch im Dschungel gehört er nicht zu den ersten Teilnehmern, die rausflogen. Seine Teilnahme katapultiert ihn plötzlich zum Publikumsliebling.

Gage: 59.000 Euro

Quelle: OTS

Nathalie Volk (19)
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Bei „Germanys Next Topmodel“ die Zicke, im Dschungelcamp eher das „Faultier“. Sie glänzt vor allem mit Nichtstun und provoziert damit Camp-Bewohner Thorsten Legat: „Nathalie ist noch ein junges Küken [...] Sie drängt sich nicht auf, nur bei ihren Dingen: 15 Stunden schlafen, Haare kämmen, Lippenstift und hier sitzen mit dem Hut. Wir sind ja hier nicht bei Topmodels oder auf der Beautyfarm. Hier ist Dschungelcamp! Da muss man im Dreck rumwühlen, bisschen ackern. Und wenn du das nicht tust, was willst du dann hier?“

Gage: 60.000 Euro

Ricky Harris (53)
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Der Moderator und Schauspieler wollte im Camp auch für den Ruf seiner Geschlechtsgenossen kämpfen, doch irgendwie kam das nicht so gut an. Radau-Ricky flog als dritter Kandidat raus. Sein Aufenthalt im Camp dauerte zehn Tage, dafür bekommt der Moderator 62.000 Euro – macht 6.200 Euro pro Tag.

Helena Fürst (41)
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Die TV-Anwältin, deren Doku-Soap „Kämpferin aus Leidenschaft“ 2015 eingestellt wurde, will im Dschungelcamp Klartext reden: „Ich rede nie hinten herum, sondern immer gerade heraus. Manche Menschen haben damit ein großes Problem.“ Ja, das stimmt. Nicht bei allen kommt Helena gut an, mit Camp-Bewohner Thorsten Legat werden sie bestimmt keine Freunde mehr.

Gage: 65.000 Euro

Die Quoten

Die durchschnittlichen Einschaltquoten schwanken von Jahr zu Jahr. 2015 beispielsweise war ein schwacher Jahrgang, im Schnitt sahen 3,78 Millionen Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren den Ekelspielen zu. Zum Vergleich: 2014 lag die Quote bei 4,69 Millionen und 2013 bei 4,48 Millionen Zuschauern.

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