Tatort Ein Mord für mehr Gerechtigkeit

Versichert heißt nicht immer abgesichert, dass muss auch das Dresdner „Tatort“-Team bei seinen Ermittlungen feststellen. Bei der Aufklärung eines Mordes an dem Abteilungsleiter einer Versicherung kommt Einiges ans Licht.
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Kommissariatsleiter Peter Schnabel (r.) muss mit den Hauptkommissaren Henni Sieland und Karin Gorniak den Mord an einem Abteilungsleiter einer Versicherung aufklären. Dabei tappen die drei lange Zeit im Dunkeln. Quelle: dpa
Dresdner „Tatort: Auge um Auge“

Kommissariatsleiter Peter Schnabel (r.) muss mit den Hauptkommissaren Henni Sieland und Karin Gorniak den Mord an einem Abteilungsleiter einer Versicherung aufklären. Dabei tappen die drei lange Zeit im Dunkeln.

(Foto: dpa)

DresdenEin Gläschen Sekt mit Blick über die Stadt, auch wenn die Zeiten gerade schlecht sind. „Auf uns“, sagt Ines Böhlert (Marie Leuenberger) und küsst ihren Mann Harald (Peter Schneider). Als sie noch einmal zum Auto geht, lenkt der seinen Rollstuhl auf die gefährlich abschüssige Straße. Der „Kurzschluss“ zu Beginn des neuen Dresden-„Tatort“ endet glimpflich.

Der vierte Fall des sächsischen Ermittlerteams wird an diesem Sonntag (20.15 Uhr) unter dem Titel „Auge um Auge“ im Ersten ausgestrahlt. Zur gleichen Zeit gibt der Abteilungsleiter seiner Versicherung im schicken City-Büro Anweisung, den um seinen Anspruch kämpfenden Kunden Böhlert weiter hinzuhalten. „Sie wissen ja, Zeit ist unsere wichtigste Mitarbeiterin“, frotzelt er – und lacht selbstgefällig ins Telefon. Nur Sekunden später ist er tot: nach drei gezielten Schüssen vom Hochhausdach.

„Ein Scharfschütze in der Versicherung“, witzelt Kommissariatschef Peter Michael Schnabel (Martin Brambach). Er und die Hauptkommissarinnen Henni Sieland (Alwara Höfels) und Karin Gorniak (Karin Hanczewski) geraten in ein Geflecht aus Intrigen und knallharter Firmenpolitik. Betrug, Eifersucht, Machtstreben, die Motivlage ist so breit wie das Portfolio der Verdächtigen.

Es geht um Mobbing am Arbeitsplatz, enttäuschte Versicherte, um Positionen und Aufstieg, Gerechtigkeit und Rache. Dabei hat die Kripo den wahren Täter lange nicht auf dem Schirm. Drehbuchautor Ralf Husmann hat ein Zeitungsartikel inspiriert, der die im Film gezeigte Entwicklung skizzierte.

Die Leute vertrauten darauf, dass ihnen mit einer Versicherung nichts passieren kann. Aber auch die handelten nach der Maxime: so spät und so wenig wie möglich zahlen. Das könne Betroffene im Einzelfall die Existenz kosten.

„Das fand ich, ist eine gute Grundlage für einen Krimi.“ Und Husmann gefiel die Idee, „Verunsicherung in eine Versicherung zu bringen“. Sein dritter Dresden-„Tatort“ zeige, dass Betrüger auch im Großraumbüro sitzen könnten.

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