Tatort-Kommissar Dietz-Werner Steck ist tot

Abschied vom „schwäbischen Columbo“: Dietz-Werner Steck ist tot. Der frühere Darsteller des „Tatort“-Kommissars Bienzle starb an Silvester nach langer schwerer Krankheit im Alter von 80 Jahren.
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Dietz-Werner Steck als Hauptkommissar Ernst Bienzle bei Dreharbeiten zum Stuttgarter Tatort. Steck war von 1991 bis 2007 als Tatort-Kommissar im Fernsehen zu sehen. Jetzt starb er im Alter von 80 Jahren. Quelle: dpa
Dietz-Werner Steck

Dietz-Werner Steck als Hauptkommissar Ernst Bienzle bei Dreharbeiten zum Stuttgarter Tatort. Steck war von 1991 bis 2007 als Tatort-Kommissar im Fernsehen zu sehen. Jetzt starb er im Alter von 80 Jahren.

(Foto: dpa)

StuttgartDer frühere „Tatort“-Kommissar, der Schauspieler Dietz-Werner Steck, ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Als langjähriger Ermittler Ernst Bienzle war der Schwabe Millionen Zuschauern bekannt. Am 31. Dezember starb Steck in Stuttgart, wie seine Ehefrau Hanna Steck der Deutschen Presse-Agentur am Montag sagte. Zuvor hatten „Stuttgarter Zeitung“ und „Stuttgarter Nachrichten“ darüber berichtet. „Wir haben einen großartigen Schauspieler und ein schwäbisches Original verloren“, sagte SWR-Intendant Peter Boudgoust am Montag.

Steck wurde zwischen 1991 und 2007 als „Schwäbischer Columbo“ in 25 Fällen des Stuttgarter „Tatorts“ bekannt. Mit Trenchcoat und Schlapphut ermittelte Ernst Bienzle stets nach dem Prinzip: Gucken, verstehen, verhaften, wie der Südwestrundfunk es einmal formulierte.

SWR-Intendant Boudgoust würdigte Steck als Botschafter für den Südwesten. „Niemand konnte einen „Bruddler“ besser spielen als er.“ Für den Südwestrundfunk (SWR) stand Steck zuletzt in dem Film „Die Kirche bleibt im Dorf“ vor der Kamera. Aber auch auf Theaterbühnen war er jahrzehntelang zu sehen.

Mit ihrem Mann habe sie viel Glück gehabt und viele schöne Dinge erlebt, sagte Ehefrau Hanna Steck zu seinem 80. Geburtstag im vergangenen Jahr. Solche Erinnerungen könnten stark machen. „Sie lassen einen besser ertragen, was man heute durchleiden muss.“ Über den Gesundheitszustand ihres Mannes redete sie zuletzt nicht. Steck lebte in einem Pflegeheim.

Als „Tatort“-Ermittler kokettierte er fast ein bisschen damit, ein südwestdeutscher Brummbär zu sein. Seine Serien-Nachfolger „Lannert und Bootz“ (Richy Müller/Felix Klare) hätten „keinen Lokalkolorit“ mehr, kritisierte Steck einmal. Viele „Tatort“-Fans hätten den Abschied des charakterstarken Kommissars bedauert, der wegen seiner Art und seines Trenchcoats häufig mit dem amerikanischen Kult-Ermittler „Columbo“ (Peter Falk) verglichen wurde.

Steck wurde in Waiblingen geboren, seine Schauspielausbildung machte er an der Staatlichen Hochschule in Stuttgart. Von 1962 bis 1996 war er Ensemblemitglied beim Staatstheater Stuttgart, 2002 erhielt er die Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg. „Dietz-Werner Steck hat das Schwäbische im besten Sinne verkörpert“, sagte Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne), „mal grantig, mal schlitzohrig, aber immer liebenswürdig.“

  • dpa
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