TV-Preis Emmy „Game of Thrones“ räumt 24 Nominierungen ab

Die Nominierungen für den wichtigsten Fernsehpreis der Welt sind da – ein Triumph für Kabelanbieter und Online-Videotheken. Viele Nominierte sind bekannt. Doch bei den Comedys ist ein früherer Liebling nun Verlierer.
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Der „Emmy“ ist der bedeutendste Fernsehpreis der USA. Die Fantasy-Serie „Game of Thrones“ geht mit 24 Nominierungen ins Rennen. Quelle: ap
Begehrter Preis

Der „Emmy“ ist der bedeutendste Fernsehpreis der USA. Die Fantasy-Serie „Game of Thrones“ geht mit 24 Nominierungen ins Rennen.

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Los AngelesEs geht um den wichtigsten Fernsehpreis der Welt: Die Fantasy-Serie „Game of Thrones“ ist in 24 Kategorien für den Emmy vorgeschlagen, unter anderem als beste Dramaserie. Die meisten Sparten sind allerdings Nebenkategorien wie Kameraführung und Make-Up. In Deutschland läuft die Reihe bei RTL II und Sky.

Die von ZDF und ZDFneo ausgestrahlte Werbeagentur-Serie „Mad Men“ kommt für ihre Abschlussstaffel auf elf Nominierungen, unter anderem als herausragende Dramaserie und für die beiden Hauptdarsteller Jon Hamm und Elisabeth Moss. Genauso viele Nominierungen in den Comedysparten erhielt am Donnerstag in Los Angeles „Transparent“.

„Transparent“, eine Amazon-Webserie, kann sich neben Auszeichnungen als beste Comedyserie und für den besten Hauptdarsteller in neun anderen Fällen Hoffnungen auf einen Preis machen. Die „American Horror Story“ (hierzulande im Pay-TV bei Fox und frei empfangbar bei Sixx) kam bei der Bekanntgabe der möglichen Sieger für den wichtigsten TV-Preis der Welt auf 19 Nominierungen in den Kategorien für Miniserien.

„Dem deutschen Film ergeht es wie dem FC Bayern“
Cate Blanchett und Rooney Mara
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Menschen, deren Leben plötzlich Kopf steht – das war beim Filmfest Cannes am Wochenende das beherrschende Thema. Während sich Matthew McConaughey in „The Sea of Trees“ am Fuji umbringen möchte, kämpfen Cate Blanchett (links) und Rooney Mara in „Carol“ um ihre Liebe.

Rooney Mara
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Und in Nanni Morettis „Mia madre“ muss eine Regisseurin, gespielt von Margherita Buy, ihren Filmdreh durchstehen, obwohl sie mit den Gedanken bei ihrer sterbenden Mutter ist.

Leona Lewis
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Außer Konkurrenz feierte außerdem die Dokumentation „Amy“ über den Aufstieg und Absturz der britischen Sängerin Amy Winehouse Premiere. Das wollte sich auch die britische Sängerin Leona Lewis nicht entgehen lassen.

Naomi Watts und Matthew McConaughey
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In „The Sea of Trees“ des US-Amerikaners Gus Van Sant reist McConaugheys Figur nach Japan, wo er sich nach dem Tod seiner Frau umbringen möchte. So intensiv der Oscarpreisträger das spielt, so kitschig mutete die Inszenierung an. Der Regisseur darf sich dieses Mal wohl kaum Hoffnungen auf einen größeren Preis machen.

Cate Blanchett, Todd Haynes und Ronney Mara
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Da dürfte Todd Haynes deutlich bessere Chancen haben. Sein Drama „Carol“ basiert auf einem Roman von Patricia Highsmith, die darin ein autobiografisches Erlebnis verarbeitete: Eine junge Verkäuferin trifft Anfang der 1950er Jahre eine etwas ältere Frau, beide verlieben sich in einander.

Rooney Mara
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Regisseur Haynes, der in „Dem Himmel so fern“ ebenfalls von einer verbotenen Liebe erzählte, inszeniert dies als ein wunderbar und detailgetreu ausgestattetes Drama. Er deutet viel an, lässt sich und den Charakteren Zeit für die Entwicklung. Dabei ist es vor allem Rooney Mara, die mit ihrer Darstellung der jungen Frau überzeugt.

Natalie Portman
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Schauspielerin Natalie Portman hat ihr Regiedebüt vorgestellt. „A Tale of Love and Darkness“ basiert auf den autobiografischen Erinnerungen des israelischen Schriftstellers Amoz Oz und wurde auf Hebräisch gedreht.

Die 67. Auflage der Emmys sind damit erneut ein Schritt vorwärts für die Produzenten von nur im Internet empfangbaren Serien: Amazon Instant Video kommt auf 12 Nominierungen. Platzhirsch Netflix ist sogar mit 34 Nennungen dabei, davon 11 für die Politik-Serie „House of Cards“ (in Deutschland auch bei Sky Atlantic HD und Sat.1), sieben für die von NBC abgelehnte neue Comedy „Unbreakable Kimmy Schmidt“ und vier für die Gefängnis-Serie „Orange is The New Black“. Das Feld dominiert jedoch der Kabelanbieter HBO. Er kommt auf 126 Nominierungen.

Zu den Verlierern zählt die in Deutschland populäre „Big Bang Theory“. Hauptdarsteller Jim Parsons, der in der Serie den Physiker Sheldon Cooper spielt, hat für diese Rolle schon vier Mal den Emmy gewonnen, ist dieses Jahr aber nicht nominiert. Auch als beste Comedyserie ist die in Deutschland bei ProSieben laufende Reihe nicht im Rennen.

Die Emmys werden am 20. September in Los Angeles vergeben. Ausgezeichnet werden neben lang laufenden Serien auch Miniserien, Fernsehfilme und die besten Shows. Über die Sieger entscheiden die rund 19 000 Mitglieder der Academy for Television Arts & Sciences.

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  • dpa
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