Wenn Ebola um sich greift Weltuntergangsstimmung beim „Tatort“

Ein tödliches Virus sorgt in einem kleinen Ort für Chaos. Der „Tatort“ kehrt mit einem brisanten Thema aus der Sommerpause zurück. Die Wiener Ermittler stehen dabei vor großen Herausforderungen.
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Neue Staffel, neue Fälle, neue Kommissare
„Virus“
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Nach zehn Wochen Sommerpause gibt es am Sonntag (27.8.) um 20:15 Uhr im Ersten wieder einen neuen „Tatort“. Der erste Fall der neuen Saison kommt vom Wiener Team und heißt „Virus“. In der Woche drauf ist bereits wieder eine Erstausstrahlungspause angesagt: Das Erste der ARD zeigt das TV-Duell von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihrem SPD-Herausforderer Martin Schulz. Was ist in der „Tatort“-Saison 2017/18 eigentlich zu erwarten?

„Stau“
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Der Stuttgart-„Tatort“ profiliert sich zum Beispiel: In der aufwendig mit Computertechnik produzierten Folge „Stau“ (10. September) von Dietrich Brüggemann ermitteln die Kommissare Lannert und Bootz (Richy Müller und Felix Klare) unter Zeitdruck in einem Verkehrsstau, in dem sich der Täter noch befinden muss.

„Zwei Leben“
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Das Schweizer Team kommt am 17. September wieder. Im Krimi „Zwei Leben“ mit den Ermittlern Flückiger und Ritschard (Stefan Gubser und Delia Mayer) knallt einem Fernbusfahrer ein Mann in die Windschutzscheibe. Am Bundestagswahlsonntag (24. September) ist dann eine Woche später im Ersten kein neuer „Tatort“ im Programm.

„Goldbach“
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Am 1. Oktober startet das neue Schwarzwald-Team des SWR als Nachfolger des Bodensee-„Tatorts“. Die Ermittler Franziska Tobler und Friedemann Berg (Eva Löbau und Hans-Jochen Wagner) bekommen es in ihrem ersten Fall („Goldbach“) von Regisseur Robert Thalheim mit einem erschossenen Kind im Wald zu tun. Danach sind die Termine im Ersten noch nicht alle hundertprozentig klar, aber eine Menge Filme angekündigt.

„Zurück ins Licht“
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Im Krimi „Der Rote Schatten“ (15. Oktober) von Dominik Graf werden beispielsweise die Stuttgarter Kommissare mit der RAF-Vergangenheit konfrontiert. Der viertletzte Bremer „Tatort“ mit Inga Lürsen und Stedefreund (Sabine Postel und Oliver Mommsen), „Zurück ins Licht“, steht dann wohl am 22. Oktober an. Im Februar wurde angekündigt, dass 2019 Schluss ist mit dem aktuellen Bremen-Team.

„Fürchte dich“
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Das Frankfurter „Tatort“-Team Janneke und Brix (Margarita Broich und Wolfram Koch) kommt mit zwei Folgen in dieser Saison – bereits klar ist laut HR das Sendedatum 29. Oktober für den Gruselfilm „Fürchte dich“ – ein zu Halloween passender Krimi im Edgar-Wallace-Style.

„Gott ist auch nur ein Mensch“
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Im November kommt dann ein neuer Krimi mit dem beliebtesten Team, dem skurrilen Duo aus Münster. Kommissar Thiel und Prof. Boerne (Axel Prahl und Jan Josef Liefers) tauchen in dem Krimi „Gott ist auch nur ein Mensch“ in die Welt der Kunst ein, nachdem sich ein Werk des Aktionskünstlers G.O.D. als echte Leiche entpuppt hat.

WienEin österreichisches Dorf in der tiefsten Provinz im Ausnahmezustand: Quarantäne, Notfallkommandos und Soldaten in Schutzanzügen dominieren das Ortsbild. Todesangst greift bei den Bewohnern im neuen „Tatort“ in Windeseile um sich. Doch der gefürchtete Feind ist diesmal nicht zu greifen. Alles beginnt mit der Entdeckung einer Leiche. Die Wiener Ermittler sollen den Tod eines Mannes aufklären, doch nach der Obduktion ist plötzlich alles anders. Der Afrikaner trägt das gefährliche Ebola-Virus in sich und bringt die Kommissare selbst in Lebensgefahr. Die Krimireihe meldet sich mit einer sozialkritischen Anklage aus der Sommerpause zurück und will aufzeigen, wie fern geglaubte Krankheiten auch Europa erreichen könnten. „Virus“ läuft an diesem Sonntag (20:15 Uhr) im Ersten.

Die beiden Ermittler Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser) haben zunächst aber mit eigenen Problemen zu kämpfen. Sowohl die körperlichen als auch die psychischen Ergebnisse ihrer routinemäßigen Belastungstests sind miserabel. Die Stimmung zwischen den beiden langjährigen Kollegen ist wie immer konfliktgeladen.

Unvergessliche Krimis und Kommissare
„Taxi nach Leipzig“ (1970)
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Bei einer Autobahnraststätte in der Nähe von Leipzig ist ein fünfjähriger Junge tot gefunden worden. Per Fernschreiben bittet der Generalstaatsanwalt der DDR die West-Kollegen um Hilfe, denn das Kind trug Schuhe aus der Bundesrepublik. Trimmel (Walter Richter, rechts) winkt erst ab und wird dann doch neugierig - immer mehr Spuren führen in den Westen. Da sich der Hauptkommissar ohne größeren Papierkram eigentlich nur auf der Strecke nach West-Berlin bewegen darf, täuscht er kurzerhand eine Autobahnpanne vor und fährt im Taxi nach Leipzig. Dort stößt er auf ein makabres Komplott. Der erste Film der „Tatort“-Reihe.

Das große Jubiläum
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Auch die 1.000 Folge bekommt den Titel „Taxi in Leipzig“ – in Anlehnung an das große Jubiläum. Der „Tatort“ ist auch im Jahr 2016 noch äußerst beliebt, auch wenn die Quoten von früher nicht mehr zu erreichen sind: Die erste Folge erzielte 61 Prozent Marktanteil. Angesichts der Konkurrenz dürfte das heute kaum noch möglich sein.

„Reifezeugnis“ (1977)
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Der wohl legendärste „Tatort“: Der Kieler Kommissar Finke (Klaus Schwarzkopf) hat es darin mit dem Mord an einem Schüler zu tun und trifft auf eine Schülerin (Nastassja Kinski, rechts), die ein Verhältnis mit ihrem Lehrer (Christian Quadflieg, links) hat...

Kinski als Jugendstar
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Nastassja Kinski (links) ist erst 15 Jahre alt, als sie für diesen Krimi viel nackte Haut zeigt. Damals ein Skandal. Wolfgang Petersen, der später mit „Das Boot“ und „Die unendliche Geschichte“ Welterfolge feierte, setzte den Mordfall gekonnt in Szene.

„Duisburg-Ruhrort“ (1981)
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Eines seiner ersten Worte ist „Scheiße“. Die „Tatort“-Zuschauer wissen im Jahr 1981 sofort, woran sie bei Kriminalhauptkommissar Horst Schimanski (Götz George) sind. Das Publikum liebt diesen Ruhrpott-Proll mit Schnauzbart und zerknautschter Windjacke. Streng genommen ist es eine M-65-Feldjacke der US-Streitkräfte, die auch Robert De Niro als Travis Bickle im Kinofilm „Taxi Driver“ trug. Für Schauspieler Götz George wird „Schimmi“ fast schon ein Alter Ego. Im ersten Fall geht es um einen Toten im Duisburger Hafen.

„Frau Bu lacht“ (1995)
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Grimme-Preisträger Dominik Graf drehte diesen bekannten Münchener Krimi. Ivo Batic und Franz Leitmayr (Miroslav Nemec, Mitte, und Udo Wachtveitl, links), ermitteln bei einer Partnervermittlung für Thai-Frauen – damals noch nicht weißhaarig. Auf dem Foto rechts: Der Verdächtige D. Zimmer (Ulrich Noethen).

Kaltherziger Umgang
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Der kaltherzige Umgang deutscher Ehemänner mit den Asiatinnen, die ihnen in den ersten Jahren durch deutsche Abschiebegesetze ausgeliefert sind, kommt genauso gnadenlos auf den Tisch wie das Thema Kindesmissbrauch. In den Augen vieler Fans ist der Fall aus München eine der stärksten „Tatort“-Episoden.

„Du bist zu früh! Sag einmal, kannst du nicht zu spät kommen, wie jeder normale Mensch?“, fährt Fellner ihren Partner an, als dieser ihr mit einem Ständchen zum Geburtstag gratulieren will. Ein Einsatz im steirischen Pollau beendet die Zankereien in Wien zunächst – und offenbart am Ende der Folge nach durchgestandenen Krisen doch die tiefe Zuneigung füreinander.

Gerufen werden die beiden Polizisten wegen eines mysteriösen Mordfalles in einem Steinbruch. Ein etwa 40-Jähriger wird dort mit Löchern im Kopf erschlagen aufgefunden. Woher kommt der gepflegte Mann (David Wurawa) ohne jede Papiere? Hat der Afrikaner etwas mit dem Fluchthof im Ort zu tun? Dort leben seit Jahren mehrere afrikanische Familien auf der Alm in ländlicher Idylle. Die Migranten singen und tanzen in bunten Kleidern ums Lagerfeuer und bedienen dort wohl mehr Klischees als für den Krimi eigentlich nötig. Regisseurin Barbara Eder inszenierte nach einem Buch von Rupert Henning.

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