„Zurück in die Zukunft“ Der Tag, als Marty McFly uns besuchen kommt

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Energie von der Krups-Kaffeemaschine
Wenn Autos abheben
Zeitreise zum 21. Oktober 2015
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Für Fans der „Zurück in die Zukunft“-Filme ist der 21. Oktober 2015 ein besonderer Tag: An diesem Datum...

Szene aus „Zurück in die Zukunft II“
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...landen Doc Brown (links) und Marty McFly bei der Zeitreise im zweiten Teil der Trilogie. Beim Filmdreh in den 80er Jahren bewiesen die Produzenten jede Menge Fantasie, wie die Welt 30 Jahre später aussehen könnte. Einiges davon ist tatsächlich heute Realität, wie zum Beispiel Video-Telefonie oder der Türöffner per Fingerabdruck.

Der Traum vom fliegenden Auto
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Der fliegende DeLorean DMC-12, mit dem sich die beiden Protagonisten in die Zukunft katapultieren, greift seiner Zeit allerdings sehr weit vor. Tatsächlich ist der Traum vom fliegenden Auto auch heute noch vor allem ein Traum. Zwar haben sich verschiedene Hersteller und Wissenschaftler schon damit beschäftigt, den Individualverkehr in die Luft zu bringen. Bisher gibt es aber maximal Prototypen, denn dem Abheben des Autofahrers steht doch zu Vieles entgegen.

Flugauto Aerocar (1997)
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Angefangen bei der Konstruktion: „Man müsste so viele Kompromisse eingehen, dass am Ende ein schlechtes Auto und ein lausiges Flugzeug herauskäme“, fasst Stefan Levedag, Professor für Flugsystemtechnik und Institutsleiter beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), die Schwierigkeiten zusammen.

Flugauto Skyline Event GTS (1997)
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Tatsächlich sind die Anforderungen an Auto und Flugzeug sehr unterschiedlich und kaum miteinander vereinbar: So steht zum Beispiel der Fußgängerschutz am Pkw den spitzen Teilen – wie den Propellern – am Flugzeug entgegen.

Flugauto Terrafugia (2014)
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Auch machen die Anforderungen an die Crashsicherheit eines Autos den erforderlichen Leichtbau eines Flugzeugs unmöglich. „Ein Flugzeug ist nicht auf einen Straßencrash ausgelegt – Knautschzonen kosten viel Gewicht“, erklärt Levedag. Ein zu schweres Flugzeug braucht wiederum zu viel Energie, um abzuheben.

Flugauto PAL-V
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Hätte man eine miserable Kompromisslösung ersonnen, wäre sie auch noch extrem kostspielig: Laut Levedag „teurer als ein Rolls-Royce“, es würde also mindestens ein sechsstelliger Betrag fällig. (Foto: pr)

Eine schlechte Nachricht: Regen, der auf die Sekunde aufhört, gibt es nicht. Eine gute: Die Inflation ist nicht so weit, dass man eine Pepsi mit einem Fünfziger bezahlen muss. (Auch wenn die auf 6500 Flaschen begrenzte Auflage des Film-Getränks „Pepsi Perfect“ den Fans als Sammlerstück viel Geld wert sein könnte.) Sprachsteuerung im Alltag, Multimedialität - alles schon damals im Film gewesen. Selbst eine Videobrille wie Google Glass gibt es schon, und wenn persönliche Daten des Anrufers auf dem Bildschirm angezeigt werden, dann sieht das fast aus wie Facebook - 15 Jahre vor Facebook.

Wenn es um Energie geht, haben wir die Zukunft noch nicht eingeholt. Denn als „Doc Brown“ (Christopher Lloyd) Strom braucht, schmeißt er einfach ein paar Küchenabfälle in den weißen „Mr. Fusion“-Reaktor. Das Teil liefert nicht nur die Energie für die Zeitmaschine, den „Flux-Kompensator“, sondern ist sogar gewissermaßen Made in Germany: Basis für das Zukunfts-Gerät war eine Kaffeemühle von Krups.

Aber eine Reihe von Neuerungen würden dem jungen Mann aus dem Jahr 1985 dennoch äußerst futuristisch erscheinen. Davon ist zumindest der australische Zukunftsforscher Ross Dawson überzeugt. Selbst in seiner visionären Zunft hätten sich vor 30 Jahren die wenigsten Forscher vorstellen können, „dass Telefone einmal zu etwas anderem als zum Telefonieren“ taugen würden, sagt Dawson. „Deren Fähigkeit, alle Information des Planeten zugänglich zu machen, hätte sie umgehauen“, ist der Gründer der Denkfabrik Future Explanation überzeugt. Als der Film der Regisseure Robert Zemeckis und Bob Gale 1989 herauskam, galten CD-Player noch als Gipfel der technologischen Entwicklung.

Mit einem online gekauften 3D-Drucker können wir heute eine scheinbar endlose Zahl von Objekten nachbauen, darunter zum Beispiel weitere 3D-Drucker. Im Film führt eine Drohne im Jahr 2015 einen Hund spazieren, im realen 2015 sind die unbemannten Fluggeräte noch zu ganz anderen und mitunter weniger amüsanten Dingen imstande. Gentechnik erlaubt die Veränderung schadhafter DNA, und ein per Raumsonde abgesetzter Roboter reist seit vergangenem Jahr Millionen Kilometer von der Erde entfernt auf einem Kometen durchs All.

Heute gehören „downloaden“ und „streamen“ für viele zur Alltagssprache, während mit den Begriffen vor 30 Jahren niemand etwas hätte anfangen können. „Menschen gewöhnen sich sehr schnell an technologische Errungenschaften und nehmen sie als gegeben hin“, sagt Dawson. So könnten auch heute schon existierende Technologien aus dem Film, wie etwa biometrische Erkennungsverfahren oder Datenbrillen, in absehbarer Zeit kaum mehr aufsehenerregender Standard sein.

  • dpa
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