Zyklon in der Südsee „Pam“ traf Inseln mit voller Wucht

Nach Zyklon „Pam“ warten immer noch Tausende in Vanuatu auf Hilfe, aber trotz eintreffender Güter können Helfer sie nicht erreichen. Auf den Inseln sind viele Häuser zerstört, wie man aus der Luft sieht.
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Gnadenloser Zyklon „Pam“: Das Ausmaß der Zerstörungen

Port VilaAufklärungsflüge im Katastrophengebiet von Vanuatu haben erste Befürchtungen zu den Zerstörungen von Zyklon „Pam“ bestätigt. „Es gibt Berichte über katastrophale Verwüstung auf den Inseln Erromango und Tanna im Süden, wo nicht aus Beton gebaute Gebäude komplett platt sind und die Betonbauten keine Dächer mehr haben“, sagte Colin Collett van Rooyan, Leiter des Büros der Hilfsorganisation Oxfam in der Hauptstadt Port Vila. Präsident Baldwin Lonsdale machte den Klimawandel für die Katastrophe mitverantwortlich.

Mit Blick auf die Folgen von „Pam“ sagte Orla Fagan von der UN-Nothilfekoordination OCHA: „Das australische Militär hat nach dem Überflug erhebliche Zerstörung gemeldet. Wir machen uns große Sorgen um die südlichen Regionen.“

Immer noch gelang es Helfern nicht, die Inseln mit gut 30.000 Einwohnern zu erreichen. Erromango liegt mehr als 120 Kilometer südlich der Hauptinsel Efate, Tanna noch weiter südlich. Die nördlichen Inseln könnten dem schlimmsten entgangen sein, so Alex Mathieson von Oxfam, der bis vor kurzem in Port Vila lebte.

Die Not nach „Pam“
Aufräumarbeiten nach „Pam“
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Männer reparieren ein beschädigtes Segelboot nach dem Tropensturm „Pam“: Der Inselstaat Vanuatu war in der Nacht von Samstag auf Sonntag Opfer des Zyklons Pam geworden.

In den Ruinen
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Ein Mann inspiziert die Ruine seines Hauses: Die Zerstörung ist absolut. Meteorologen hatten den Wirbelsturm mit der Kategorie fünf beziffert. Somit fegten Sturmböen mit über 300 Kilometer pro Stunde über die Insel.

Wäschetrocknen in Vanuatu
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Vielerorts trocknet Wäsche in der Sonne von Vanuatu. Daran war vor wenigen Tagen noch gar nicht zu denken...

Zyklon Pam (2015)
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Starke Winde peinigten die Insel auch noch nach dem Zyklon. Nach unbestätigten Angaben sind dabei 44 Menschen ums Leben gekommen.

Bild der Zerstörung
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Die gewaltige Naturkatastrophe traf gleich mehrere Südsee-Staaten. Am schlimmsten soll der Zyklon in der Nacht von Samstag auf Sonntag um Mitternacht deutscher Zeit gewütet haben. Starke Winde peitschen die Wellen an die Küste der Hauptstadt des Inselstaates Vanuatu, Port Vila.

Der Tag danach
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Der Zyklon riss auf Vanuatu Boote, Häuser, Bäume, Dächer davon. Am Sonntag verließen viele Menschen die Notunterkünfte, um die Schäden in Augenschein zu nehmen.

Hauptstadt Port Vila
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Die meisten Häuser sind zerstört oder stark beschädigt.

Rooyan schloss nicht aus, dass mehr als ein Drittel der 250.000 Einwohner im ganzen Land obdachlos geworden seien. Die Zahl der Todesopfer war weiter ungewiss. Bislang bestätigt sind mindestens acht Tote. Auch Nachbarstaaten wie Tuvalu waren betroffen, wo die Hälfte der 10.000 Einwohner Hilfe brauchten, wie die Regierung sagte.

Die südlichen Inseln lagen direkt im Auge des Zyklons, der in der Nacht zum Samstag über die Region nordöstlich von Australien gezogen war. Es war einer der mächtigsten je gemessenen Zyklone.

„Die Versorgung funktioniert notdürftig“
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