
+++ Kanzlerwahl im Newsblog +++: Neue Machtverteilung der Ministerien: Digitales wird wichtiger


„Aus der SPD im Krisenmodus von 2019 ist wieder eine selbstbewusste, solidarische und erfolgreiche Partei geworden, deren Mitglieder samt Parteiführung zusammenhalten und zugleich mit ungemindertem Engagement über die besten Lösungen für unser Land debattieren“, sagte Walter-Borjans. „Mit Saskia Esken und Lars Klingbeil stehen zwei Kandidaten für den Vorsitz zur Wahl, die auch in Person für Kontinuität und Wandel stehen.“

Diese Bildungszeit dauere ein Jahr, erklärte Heil. Die Beschäftigten könnten sie aber auch als Bildungsteilzeit auf zwei Jahre strecken. Er werde die Bildungszeiten im neuen Jahr auf den Weg bringen. „Ich hoffe, dass wir das System dann 2023 in Deutschland einführen können.“ Heil appellierte an die Arbeitgeber, sich auf dieses Modell einzulassen. „Viele Arbeitgeber haben ein Interesse daran, durch die Weiterbildung von Beschäftigten ihre Fachkräftebasis zu sichern“, sagte er. „Das gilt besonders für Branchen im Strukturwandel.“

In der Partei läuft aktuell eine Mitgliederbefragung über den Nachfolger des Vorsitzenden Armin Laschet. Neben Braun bewerben sich Ex-Fraktionschef Friedrich Merz und der Außenpolitiker Norbert Röttgen. Bis zum 16. Dezember können die CDU-Mitglieder online oder per Briefwahl abstimmen. Die endgültige Entscheidung soll auf einem digitalen Parteitag im Januar fallen.

Zum sogenannten Zwei-Prozent-Ziel der Nato aus dem Jahr 2014 bekannte sich Scholz jedoch nicht ausdrücklich. Es sieht vor, dass sich alle Alliierten bis 2024 dem Nato-Richtwert annähern, mindestens zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Verteidigung auszugeben. Auch im Koalitionsvertrag wird das Ziel nicht erwähnt.
Stoltenberg sagte, wenn man die Verteidigungsausgaben reduziere, wenn es wie nach dem Kalten Krieg weniger Spannungen gebe, dann müsse man auch in der Lage sein, sie wieder zu erhöhen, wenn die Spannungen wieder stiegen. Letzteres sei derzeit der Fall. Zugleich räumte der Norweger ein, dass es nie leicht sei, Geld für Verteidigung zu finden. Mehr Geld dafür bedeute schließlich weniger Geld für etwas anderes.










Handelsblatt-Reporter Daniel Delhaes hat exklusive Infos zu der Machtverteilung unter den Ministerien:
Der Organisationserlass von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sieht deutlich mehr Kompetenzen für das Verkehrsministerium vor. Es soll künftig nicht mehr „Verkehr und digitale Infrastruktur“, sondern Ministerium für „Digitales und Verkehr“ heißen. Der Erlass liegt dem Handelsblatt vor.
Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) wird die Abteilung Digitalpolitik ins neue Digitalressort abgeben. Deren Leiter, Stefan Schnorr, soll Digitalstaatssekretär werden, wie das Handelsblatt berichtet. Auch die Digitalkompetenzen aus dem Kanzleramt wandern in das neue Digitalministerium.
Die seit Jahren stockende Konsolidierung der IT des Bundes soll Innenministerin Nancy Faeser (SPD) übernehmen. Sie muss die Kompetenzen für den Bau in das neue „Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen“ abgeben.
Ministerin Klara Geywitz (SPD) wird offenkundig nicht für den Bereich der Gebäudesanierung und damit den Klimaschutz im Gebäudebereich zuständig sein. Den Klimaschutz verantwortet der Minister für Wirtschaft und Klimaschutz, Habeck. Die internationale Klimapolitik wird vom Auswärtigen Amt unter Annalena Baerbock (Grüne) verantwortet.
Beide Aufgaben kommen aus dem Umweltministerium, dass im Gegenzug für den vollständigen Verbraucherschutz zuständig sein wird und ebenfalls für Produktsicherheit. Der Bereich Bürokratieabbau sowie die Verantwortung für den Normenkontrollrat wechselt in das Haus von Justizminister Marco Buschmann (FDP).














