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++ Newsblog ++ „Nationalismus und Egoismus dürfen nie wieder eine Chance haben“ – Merkels große Rede zur Zukunft Europas

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat im Europaparlament in Straßburg ihre Vision für Europa beschrieben. Die wichtigsten Punkte der Rede im Newsblog.
Update: 13.11.2018 - 15:48 Uhr 2 Kommentare
Was war das Wichtigste in der mit Spannung erwarteten Rede, die Angela Merkel im EU-Parlament gehalten hat?

- Die Kanzlerin hat sich für eine europäische Armee ausgesprochen. „Eine gemeinsame europäische Armee würde zeigen, dass es zwischen den europäischen Ländern nie wieder Krieg gibt.“ Macron hatte sich zuletzt bereits für eine europäische Armee ausgesprochen.

- Merkel kritisiert nationale Alleingänge beim Thema Staatsverschuldung. „Wer darauf setzt, Probleme alleine durch neue Schulden zu lösen, der stellt die Grundlagen für die Stärke und die Stabilität des Euro-Raumes in Frage." Ein Seitenhieb in Richtung Italien.
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Alexander Möthe
Bild: Reuters
Angela Merkel zeigte sich diskussionsfreudig und debattenerprobt – mit ihrer Rede stärkte sie die Position Emmanuel Macrons.
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Christian Rothenberg
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Alexander Möthe
EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker fährt mit Ausführungen zur Afrika-Politik fort, fordert einen Umgang auf Augenhöhe. Kanzlerin Merkel hat ihren Teil vor dem Parlament für heute geleistet, womit auch wir aus der Live-Berichterstattung aussteigen.
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Alexander Möthe
Einer der offenkundigen Buh-Rufer: Patrick O'Flynn, Europaabgeordneter der rechtspopulstischen britischen Brexit-Befürworter UKIP. Er fürchtet den europäischen "Superstaat".
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Christian Rothenberg
Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker ist der nächste Redner. Er dankt Merkel auf deutsch. "Sie haben recht, dass Sie die Grenze nicht geschlossen haben." Applaus und erneut Buhrufe.
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Christian Rothenberg
"Ich bin überzeugt, Europa ist unsere beste Chance auf dauerhaften Frieden", sagt Merkel. Sie erinnert an das Weltkriegsgedenken und das Scheitern des Völkerbundes. "Es kam das noch größere Grauen." Nationalismus und Egoismus dürften in Europa nie wieder eine Chance haben. Das ist der Schluss ihrer Rede. Die Abgeordnerten applaudieren, Merkel verlässt das Podium.
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Alexander Möthe
Rebecca Harms, Europa-Abgeordnete der Grünen, unterstützt Merkels Vorstoß zu einer europäischen Armee – als Garantie gegen Krieg untereinander.
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Christian Rothenberg
Merkel spricht sich für ein gemeinsames europäisches Asylverfahren aus. Sonst dürfe man sich nicht wundern, wenn sich das herumspreche. Es brauche gemeinsame Maßstäbe, sonst werde es nicht gelingen, den Bereich Flucht und Migration zu kontrollieren. "Das ich den Kern getroffen habe, zeigt sich an dem Protest", sagt Merkel und meint die Buhrufe während ihrer Rede.
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Christian Rothenberg
Merkels drittes Schwerpunktthema: Flucht und Migration. "Europa ist noch nicht so geeint, wie ich mir das wünschen würde." Beim Grenzschutz sieht Merkel Fortschritte. "Wir müssen auf nationale Kompetenzen verzichten."
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Alexander Möthe
Bild: Reuters
Bundeskanzlerin Angela Merkel trotzt bei ihrer Rede vor dem Europäischen Parlament auch Zwischenrufen und Unmutsbekundungen aus dem Plenum.
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Christian Rothenberg
Merkel kommt zum zweiten Punkt: einer stabilen Währungsunion. "Wir treten dafür ein, das Haftung und Kontrolle zusammen gehören." Europäische Solidarität und Eigenverantwortung seien die zwei Seiten der Medaille.
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Christian Rothenberg
Eine gemeinsame europäische Armee sei kein Widerspruch zur Nato, sagt Merkel. Immer wieder gibt es Zwischenrufe. "Ich lasse mich doch nicht irritieren", sagt Merkel in deren Richtung, "ich komme auch aus einem Parlament".
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Christian Rothenberg
Merkel fordert eine europäische Eingreiftruppe. "Wir sollten an der Vision arbeiten, eines Tages eine echte europäische Armee zu schaffen."
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Alexander Möthe
Die CDU hat ein erstes Kernzitat der Rede der Kanzlerin ausgemacht und getwittert: die Betonung der europäischen Einheit.
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Christian Rothenberg
Die Solidarität gebiete, alles daran zu setzen einen gemeinsamen Weg für alle Herausforderungen zu finden, sagt Merkel. "Einheit und Geschlossenheit sind für Europas Erfolg unverzichtbar." Sie nennt drei Bereiche, auf die es besonders ankommen werde. Der erste: die Außen- und Sicherheitspolitik. "Die Zeiten, in denen wir uns auf andere verlassen können sind vorbei. Wir müssen unser Schicksal stärker in die eigenen Hände nehmen." Es gibt Applaus, aber auch Buhrufe.
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Christian Rothenberg
Europa könne nur als Rechtsgemeinschaft funktionieren, wenn das Recht überall gleichermaßen geachtet wird, sagt Merkel. Solidarität bedeute auch nationale Egoismen zu überwinden. "Ich weiß, dass auch Deutschland sich nicht immer tadellos verhalten hat." Sie verweist auf die Flüchtlingsfrage, viele Abgeordnete applaudieren.
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Alexander Möthe
Der Vorsitzende der SPD im Europäischen Parlament, Jens Geier, heißt die Kanzlerin via Twitter im Plenum willkommen.
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Christian Rothenberg
Es sei mehr denn ja wichtig zusammenzustehen, sagt Merkel. Wichtig sei es, auch die Bedürfnisse der anderen zu verstehen. Die Solidarität sei universeller Wert und Grundvoraussetzung jeder funktionierenden Gemeinschaft. Sie sei zentraler Teil des Wertekanons und Teil der europäischen DNA.
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Christian Rothenberg
Merkel nennt die Staatsschuldenkrise, Terrorismus, Kriege vor der eigenen Haustür, Migrationsbewegungen, digitaler Fortschritt und den Klimawandel als die größten Herausforderungen für die EU. Sie nennt auch den Brexit und bedankt sich bei EU-Unterhändler Michel Barnier.
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2 Kommentare zu "++ Newsblog ++: „Nationalismus und Egoismus dürfen nie wieder eine Chance haben“ – Merkels große Rede zur Zukunft Europas"

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  • Merkel unendliche Geld-Großzügigkeit zum Schaden Deutschlands hilft nicht den EU-Ländern, sie werden schwach bleiben, Eigeninitiative bleibt aus. Das ist so nicht gut.
    Hilfe zur tatsächlichen Selbsthilfe wäre angebracht.

    Wissentransfer vor Geldtransfer!

  • Merkel ist und bleibt mitsamt ihren EU-Freunden und der Macroni aus Paris eine nimmermüde Eurosektiererin.

    Mit dem Ziel Deutschland mittelfristig als Souverän und Staat aufzulösen und in einem europäischen Bundesstaat aufgehen zu lassen.

    Und genau das - ist nichts anderes als eine perfide Verschwörung gegen das Volk und damit kriminell ! Denn sie hat kein Mandat dazu und keinen Volksauftrag.

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