Steuerhinterziehung Bundesweite Razzien bei UBS-Kunden

Rund 50 Steuerfahnder haben am Montag in ganz Deutschland Kunden der Schweizer Großbank UBS besucht. Sie werden verdächtigt, Steuern hinterzogen zu haben. Verantwortlich für die Razzien ist die Staatsanwaltschaft Bochum.
Update: 12.11.2012 - 13:59 Uhr 26 Kommentare
Bankkunden von UBS rücken ins Visier der Ermittler. Quelle: Reuters

Bankkunden von UBS rücken ins Visier der Ermittler.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfDie Staatsanwaltschaft Bochum hat unter dem Verdacht der Steuerhinterziehung bundesweite Razzien bei Kunden der Schweizer Großbank UBS angestoßen. Die „erste bundesweit angelegte Durchsuchung“ laufe, sagte der Bochumer Oberstaatsanwalt Norbert Salamon am Montag. Betroffen seien „inländische Kunden der UBS“.

Mehrere Staatsanwälte sowie rund 50 Steuerfahnder seien ausgerückt. Weitere Aktionen könnten folgen. Die Anklagebehörde in Bochum hatte bereits Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit einem von den Behörden in Nordrhein-Westfalen aufgekauften Datenträger eingeleitet.

Das ist schon die zweite juristische Front, die deutsche Behörden gegen UBS eröffnen. Vergangene Woche wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft Mannheim gegen eine unbekannte Zahl an Mitarbeiter der UBS Deutschland ermitteln wegen des Verdachts der Beihilfe zur Steuerhinterziehung. Über eine Kaskade an Konten sollen Zahlungen von unversteuerten Gelder verschleiert worden sein.

Die UBS dementiert diese Vorwürfe klar, die Bank habe die Vorgänge intern überprüft, die Bank habe keinerlei Hilfen zur Steuerflucht geleistet, alle Zahlungsströme seien korrekt dokumentiert worden, hieß es in Zürich.

Die Bochumer Ermittler dagegen stützen sich offenbar auf eine der vom Land NRW gekauften CDs mit gestohlenen Bank-Kundendaten. Der Datensatz bezüglich UBS soll mehr als 1000 Kunden mit zum Teil hohen Vermögen enthalten, heißt es in der Schweiz. Das Material beziehe sich auf Treuhandgeschäfte, bei denen die UBS-Tochter Corpboard Ltd mit Sitz in den Bermudas als Dienstleister fungiert haben soll.

Dazu nahm die UBS am Montag nur formal Stellung. In der Erklärung heißt es, die UBS habe „zur Lösung der Altgelderfrage mehrfach klar gemacht, dass wir die Abgeltungssteuer in der vorliegenden Fassung als eine tragfähige Lösung voll und ganz unterstützen." Die Bank leiste Kunden keine Unterstützung bei der Umgehung der Steuerpflichten. 2009 habe die UBS das Geschäft mit Deutschland einer genauen Prüfung unterzogen und die Regeln angepasst. Weiter heißt es: "Wer sich bei UBS nicht an die Regeln hält wird sanktioniert, bis hin zu Entlassung."

Das Finanzministerium in Düsseldorf hatte erklärt, seit 2010 seien insgesamt sechs CDs aus der Schweiz mit den Daten mutmaßlicher deutscher Steuerhinterzieher gekauft worden. Die rot-grüne Landesregierung in Düsseldorf stellt sich gegen das von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) ausgehandelte Steuerabkommen mit der Schweiz.

 

  • rtr
  • ali
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26 Kommentare zu " Steuerhinterziehung: Bundesweite Razzien bei UBS-Kunden"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • AS1
    Dem kann ich aber absolut zustimmen

  • Würde der Staat, das Volk, wie es ihm eigentlich zustände, sein Geld selber aus der Luft schöpfen, und dieses ungerechtfertigte Monopol nicht den Privatbanken überlassen, hätte der Staat keine Schulden.

    Unser Geldsystem ist darauf ausgerichtet, die Menschen zugunsten der Eliten zu versklaven. Mit dem ESM wurde dieses Versklavungssystem von der BRD auf EU Ebene gehoben.

    Der Euro ist das Instrument dazu. Europa wird gerade in eine Bankendiktatur transferiert.

    Die Politiker fürchten den Zusammenbruch des jetzigen Geldsystems wie der Teufel das Weihwasser. Aus gutem Grund. Ist nämlich erst mal das Geldschöpfungsmonopol von den Privatbanken zum Staat gewandert, bräuchten wir alle keine Steuern mehr zu bezahlen.

    Diese Umstellung auf ein anderes Geldsystem wäre für die Menschheit so enorm wichtig, bedeutet es doch eine Abkehr von Willkürherrschaft, Machtmissbrauch und sinnloser Kriege.
    Wir könnten dann nämlich mit unserem Geld eine wirklich lebenswerte Welt erschaffen.

  • @Ulrich62

    War unterwegs bis gerade....

    Danke für die Infos. Grundsätzlich ist die italienische Variante zu begrüssen. Zumindest ich als Steuerehrlicher hätte damit kein Problem.
    Was mir allerdings eher Furcht einjagt ist die Tatsache, dass man damit natürlich vollkommen gläsern ist. Zudem kann man die Barzahlungen natürlich auch auf 0,-- setzen. Dann ist man völlig abhängig vom System. Perfekt für eine NWO unter Führung einiger weniger und einem Haufen Sklaven - nämlich wir.
    Zudem fürchte ich, dass ein bestimmtes 0,1% imemer noch eine Türe offen hat.
    Das sind so meine Bedenken in der Sache.
    Würden sich endlich mal ALLE an Regeln halten, dann bräuchte man solche Gedanken erst gar nicht....
    Aber solange die Meisten erst mal an ihre eigenen Belange denken bleibt das sehr schwierig.

  • Welches Gesetz meinen sie? Ich denke wenn die EU Tölpel und Finanzminister eine vernünftige Steuerpolitik machen würden, gäbe es sehr viel weniger Steuerhinterzieher. Oder finden sie das 50% Steuern gerecht sind und der Wille des Volkes ist? In der Schweiz gibt es sehr viel weniger Probleme mit Steuerdelikten, weil die Steuern bis auf Ausnahmen bei ca. 18% liegen. Die Sozialleistungen sind in der Schweiz übrigens besser als in DE und auch gerechter.

  • Naturrechtler

    Ja sicher.Nur sind Steuergesetze unrecht?
    Ungerecht können
    sie manchem erscheinen.Das ist immer eine Frage des
    Blickwinkels.
    Oder ist der Steuerhinterzieher derjenige der Unrecht tut?
    Wo hört die Legitimation des Staates auf bzw.fängt sie an
    und gegenüber wem?
    Der Staat sind die Bürger,nicht die Politiker.
    Die Politiker werden gewählt/entsendet in freien geheimen
    Wahlen. Sie sollen im Idealfall den Bürgerwillen beachten
    und umsetzen.
    Wenn sie das nicht machen oder schlecht machen,wie diese Regierung,wählt man sie ab.
    Ein gefährliches Spiel sehe ich also nicht.

  • Hallo Gletschermann

    das sollten Sie aber nicht so laut erzählen, es könnte
    jemand hören....

  • KlausBeckmann

    Guten Abend Herr Beckmann,
    meine vollste Unterstützung!!
    Wenn man will und Zeit hat,so wie ich da ich schon
    Rentner bin, kann man sich das Schauspiel exemplarisch
    in der Schweiz und den Zeitungen dort ansehen!
    Die haben echte Probleme.
    Einerseits haben sie das Bankgeheimnis sogar in ihrer
    Verfassung stehen.So weit, so gut oder schlecht.
    Nur interessiert es kaum noch jemand.
    Die Amis haben es vorgemacht,mit gnadenlosem Druck.
    Die Franzosen schicken ihre Steuerfahnder in die Schweiz,
    die Italiener auch.
    Alle fahnden dort nach ihren Landsleuten.
    Bloß die Griechen nicht.Vielleicht haben die
    keine, zumindets keine, die deutsch,französisch oder
    italienisch sprechen.
    Die Deutschen regeln das wie immer,mit Kohle.Sprich sie kaufen CD.Das machen die anderen aber auch.Selbst für
    die Griechen ist mal was abgefallen, so nebenbei.
    Die Lagarde-Liste. Die haben sie nur verschwinden
    lassen, bis vor 2/3 Wochen.Da standen dann urplötzlich
    die Namen der Kontoinhaber in der Zeitung.Woher die kam
    weiss keiner so genau, der Chefredakteur sagt jedenfalls
    nix.








    Liste gekommen ist, noch unklar.

    Die Briten müssen nichts regeln,die haben ja
    praktischerweise ihre eigenen Inseln dazu,die Kanalinseln. oder halt ihr altes Weltreich, die Caymonilands z.B.

    Jetzt geht es also in der Schweiz richtig rund.
    Die politischen Parteien hauen sich den Schädel ein.
    Blocher, der Milliadär mit eigener Partei, son
    Berlusconityp, aber weitaus rechter,schimpft auf die
    Bundesregierung.Die ist Mitte-Links.Keilt zurück.
    Die wissen aber ganz genau, dass sie nichts, aber auch
    gar nichts machen können dagegen.Dann kommen woher auch
    immer plötzlich hässliche Details aus den Banken an die
    Öffentlichkeit.
    Vorige Woche ist ein Prozess entschieden worden.
    Es ging um die Kickback-Geschäfte der Banken bzw. deren
    Vermögensverwaltungen.Die haben ziemlich gnadenlos die
    Anleger abgezockt.Wie auch immer, die eine Bank muss
    jetzt rückwirkend für 10 Jahre ihre Geschäfte offen
    stellen.















  • Wenn Unrecht in Gesetze gegossen wird, bleibt es trotzdem Unrecht. So kann sogar eine Demokratie zum Unrechtsstaat werden.
    Hier spielen Politiker mit der Legitimation des demokratischen Staates - ein gefährliches Spiel!

  • ... offenbar noch nicht in Deutschland angekommen,ich ein Eidgenosse verstecke mein Geld auf den Cayman Islands ,die hohen Steuer vor unser Schweizer Fiskus zwingen mich dazu ..

  • Hallo AS 1

    Da bin ich aber sowas von voll bei Ihnen!!

    Bisher haben wir ja nur und ausschliesslich
    über die Einnahmeseite geredet.
    Zu den Ausgaben habe ich noch irgendwo was.
    Aber dann muss ich erstmal zum Bundesrechnungshof
    und so umswitschen.Vielleicht noch später,sonst
    bestimmt die Tage,mal sehen.

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