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1949 Der wohl härteste Wahlkampf der Bundesrepublik

Alle Augen richten sich auf den 22. September. Doch wie war das bei früheren Bundestagswahlen? Gab es vergleichbare Situationen? Worum wurde gestritten? Und wer gewann am Ende? Ein Rückblick: 1949.
28.07.2013 - 12:07 Uhr 12 Kommentare
Konrad Adenauer (CDU) wird am 20. September 1949 durch Bundestagspräsident Erich Köhler (r) als erster Kanzler der Bundesrepublik Deutschland in Bonn vereidigt. Bei der ersten Bundestagswahl gaben 78,5 Prozent aller 31,2 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme ab, wählten den ersten Deutschen Bundestag der Geschichte - und erteilten linken wie rechten Parteien eine Absage. Stattdessen ebneten sie dem CDU-Politiker Adenauer den Weg ins Bundeskanzleramt. Quelle: dpa

Konrad Adenauer (CDU) wird am 20. September 1949 durch Bundestagspräsident Erich Köhler (r) als erster Kanzler der Bundesrepublik Deutschland in Bonn vereidigt. Bei der ersten Bundestagswahl gaben 78,5 Prozent aller 31,2 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme ab, wählten den ersten Deutschen Bundestag der Geschichte - und erteilten linken wie rechten Parteien eine Absage. Stattdessen ebneten sie dem CDU-Politiker Adenauer den Weg ins Bundeskanzleramt.

(Foto: dpa)

Berlin „Wahlbetrug mit Ansage“ - im Bundestagswahlkampf 2013 sind Vorwürfe wie dieser bereits die ganz große Keule. Denn echte Verunglimpfungen akzeptiert das Wahlvolk schon länger nicht mehr. Vielleicht liegt das auch daran, dass die Unterschiede zwischen den Parteien geringer sind als früher und die Probleme kleiner. Bei der ersten Bundestagswahl 1949 war das noch ganz anders.

Vier Jahre nach Kriegsende liegt Deutschland damals noch immer am Boden, der beginnende Kalte Krieg hat die Spaltung bereits vertieft. In den drei westlichen Besatzungszonen ist mit Marshallplan und Währungsreform die Basis für einen wirtschaftlichen Aufschwung gelegt. Den Rahmen für ein neues demokratisches System setzt das frisch verabschiedete Grundgesetz. Nun geht es um die Ausgestaltung.

Die traditionsreiche SPD, damals noch eine echte Arbeiterpartei, sieht sich bereits als führende Kraft des Neuaufbaus. Immerhin hat sie schon Reichsregierungen geführt und den Naziterror überlebt - und CDU und CSU sind gerade erst gegründet worden. Doch der autokratische SPD-Vorsitzende Kurt Schumacher unterschätzt die Neuen und ihr Aushängeschild Konrad Adenauer. Denn dem Vater des Grundgesetzes gelingt es, den Wahlkampf zu einer Auseinandersetzung zwischen christlicher Freiheit und marxistischem Zwang zu stilisieren.

Die Union setzt dabei auf Ludwig Erhards Modell einer sozialen Marktwirtschaft, betont christliche Werte und steuert - trotz der allgemein angesagten Distanz zu den Besatzungsmächten - eine Anbindung an den Westen an. Die SPD dagegen will eine regulierte Planwirtschaft, kritisiert den Einfluss der Kirche und hält an der Gestaltung Deutschlands als Gesamtstaat fest. Doch die Repressionen in der Ost-Zone spielen Adenauer in die Hände: Die Angst der Wähler vor „den Russen“ ist größer als die Sorge um die Einheit der Nation.

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    12 Kommentare zu "1949: Der wohl härteste Wahlkampf der Bundesrepublik"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Die Bundestagswahl 2013 ist doch längst gelaufen. Es ist doch völlig gleichgültig, welche Koalition sich bildet und es ist völlig gleichgültig welche Partei den oder die Kanzler(in) stellt. Die Parteien des Bundestages sind sich in allen wichtigen Fragen, in allen existentiellen Fragen völlig einig. Ob SP/Grüne/Kommunisten oder CDU-CSU/FDP oder wie gemixt auch immer, die Beendigung souveräner deutscher Staatlichkeit, das Verschleudern des Volksvermögens, die weitere Einschränkung der Bürgerrechte, kurz das Ende Deutschlands, das streben sie doch alle an. Blind, oder mit Verstand, wie auch immer, dies wird das Endergebnis ihrer Bestrebungen sein.

    • "Der wohl härteste Wahlkampf...."

      Nein,nur Richtungsweisend, mehr nicht !
      Aber Entscheidend für unsere Zukunft !

    • @ Lebensberatung

      Zitat : 20.09.2013 bis 25.09.2013Die CDU geht als stärkste politische Kraft aus der Bundestagswahl hervor.

      - mit 23 % !

    • Wahl des 18. Deutschen Bundestages am 22. September 2013
      Die Wahl des 18. Deutschen Bundestages rückt immer näher.
      Das Zahlensystem Roth ( zahlensystemroth.wordpress.com )

      prognostiziert mit Fokus auf die Bundeskanzlerin und unter Zuhilfenahme
      ihrer Geburtsdaten folgende Entwicklung.
      Die Berechnung ist in einzelne Zeitabschnitte unterteilt.

      24.08.2013 bis 29.08.2013
      Die gegenwärtigen Schwierigkeiten mit verschiedenen Ministern ihres Kabinetts
      sowie die NSA Affäre wird die Kanzlerin ohne politischen Schaden „überstehen“.29.08.2013 bis 03.09.2013
      In diesem Zeitraum wird Frau Merkel nur zögernd politische Entscheidungen treffen.
      Sie wird versuchen, unangenehmen Beschlüssen auszuweichen und auf Zeit zu spielen,
      was ihr aber letzten Endes nicht gelingen wird.

      03.09.2013 bis 09.09.2013
      Während dieser Zeit wird die Kanzlerin in der Öffentlichkeit wenig präsent sein.
      09.09.2013 bis 14.09.2013
      Die Opposition wird die Kanzlerin in der heißen Phase des Wahlkampfes heftig
      unter Druck setzen und personelle Konsequenzen fordern. Frau Merkel wird in
      dieser Situation ihrem Führungsanspruch gerecht werden und Entscheidungsstärke
      zeigen.
      14.09.2013 bis 20.09.2013Die Kanzlerin wird gestärkt durch ihre in der Vorwoche getroffene Entscheidung
      den Wahlkampf mit voller Konzentration fortsetzen.
      20.09.2013 bis 25.09.2013Die CDU geht als stärkste politische Kraft aus der Bundestagswahl hervor.
      Frau Merkel wird dem Wahlergebnis zufolge ihre Kanzlerschaft behalten.
      Derzeit noch nicht genau erkennbar ist allerdings, mit welcher Partei die
      CDU eine Koalition eingehen wird.
      25.09.2013 bis 29.09.2013
      Das knappe Wahlergebnis erschwert Frau Merkel die Koalitionsbildung und
      Koalitionsverhandlungen.Fortsetzung folgt

    • "Schlimmer können die es auch nicht mehr machen!"

      Das stimmt nicht. Falls die AfD (auch Armut fuer Deutschland) sich doch noch in den BT einschleichen sollte, so wuerde der EUR fallen und die Zinsen steigen => Wohlstandsverlust, Mehrausgaben fuer Staat und Wirtschaft, die durch Sparmassnahmen/Entlassungen kompensiert werden muessten. Falls die AfD jedoch ernst machen sollte und EUR-Staaten in die Pleite treibt (halte ich allerdings fuer Wahlkampf-Luege, wie auch die Anti-EUR-Haltung), wuerde auch das Verluste fuer den Staat/die Wirtschaft und hohe Arbeitslosigkeit bedeuten. Hinzu kommt, dass die neoliberalen Gurus Lucke/Henkel/(Un)Sinn eine Ausweitung des Niedriglohnsektors (Hungerloehne, laengere Arbeitszeiten,weniger Urlaub, Sozialabbau, keine Mindestloehne) fordern - wieder Wohlstandsverlust und riesige Einnahmeausfaelle. Die Entlastung der Gutverdiener/Reiche (einheitlicher Steuersatz 25%) wuerde den Staat ca. 40 - 50 Milliarden kosten, dazu kommt noch die Abschaffung der EEG-Umlage zugunsten einer steuer-finanzierten Foerderung der regen. Energie. Summa summarum: Deckungsluecke/Einnahmeausfaelle min. 100 Milliarden EUR p.a., ein Konzept zur Deckung fehlt. Die AfD hat eben weder konkrete, nachvollziehbare Konzepte noch ein Partei-Programm, die halten den Waehler halt fuer so bloede, das er eine Partei waehlt, die nicht einmal konkret und verbindlich sagt, was sie eigentlich will. Bauernfaenger halt... AfD, die Alternative fuer Deppen.

    • @ Dagmark

      Kurze allgemeine Frage: Wie kommen Sie darauf, dass nur mit Bleistift angekreuzt wird - bitte Quelle angeben. Bei uns hier liegen immer schwarze Filzstifte aus. Bitte erklären Sie die Behauptung, da es mich wirklich interessiert; mir kommt es eher vor wie ein Gerücht. Da wäre es ja ratsam, wenn dem so sein sein sollte bei der Wahl am 22.9., vorsichtshalber einen Kulli dabei zu haben.

    • Wäre schön, wenn die Diätenerhöhungen mit der Richtigkeit der Wahlversprechen korrelieren würden.

      Dazu müssten den Wahlversprechen exakt messbare Daten oder eindeutige Aussagen zugrunde gelegt werden. Wenn die Ziele nicht erreicht bzw. nicht eingehalten werden, dann gibt es keine oder nur eine sehr geringe Diätenerhöhung, oder gar eine Absenkung.

      Und für solche Lügen wie "Die Rettungsschirme laufen aus, das haben wir klar vereinbart"(Schäuble), oder „Wir können Zinsen nicht sozusagen künstlich herunterrechnen (Merkel)“, oder „Deutschland kann sein Veto einlegen, wenn die Voraussetzungen für Hilfen nicht gegeben sind – und davon werde ich Gebrauch machen“(Merkel. Da aber alles alternativlos ist, gibt es kein Veto. Dafür die Versicherung, dass kein Land aus dem Euro gedrängt werde)

      Wird wohl ein Wunschtraum bleiben.

      Dieses derzeitige alternativlose fahren im Nebel, pardon auf Sicht, diese stümperhafte Energiewende, diese Konzeptionlosigkeit, diese Ignoranz gegenüber den Bürgern sollte beendet werden. Am 22.9. 2013.

    • Die AFD und auch die Ptraten kommen nicht in den Bundestag
      selbst wenn sie den 5% Antidemokratenwall bezwingen sollten.
      Wer die ersten Daten zu verfügung hat der malt zuerst.

      Im übrigen ist auch Guttenberg nicht zurück getreten wegen seiner falschen Dr-Arbeit. Er musste zurück treten weil er den Afghanistan Einsatz als einziger als Krieg bezeichnet hat.Da war man froh mit der NSA zu arbeiten, die gleich die richtigen Fliegenfänger fürs Volk parat hatte und alle stürzten sich darauf. Für die AFD und die Piraten liegen in den Tresoren schon die richtigen Gegenmittel bereit.

    • Das waren noch Zeiten als man erkennen konnte wer zu wem gehört. Heute sind alle Politiker gleichgeschaltet und auf Linie der Allierten gebracht. Wahlen werden nicht per Kreuz entschieden sondern nach Politischen Wunsch. Das geht über falsche Umfragen bis hin zum Gummi.Selbst in Bonn war Politik spannender als heute, wo alle Politiker vermutlich umerzogen worden sind. Der Lohn lebenslange angenehme Tage in den Parlamenten ohne Sorge auf Abwahl. Es sei denn man fällt auf.

    • Stimmt,
      einfach mal etwas anderes waehlen !

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