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20 Prozent der 15-Jährigen gelten als Risikoschüler Pisa-Studie belegt deutsches Mittelmaß

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Deutschland kann sich nach den Worten von Ministerin Bulmahn mit seinem mittelmäßigen Abschneiden nicht zufrieden geben. „Die Schüler in Deutschland brauchen einen besseren Unterricht, bessere Betreuung und eine bessere individuelle Förderung“, sagte Bulmahn am Rande von SPD-Gremiensitzungen in Berlin. „Wir dürfen nicht länger Kinder aussortieren und den schlechten Schülern keine Chance geben.“ Dass jeder fünfte Schüler in Deutschland nicht richtig lesen und schreiben lerne und mehr als zehn Prozent nicht einmal die Hauptschule abschließe, „kann uns nicht ruhen lassen“, sagte Bulmahn.

Österreich stürzte bei der neuen Pisa-Schulstudie ab. In praktisch allen Bereichen fielen die geprüften Schüler des Alpenlandes in das Mittelfeld oder das untere Drittel der 29 Staaten-Wertung der OECD- Mitglieder zurück. Bei der Pisa-Studie 2000 hatte Österreich noch in allen Bereichen im ersten Drittel und zum Teil deutlich vor Deutschland gelegen. Die konservative Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (Volkspartei) kündigte in Wien rasche Reformen an.

Das GEW-Vorstandsmitglied Demmer verwies darauf, dass laut Pisa in Deutschland über 20 Prozent der 15-Jährigen als so genannte Risikoschüler gelten, deren Mathematik- und Lesekompetenzen nicht über Grundschulniveau hinausgingen. Es sei verantwortungslos, diese jungen Menschen einfach abzuschreiben. Ihnen müsse schnell durch ein Sofortprogramm geholfen werden.

Die Macher der internationalen Pisa-Studie kündigten weitere Untersuchungen der Bildungssysteme für die kommenden Jahren an. Auch in den Jahren 2006 und 2009 solle die Entwicklung der nationalen Bildungssysteme beobachtet und verglichen werden, sagte Schleicher. Deutschland sei innerhalb einer Generation von einem Spitzenplatz im Bildungswesen ins Mittelfeld abgerutscht, sagte der Leiter der OECD-Abteilung für Bildungsindikatoren und Analysen. Korea habe es in der gleichen Zeit geschafft, in die Spitzengruppe aufzusteigen.

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