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400 Soldaten in die Türkei Kabinett beschließt Einsatz von Patriot-Raketen

Die Bundesregierung hat den Einsatz deutscher „Patriot“-Raketen in der Türkei genehmigt. Das Abwehrsystem soll die Grenze zu Syrien schützen. Das Mandat ist bis zum 31. Januar 2014 befristet .
Update: 06.12.2012 - 08:25 Uhr 12 Kommentare
Ein deutsches Flugabwehrraketengeschwader mit einer älteren Abschussvorrichtung des Waffensystems Patriot. Quelle: dpa

Ein deutsches Flugabwehrraketengeschwader mit einer älteren Abschussvorrichtung des Waffensystems Patriot.

(Foto: dpa)

BerlinDie Bundesregierung hat grünes Licht für den Einsatz von "Patriot"-Flugabwehrsystemen in der Türkei gegeben. Ein entsprechendes Mandat beschloss das Kabinett am Donnerstag in Berlin. Das Mandat ist bis zum 31. Januar 2014 befristet.

Der Bundestag soll bereits kommende Woche über die Mission abstimmen, an der sich auch die USA und die Niederlande beteiligen wollen.

Mit dem Mandat soll auch der Einsatz von Awacs-Aufklärungsflugzeugen abgedeckt werden, die ohnehin schon in der Region stationiert sind. Die Hightech-Flieger sind zu einem großen Teil mit deutschen Soldaten besetzt. Zu einer „Patriot“-Batterie gehören bis zu acht mobile Abschussrampen mit jeweils bis zu acht Raketen, ein Radargerät und ein Gefechtsstand. Für den Betrieb sind etwa 85 Soldaten notwendig.

Wie viele deutsche Staffeln tatsächlich in den Einsatz geschickt werden, ist noch unklar. Bisher war von zweien die Rede. Die Zahl der Soldaten, die tatsächlich in den Einsatz geschickt werden, könnte also deutlich unter 400 liegen.

Die Nato hatte die Entsendung der „Patriot“-Einheiten am Dienstag beschlossen. Die Außenminister warnten das Regime des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad zugleich vor einem Angriff auf das Nato-Mitglied Türkei.

Die Regierung in Ankara hatte die Nato nach wiederholten Granateinschlägen in ihrem Grenzgebiet zu Syrien um Hilfe gebeten. Die „Patriot“-Raketen mit einer Reichweite von 68 Kilometern sind für die Abwehr von Flugzeug-, Raketen oder Drohnenangriffen geeignet. Der Einsatz soll ausschließlich dem Schutz türkischen Gebiets dienen.

Türkei bittet Nato um Patriot-Raketen

Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hatte im Vorfeld bereits klargestellt, dass es um eine Verstärkung der integrierten Nato-Luftverteidigung in der Türkei als ausschließlich defensive Maßnahme gehe. Zur Durchsetzung einer Flugsverbotszone über Syrien dürften die „Patriot“-Raketen nicht eingesetzt werden.

 
  • dpa
  • dapd
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12 Kommentare zu "400 Soldaten in die Türkei: Kabinett beschließt Einsatz von Patriot-Raketen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wahnsinn... :

    "Russischer NATO-Botschafter warnt vor "unwiderruflichen Folgen" der Stationierung von Patriot-Raketen

    Mit dem geplanten Einsatz von Patriot-Raketen an der türkisch-syrischen Grenze wird die NATO in den Syrien-Konflikt involviert, sagte Alexander Grushko, der neue russische Botschafter bei der NATO am 30.11. in Brüssel.

    "Diese Beteiligung kann im Falle eines Zwischenfalls oder einer Provokation unwiderruflich werden," sagte Grushko. "Bisher hieß es von NATO-Vertretern immer wieder, Syrien sei nicht Libyen und die NATO spiele im Syrien-Konflikt keine Rolle." "

    Quelle: Bueso.de

  • Schämen muss man sich in Deutschland in erster für das Bildungssystem, welches offensichtlich nicht mehr in der Lage ist, grundlegende Rechtschreibfähgikeiten zu vermitteln.

  • endlich koennen wir wieder krieg spielen,ach wie hat man das vermisst!! jetzt muss nur noch schnell behauptet werden syrien bedroht die usa militaerisch und wir koennen panzer rollen lassen. ich glaube die orgasmen im bundestag sind dann nicht mehr zu zaehlen. also auf in den kampf,und schoen das gehirn ausschalten, fuer das pleite land usa. die haben uns ja mit rosinenbomber beigestanden.man muss sich schaemen deutscher zu sein!!

  • Ich vermute, dass auch nicht um die Einrichtung von Flugverbotszonen geht. Dafür gibt es sicher effektivere Mittel als Patriots. Mir scheint am wahrscheinlichsten, dass das NATAO-Bündinisgebiet gegen Raketenangriffe aus dem Iran, nach einem möglicherweise bevorstehenden Schlag gegen dessen Atomanlagen im Frühjahr 2013 verteidigt werden soll. Da passt es nämlich hervorragend ein paar Patriots in der Türkei rumstehen zu haben, die gerade nicht zum Schutz vor Steinwürfen aus Syrien gebraucht werden...

  • Dass der sogenannte Bundestag ein reiner Abnickverein ist, besetzt mit Blockparteien, wie die ehemalige Volkskammer, dürfte mittlerweile wohl jeder gemerkt haben - und bedarf keines Kommentars mehr.
    Es gab aber mal eine Zeit, da war die Vorbereitung eines Angriffskrieges laut Grundgesetz strafbar und es wurden schon vor der Existenz des Grundgesetzes und vor Einführung dieses Straftatbestands deutsche Politiker genau dafür verurteilt.

    Es ist ziemlich klar, warum es bei der Stationierung der Patriots geht und warum nicht. Es geht jedenfalls nicht darum, ein paar Steinwürfe und Mörsergranaten (von wem die auch immer abgefeuert wurden) abzuwehren, sondern um das Einrichten einer "Flugverbotszone". Was "Flugverbotszone" im Nato-Jargon offenbar heißt ist schlichtweg ein Angriffskrieg, so wie wir es im Libyenkrieg gesehen haben, wo während der "Überwachung des Luftraumes" Bodentruppen und sogar Wohnviertel bombadiert wurden, um den "Rebellen" den Vormarsch zu erlauben.

    Was hinter all dem geostrategisch steckt sind nicht Menschenrechte, sondern die Bodenschätze, insbesondere die immensen Gasvorkommen des östlichen Mittelmeers, wobei Länder von Tunesien/Libyen bis hin zur Türkei Ansprüche darauf erheben. Man schaue auf eine Karte der Gegend und beachte in diesem Zusammenhang auch die "kürzlichen" Ereignisse um das süd-östliche Mittelmeer von Tunesien, Libyen über Ägypten, Gaza bis Syrien (nur der Libanon fehlt noch, wann kommt der dran?). Warum sind Israel und die Türkei so aggressiv, auch gegeneinander (man denke an die türkischen Gaza-Boote)? Griechenland wird gerade "finanziell" weichgekocht.
    Hier geht es durch die Kontrolle der Bodenschätze um viel Macht und Geld! Umso erstaunlicher, daß unsere lieben deutschen Politiker und Medien das (vorgeblich und demonstrativ) nicht mitbekommen haben und lieber - wie damals in Libyen Kriegspropaganda verbreiten. Sind die taub und blind oder werden wir einfach verschaukelt?

  • so ein Wahnsinn...

    Hauptsache man lenkt dann mit NPD Verbot ab bzw. Auländer bekommen nun mehr Geld. Das Handelsblatt weiß schon warum sie bie diesem Artikel kein "kommentieren" Button angehangen haben...


    Deutschland muß mit allen mitteln geschwächt werden

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Das Abstimmen im Bundeskabinett braucht man in unser heutigen Zeit eigentlich nicht mehr erwähnen, kennt man das Ergebnis doch vorher schon.

  • Die Platzierungen erfolgen 60 Kilometer von der syrischen Grenze entfernt, für Patriots nicht zu erreichen.

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