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5000 Plätze Abkommen bietet Spaniern Jobchancen in Deutschland

Junge spanische Arbeitslose setzen in der Krise auf Deutschland: Sie hoffen dort auf einen Ausbildungsplatz oder eine Arbeitsstelle. Ein bilaterales Abkommen will ihnen diese Chance eröffnen.
21.05.2013 - 14:50 Uhr 17 Kommentare
Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (R)und ihre spanische Amtskollegin Fatima Banez beim Treffen in Madrid. Quelle: dpa

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (R)und ihre spanische Amtskollegin Fatima Banez beim Treffen in Madrid.

(Foto: dpa)

Madrid In den nächsten vier Jahren sollen rund 5000 junge Spanier in Deutschland Ausbildung oder Beschäftigung erhalten. Dies ist das Ziel eines Abkommens, das Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Dienstag in Madrid zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit unterzeichnete. Bei dem Treffen mit ihrer spanischen Amtskollegin Fátima Bánez Garcia sagte von der Leyen, die jungen Leute würden in Deutschland angesichts von 33 000 unbesetzten Ausbildungsplätzen „mit offenen Armen empfangen“.

In Spanien liegt die Jugendarbeitslosigkeit derzeit bei 56 Prozent, das ist der zweithöchste Wert nach Griechenland in der EU. In Deutschland sind nur 7,6 Prozent der jungen Leute unter 25 ohne Job.

Das Abkommen bedeute, „dass wir gemeinsam Instrumente voranbringen wollen, von denen wir wissen, dass sie wirken“, sagte von der Leyen unter Hinweis auf das in Deutschland bewährte duale Ausbildungssystem. Deutschland wolle Spanien beim Aufbau dieser Strukturen helfen. Ganz wichtig dabei sei, „die Wirtschaft im Boot zu haben“.

Deutschland, das vor zehn Jahren noch als der kranke Mann Europas gegolten habe, zeige, welche Fortschritte möglich seien. Sie ermunterte Spanien, den eingeschlagenen Reformkurs fortzusetzen.

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    Banez betonte, das Abkommen biete ihren Landsleuten „große Chancen“, da für Spanien die Beschäftigung junger Menschen hohe Priorität habe. Wichtig sei dabei auch der Schulterschluss auf europäischer Ebene. Das Memorandum nannte sie einen „sehr wichtigen Schritt bei der Unterstützung unserer jungen Menschen“.

    Die deutsch-spanische Absichtserklärung betont gemeinsame Anstrengungen, mehr junge Leute in Arbeit oder Ausbildung zu bringen. Gefördert werden soll auch die Mobilität der Betroffenen über Sprachangebote sowie durch Umzugs- und Bewerbungshilfen. Für das Programm von Bundesregierung und Bundesagentur für Arbeit stehen bis 2016 rund 140 Millionen Euro zur Verfügung.

    Generell sollen zur Steigerung der Jugend-Erwerbsfähigkeit aber vorrangig europäische Finanzmittel genutzt werden. Unterm Strich sind es rund 22 Milliarden Euro für die kommenden Jahre. Die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit steht auch im Mittelpunkt des nächsten Treffens der 20 wichtigsten Industrieländer (G20) Ende Juli in Moskau.

    • dpa
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    17 Kommentare zu "5000 Plätze: Abkommen bietet Spaniern Jobchancen in Deutschland"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Hab gar nicht mitbekommen, daß unsere Arbeitslosenquote auf Null steht und keiner mehr auf Arbeitssuche ist im Lande.

    • @ Immo


      Zitat : Im Gegensatz zu bulgarischen und rumänischen Harz-Einwanderern kommen viele Spanier bereits mit Deutsch-Grundkenntnissen.

      - Täuschen Sie sich da mal nicht ! Sehr viele Bulgarische und rumänische Einwanderer ( wir wollen doch hier von den Zigeunern absehen ) würden sehr PASSABLE ÖSTERREICHKENNTNISSE mitbringen ! Und mit diesen bräuchten die Einwanderer gar keine Kurse !

    • Im Gegensatz zu bulgarischen und rumänischen Harz-Einwanderern kommen viele Spanier bereits mit Deutsch-Grundkenntnissen. Wir vermitteln z.Zt. Wohnungen für spanische Ingeneure, die bereits Anstellungsverträge in der Tasche haben. Langwierige Integration wird für sie kein Thema sein, sie werden von den Arbeitgebern meist gut eingegliedert.

      Wenn D jedoch Deutschkurs + Ausbildung + Aufstockung finanzieren muss, sieht die Rechnung anders aus.


    • @ Richard

      Leider sind es keine EINZELFÄLLE !

      Und außerdem ist diese POPULISTISCHE Maßnahme aus meiner Sicht eine reine Wahlkampfaktion der verkommenen Regierung !

      Oder können Sie nachvollziehen, warum Deutsche Steuergelder jetzt für Spanische Jugendlichen ausgegeben werden und nicht für Griechische, Italienische, Bulgarische, Estnische, Slowenische, Tschechische.....etc. ?

      Und was macht ein Großer Teil unserer Jugendlicher ? Dank Agenda- 2010 vergammeln diese auf Kosten von Steuerzahlern auf den Sofas und Kiffen sich täglich die Lupe zu !

    • Ja genau! Immer mehr Menschen in dieses kleine Land frechen wir haben Platz satt!

      Entspannt sich der Arbeitsmarkt, dann muss nachgeschoben werden um den Druck zu erhöhen. Wie im Schweineferch!

    • Sie können doch jetzt nicht diese nicht hinnehmbaren Einzelfälle mit diesem Thema verknüpfen!

    • Zitat : Abkommen bietet Spaniern Jobchancen in Deutschland

      Tja, da läßt sich unsere Job-Mutti nicht lumpen : sie hat es wohl begriffen, wie man Gutwetter machen kann :

      Man ekele einheimische ältere Arbeitnehmer aus dem Beruf raus , besetze die Stellen mit Lehrlingen aus dem Ausland für ein VIERTEL der Kosten ( für diese Lehrlinge rechnet sich so ein 3-Jahresaufenthalt in D schon aus Fremdsprachen-Lerneffekt allemal im Vergleich zu Gammelzeit zu Hause ).....und schon haben alle die Job-Mutti lieb ?!

      Und dieselben Ausländer spuken in ihren Heimatländern Deutsche Touristen mittlerweile an.......!

      TOLL !!!

    • Richard
      Das stimmmt nicht. Die Spanier bleiben doch nicht hier. Die werden nach ihrer Ausbildung wieder zurück gehen und dann die spanische Wirtschaft beleben.
      ------------
      Da bin ich mir nicht so sicher.
      Es heißt entweder Ausbildung oder einen Arbeitsplatz.
      Also werden sie wohl hier ihren Lebensmittelpunkt
      haben..Aber vlt.verrät uns von der Leyen bald mehr.

    • Das spanische Bildungssystem ist gut.
      Zumal auch auf dem erlernen von zwei Fremdsprachen
      Wert gelegt wird.
      Bei der Pisa-Studie,lagen sie in den Bereichen Sprache, Mathematik und Wissenschaft noch vor Deutschland.
      Davon ab,wird jede Nation,im Schnitt um die 10% schwer
      Vermittelbarer haben.
      Wichtig sind,anschließende Festanstellungen,die eine
      Lebensplanung ermöglichen.
      Und genau da liegt der Hund begraben.
      Ich finde dennoch,das diese jungen Spanier,eine
      Bereicherung gegenüber dem darstellen,was sonst
      hier so aufschlägt.
      Mir sind sie herzlich willkommen.

    • Das stimmmt nicht. Die Spanier bleiben doch nicht hier. Die werden nach ihrer Ausbildung wieder zurück gehen und dann die spanische Wirtschaft beleben.

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