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8,50 Euro die Stunde DGB erhöht Mindestlohnforderung

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) will die Höhe des von ihm geforderten gesetzlichen Mindestlohnes von 7,50 auf 8,50 Euro pro Stunde heraufsetzen. Bei den Arbeitgebern stößt das auf Kritik, die CSU-Landesgruppe fordert Alternativen zum Mindestlohn.
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Kein Lohn unter 7,50 Euro war einmal - schon bald wird der DGB 8,50 Euro die Stunde als Lohnuntergrenze verlangen. Quelle: dpa

Kein Lohn unter 7,50 Euro war einmal - schon bald wird der DGB 8,50 Euro die Stunde als Lohnuntergrenze verlangen.

(Foto: dpa)

HB BERLIN. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) will seine Mindestlohn-Forderung von 7,50 Euro auf 8,50 Euro hochsetzen. Dies werde der Bundesvorstand in seinem Antrag für den Bundeskongress der DGB-Gewerkschaften im Mai vorschlagen, sagte eine Sprecherin am Samstag. Verdi-Chef Frank Bsirske sagte dem „Spiegel“, er gehe davon aus, dass der Kongress dies auch beschließen werde. Die Forderung nach einer gesetzlichen Lohnuntergrenze von 7,50 Euro pro Stunde hatte die Funktionärsbasis auf dem letzten DGB-Kongress 2006 beschlossen. Ein gesetzlicher Mindestlohn sei dringend notwendig, um bei der vollen Freizügigkeit für EU-Arbeitnehmer ab 1. Mai 2011 Lohndumping zu verhindern, sagte die DGB-Sprecherin. Der gesetzliche Mindestlohn soll als Untergrenze greifen, wenn Tarifentgelte darunter liegen. Mindestlöhne seien in den führenden europäischen Industrienationen gängige Praxis, sagte die Sprecherin. Sie reichten von 9,73 Euro in Luxemburg bis 8,41 Euro in Belgien. Widerspruch kam prompt aus der Wirtschaft. „Das ist der falsche Weg“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Martin Wansleben, der „Passauer Neuen Presse“ vom Samstag. „Die Einführung eines Mindestlohns würde weitere Jobs vernichten.“ Auch die schwarz-gelbe Bundesregierung lehnt einen gesetzlichen Mindestlohn ab.

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1 Kommentar zu "8,50 Euro die Stunde: DGB erhöht Mindestlohnforderung"

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  • ich kann nicht umhin zu denken, dass die Gewerkschaften nicht so blöd sind wie sie tun. Mindestlöhne sorgen für nichts anderes als Arbeitslosigkeit, denn der Lohn verläuft zusammen mit der Leistungsfähigkeit des Arbeitnehmers. Das dies der Fall ist, kann man erstens empirisch Nachweisen und zweitens ist es die begründung für Lohnunterschiede auf dem Arbeitsmarkt. Unterstellt man den Arbeitgebern wirklich die Raffgier und den Arbeitnehmern die Hilflosigkeit, müsste in praktisch jedem beruf Ausbeutung stattfinden. Das ist aber nicht der Fall, denn der Arbeitsmarkt ist eben auch ein Markt und Angebot und Nachfrage herrscht hier ebenfalls. Wegen dieser Tendenz, wäre es also angemessen statt von Mindestlohn, von Mindestleistung zu sprechen. Wenn also jemand noch nicht genug berufserfahrung hat und demnach nicht Leistungsfähig genug ist, machen solche Gesetze es für ihn illegal sein Defizit mit einem geringeren Lohn zu kompensieren und so wenigstens einen Einstieg zu bekommen.

    Wenn ich die Gewerkschaften also einfach als kalt kalkulierende interessensgruppe betrachte, dann bleibt mir nichts übrig als ihr zu unterstellen, dass sie ihre Mitglieder (die praktisch alle mehr als den Mindestlohn verdienen und somit nicht von der Gesetzesregelung direkt betroffen sind) vor der Niedriglohn-Konkurrenz schützen möchte.

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